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Akamai liefert keine Daten mehr nach Syrien.
Akamai liefert keine Daten mehr nach Syrien. (Bild: Akamai)

Bürgerkrieg Syrien ist offline

Seit dem frühen Mittag des 29. November 2012 (Ortszeit) ist Syrien aus dem Internet verschwunden. Webseiten des arabischen Landes lassen sich nicht mehr aufrufen, ebenso ist eine Nutzung des Internets in Syrien nicht mehr möglich.

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Die US-Netzwerkunternehmen Akamai und Renesys berichten unabhängig voneinander, dass das Internet in Syrien vollständig abgeschaltet wurde. Besonders drastisch zeigt das eine per Twitter von Akamai verbreitete Grafik, in welcher der Einbruch des Datenverkehrs festgehalten ist.

Renesys berichtet in einem Blogeintrag, dass seit dem Mittag des 29. November 2012 (Ortszeit) alle 84 IP-Adressbereiche, die von syrischen Providern genutzt werden, nicht mehr erreichbar seien. Die Mehrheit dieser Adressen gehört dem Staatskonzern Syrian Telecom, fünf IP-Bereiche des Providers Tata sollen noch funktionieren. Renesys vermutet, dass diese Subnetze zwar dem syrischen Provider gehören, aber außerhalb des Landes gehostet werden.

Laut der Süddeutschen Zeitung berichten Aktivisten aus Syrien, dass sie keinen Zugang zum Internet mehr hätten. Zudem sei es die größte Abschaltung seit Ausbruch des Bürgerkriegs, schon zuvor sei der Netzzugang erschwert worden - aber noch nie landesweit und in diesem Umfang, so das Blatt.

Wie die Abschaltung vorgenommen wurde, oder ob es sich um einen technischen Defekt handelt, ist bisher noch unklar. Falls, wie in einigen Berichten vermutet, die syrische Regierung den Aufständischen die Kommunikation erschweren will, so hat das - wie bei allen Netzsperren - auch schon jetzt Nebenwirkungen. So sind die staatliche Nachrichtenagentur Sana sowie der TV-Sender Syrian TV wie alle anderen Nachrichtenquellen des Landes nicht mehr per Web erreichbar.

In Syrien gibt es seit dem März 2011 Widerstand gegen die Regierung des Präsidenten Assad, der das Land seit dem Jahr 2000 regiert. Der Konflikt weitete sich seitdem zu einem Bürgerkrieg mit mehreren Parteien aus, dem unbestätigten Angaben zufolge schon rund 40.000 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen.

Nachtrag vom 3. Dezember 2012, 9:35 Uhr

Seit dem vergangenen Wochenende ist das Internet in Syrien Schritt für Schritt wieder zugänglich gemacht worden. Bereits am 1. Dezember waren erste Verbindungen wieder möglich, auch die in dieser Meldung verlinkten Webseiten sind inzwischen erreichbar. Wer für den Ausfall verantwortlich ist, bleibt unklar. Laut der Süddeutschen Zeitung bezichtigen sich Regierung und Rebellen gegenseitig, für die Netzsperre gesorgt zu haben.


benji83 05. Dez 2012

Was ja weder das eine noch das andere aussagt Wen es viele machen kann man es nicht mehr...

Hu5eL 04. Dez 2012

mmd

kendon 03. Dez 2012

wobei man es so nicht machen würde, weil das zuviel aufwand bedeuten würde, und ausserdem...

volkskamera 02. Dez 2012

Aber auch gleich wieder online: https://www.google.com/transparencyreport/traffic...

volkskamera 01. Dez 2012

Nein, es gibt genau 13 Root Nameserver: http://de.wikipedia.org/wiki/Root-Nameserver...

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artodeto's blog about coding, politics and the world / 29. Nov 2012



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