Bruce Schneier zeichnet ein dramatisches Bild der Privatsphäre im Internet.
Bruce Schneier zeichnet ein dramatisches Bild der Privatsphäre im Internet. (Bild: Simon Law / CC-BY-SA 2.0)

Bruce Schneier Überwachung jederzeit, überall, für immer

Wir werden ständig überwacht, ob wir wollen oder nicht. Schlimm genug, doch einen Ausweg daraus gebe es nicht, sagt der Sicherheitsforscher Bruce Schneier.

Anzeige

Der Kopf der Gruppe Lulzsec, Hacker im Auftrag der chinesischen Regierung und nicht zuletzt der Chef der CIA, David Petraeus - ihnen allen sei gemein, dass sie sich nicht vor den Überwachungsmöglichkeiten des Internets hätten schützen können, schreibt der Sicherheitsforscher Bruce Schneier in einem Gastkommentar für CNN. Das sind nur einige Beispiele, die belegen sollen, dass das Internet längst ein Überwachungsinstrument geworden sei.

Dabei sei es egal, ob wir das wollten oder nicht, es passiere ständig und überall, erklärt Schneier. Denn sämtliche unserer Aktivitäten gingen mit der Nutzung von Computern einher, "die Daten als natürliches Nebenprodukt erzeugen". Firmen wie Google, Apple oder Facebook verfolgten unsere Online-Aktivitäten, Facebook verfolge sogar Personen, die das soziale Netzwerk nicht nutzten.

Offline fielen darüber hinaus Bewegungsdaten durch Handys oder Überwachungskameras an. Das FBI habe die Geliebte von David Petraeus gefunden, indem es nach Übereinstimmungen in den Reservierungen der Hotels suchte, von denen aus die E-Mails an Petraeus geschrieben worden seien.

Orwellsche Überwachung ohne Ausweg

Das sei "allgegenwärtige Überwachung, überall, jederzeit und die Daten werden für immer gespeichert". Ein Überwachungsstaat, der effizienter sei als in den kühnsten Träumen von George Orwell, schreibt Schneier. Zwar gebe es Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Das sei aber immer weniger von Bedeutung, da es einfach zu viele Möglichkeiten gebe, verfolgt zu werden und immer weniger Firmen, die uns nicht ausspionierten.

Schneier schreibt weiter, es gebe keinen Ausweg aus dem von ihm beschriebenen Szenario der ständigen Überwachung. Einerseits reiche ein einmaliges Fehlverhalten, um die sonst im Internet geschützte Privatsphäre zu entblößen. Andererseits hätten weder Unternehmen noch Regierungen ein Interesse daran, das Datensammeln und die Auswertung der Daten einzustellen.

Für grundlegende Änderungen brauche es willige Regierungen, die es aber nicht gebe. Die Meinung der Nutzer und Bürger sei zudem nicht relevant. "Das war's", lautet Schneiers vernichtendes Urteil: "Willkommen im Internet ohne Privatsphäre".


posix 20. Mär 2013

Wird unter anderem auch geblockt. Nur mit Falschinformationen ist es nicht getan, solche...

posix 20. Mär 2013

*schmunzelt* Was ich in nem anderen Thread schon gesagt hab, es muss eine gesunde...

Turner 19. Mär 2013

...wenn sich die Piraten sich mal wieder um Bürgerrechte, Bildung und freie Netze kümmern...

tangonuevo 19. Mär 2013

Um nur mal eine deiner Blasen platzen zu lassen: Wenn du Pech hast, haben bereits...

fratze123 19. Mär 2013

Es geht nicht um kriminelle Aktionen. Die kann man natürlich halbwegs verschleiern. Es...

Kommentieren



Anzeige

  1. HR Expert e-Recruitment (m/w)
    Roche Diagnostics GmbH, Penzberg
  2. IT-Spezialist (m/w)
    Bayerischer Kommunaler Prüfungsverband, München
  3. Web-Programmierer (m/w) Frontend-Entwicklung
    Detlev Louis GmbH, Hamburg
  4. Business Expert mit Schwerpunkt CRM (m/w)
    BASF Coatings GmbH, Münster

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. GRATIS: Dead Space
    0,00€
  2. TIPP: Call of Juarez Gunslinger + PCGH-Ausgabe 01/2015
    5,50€
  3. GRATIS: Simcity 2000 Special Edition
    0,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Story Mode

    Telltale arbeiten an Minecraft-Episodenabenteuer

  2. Deutscher Entwicklerpreis 2014

    Lords of the Fallen schafft eines von drei Triples

  3. General vor dem NSA-Ausschuss

    Der Feuerwehrmann des BND

  4. Outcast 1.1

    Technisch überarbeiteter Klassiker bei Steam und GOG

  5. Microsoft

    Webbrowserauswahl in Windows ist abgeschafft

  6. Streaming

    Netflix schließt Offline-Videos kategorisch aus

  7. KDE Applications 14.12

    Erste Frameworks-5-Ports der KDE-Anwendungen erschienen

  8. Spearfishing

    Icann meldet Einbruch in seine Server

  9. Amiibos

    Zubehör für Super Smash Bros wird rar und teuer

  10. x86-64-Architektur

    Fehler im Linux-Kernel kann für Abstürze ausgenutzt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



1.200-MBit-Powerline im Test: "Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"
1.200-MBit-Powerline im Test
"Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"

Grafiktreiber im Test: AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
Grafiktreiber im Test
AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
  1. Partikelsimulation Nvidias Flex rührt das Müsli an
  2. Geforce GTX 980 Matrix Asus' Overclocker-Grafikkarte schmilzt Eis
  3. Dual-GPU-Grafikkarte AMDs Radeon R9 295 X2 nur kurzfristig billiger

Yotaphone 2 im Test: Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht
Yotaphone 2 im Test
Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht

    •  / 
    Zum Artikel