Büroanwendungen: Microsoft soll Office auf Linux portieren
Gerüchte besagen, Microsoft wolle sein Office-Paket auf Linux portieren. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Büroanwendungen Microsoft soll Office auf Linux portieren

Gerüchten zufolge soll Microsoft Überlegungen anstellen, sein Office-Paket auf Linux zu portieren. Die Webseite Phoronix spricht bereits von einem Erscheinungsdatum im Jahr 2014.

Anzeige

Michael Larabel von der Webseite Phoronix will erfahren haben, dass Microsoft "ernsthaft" überlege, sein Office-Paket auf Linux zu portieren. Als Grund wird der erwartete Popularitätsschub des Linux-Desktops genannt, der Linux damit auch kommerziell wichtiger machen könnte. Der Erscheinungstermin soll bereits nächstes Jahr sein.

Steigende Linux-Popularität?

Mit der zunehmenden Beliebtheit des Linux-Desktops und des quelloffenen Betriebssystems als Spieleplattform durch Valves Steam-Portierung könnte Microsoft auch einen wachsenden kommerziellen Einfluss von Linux voraussehen, so das Argument zahlreicher Medien, die die Meldung verbreiten.

Microsoft könnte so auch versuchen, an Linux verlorene Marktanteile durch den Umzug von öffentlichen Einrichtungen wie in München wieder wettzumachen. Außerdem könnte der Windows-Hersteller vorhaben, seine Dokumentformate in der Open-Source-Welt zu stärken und direkt in den Wettbewerb mit freien Formaten zu treten.

Aufwendige Portierung

Vieles spricht allerdings gegen eine solche Entscheidung von Microsoft. Bei dem immer noch verschwindend geringen weltweiten Marktanteil von Linux ist es für Microsoft kaum sinnvoll, eine so umfangreiche Software zu portieren.

Außerdem gibt es zahlreiche kostenlose und freie Lösungen, die in etwa den gleichen Funktionsumfang haben wie das Büropaket von Microsoft. Der Aufwand einer direkten Portierung wäre für Microsoft auch in dieser Hinsicht unrentabel, denn die meisten Anwender würden vermutlich bei Libreoffice oder Apache Openoffice bleiben. Sowohl IBM als auch Oracle haben ihre Versuche, ein kommerzielles Büropaket unter Linux anzubieten, bereits aufgegeben.

Kaum sinnvoll

Auch das mehrfach genannte Argument, Microsoft arbeite bereits an einer Portierung für Android und der Schritt zu Linux sei nicht mehr weit, ist kaum nachvollziehbar. Erstens hat Microsoft trotz der Gerüchte noch keine mobilen Versionen seines Office-Pakets präsentiert - weder für iOS noch für Android. Zweitens wäre der Unterschied zwischen einer Android-Version und einer Linux-Variante nicht unerheblich, allein der Umfang würde sich maßgeblich unterscheiden.

Durch die von Microsoft angebotene webbasierte Lösung Office365 wird eine Portierung ebenfalls sinnlos. Und da es bereits die Notizsoftware Onenote von Microsoft für Android gibt, wäre auch eine Office-Lösung für Android und iOS denkbar, denn dessen Marktanteile sind gegenwärtig höher als die von Microsofts eigenem mobilen Betriebssystem und den Desktopversionen von Linux. Eine Portierung des kompletten Office-Pakets auf Linux ist demnach höchst unwahrscheinlich.


HeLiaoDiao 07. Nov 2013

Es wird versucht noch mehr Geld zu schaufeln das es keine gutes Office momentan gibt wird...

HeLiaoDiao 07. Nov 2013

Es ist in aller munde das Steam jetzt unter Linux sich etabliert hat. Jede menge Spiele...

linux-macht... 17. Feb 2013

Für einen alten & langjährigen Kumpel von mir ist es das, der ist ganz ohne mein zu tun...

BLi8819 13. Feb 2013

Die Antwort auf VBA in Libre Office: LibreOffice Basic, Python oder JavaScript. Da hat...

Geesys 11. Feb 2013

Doch, hier 7.5 Mrd. Menschen * 4 Linuxrechner/Mensch = 30 Mrd. Linuxrechner

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektleiter Software Standardisierung (m/w) Schwerpunkt Fördertechnik
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen
  2. Manager (m/w) Softwareentwicklung
    WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft, Erlangen (Raum Nürnberg)
  3. Java-Anwendungsentwickler / -innen
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  4. Systemadministrator (m/w) Windows
    KDO Personaldienste, Oldenburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Big Brother Awards

    Österreich prämiert die EU Kommission und Facebook

  2. iFixit

    Touch-ID-Sensor im iPad mini 3 mit Klebstoff befestigt

  3. Illegales Streaming

    Razzien gegen Betreiber von Kinox.to

  4. Android 4.4.2

    Kitkat-Update für Motorola Razr HD wird verteilt

  5. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  6. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  7. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  8. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  9. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  10. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

    •  / 
    Zum Artikel