Anzeige
Opera basiert künftig auf Chromium.
Opera basiert künftig auf Chromium. (Bild: Opera)

Browser: Opera steigt auf Webkit und V8 um

Opera basiert künftig auf Chromium.
Opera basiert künftig auf Chromium. (Bild: Opera)

Opera Software steigt komplett auf die Rendering-Engine Webkit und die Javascript-Engine V8 um, die beide auch in Chrome zum Einsatz kommen. Bislang hat der norwegische Browserhersteller eine eigene Browserengine entwickelt.

Alle neuen Produkte von Opera Software werden ab sofort auf der freien HTML-Rendering-Engine Webkit und der ebenfalls freien Javascript-Engine V8 basieren. Webkit kommt unter anderem in den Browsern von Apple, Google und Blackberry zum Einsatz und wurde ursprünglich von Apple auf Basis der HTML-Rendering-Engine KHTML des KDE-Projekts entwickelt. Die Javascript-Engine V8 hat Google entwickelt und setzt sie in seinem Browser ein. Aber auch der Javascript-Server Node.js basiert beispielsweise auf V8.

Anzeige

Für Opera stellt der Wechsel auf Webkit und V8 einen entscheidenden Strategiewechsel dar, denn bislang entwickelten die Norweger sowohl eine eigene Rendering Engine namens Presto als auch eine eigene Javascript-Engine. Und auch wenn Operas Browser auf dem Desktop nur einen sehr kleinen Marktanteil hat, auf Handys und Smartphones sind Opera Mini und Opera Mobile in einigen Ländern die am häufigsten genutzten Browser. So verkündete Opera zugleich mit dem Strategiewechsel, dass mittlerweile 300 Millionen Anwender Software von Opera nutzen.

Dass Opera an einem Browser auf Basis von Webkit arbeitet, war bereits Mitte Januar 2013 bekanntgeworden. Opera-Chef Lars Boilesen hatte Pocketlint ein Video gezeigt, in dem Operas neuer Tablet-Browser Ice vorgestellt wurde, der auf Webkit basiert.

Aus Nutzersicht werde sich durch den Wechsel auf Webkit und V8 nicht viel ändern, so Opera. Auf mobilen Seiten soll Webkit aber Vorteile bieten. Das liegt vor allem daran, dass diese oft auf Webkit zugeschnitten sind und daher wegen der Verwendung entsprechender Präfixe nur in Webkit funktionieren, obwohl auch andere Browser die entsprechenden Funktionen bieten.

Operas erstes Produkt auf Basis von Webkit wird ein Browser für Smartphones sein. Er soll auf dem Mobile World Congress in Barcelona Ende des Monats gezeigt werden. Die Desktopversion von Opera und andere Produkte sollen später auf Webkit und V8 umgestellt werden.

Veränderungen für Entwickler

Für Entwickler bedeutet die Umstellung auf Webkit große Veränderungen. Erweiterungen, die für Opera entwickelt wurden, werden künftig nicht mehr mit dem Browser funktionieren. Opera hat aber ein Werkzeug entwickelt, das die alten OEX-Erweiterungen in ein Format umwandelt, das in Chromium funktioniert. Das Objekt window.opera wird es künftig nicht mehr geben.

Da Opera künftig auf Chromium, der Open-Source-Version von Chrome, basieren wird, spielt der Browser Audio- und Videodateien in den Formaten H.264 und MP3 nur noch dann ab, wenn das Betriebssystem entsprechende Codecs zur Verfügung stellt. Der Browser selbst enthält nur Codecs für freie Formate wie WebM, Ogg Theora und Ogg Vorbis.

Warum der Wechsel?

Opera will sich künftig stärker darauf konzentrieren, einen besseren Browser zu entwickeln, statt Funktionen zu implementieren, die in Webkit bereits umgesetzt sind. Als Opera 1995 mit der Browserentwicklung begann, gab es diese Möglichkeit nicht. Opera war darauf angewiesen, eine eigene Browser-Engine zu entwickeln, um mit Microsoft und Netscape konkurrieren zu können.

Opera will sich künftig an der Entwicklung von Webkit und im Rahmen des Chromium-Projekts an V8 beteiligen. Auch will sich Opera weiter in die Entwicklung von Webstandards einbringen. Das Unternehmen ist seit 18 Jahren in den entsprechenden Gremien aktiv und hat unter anderem die Entwicklung von HTML5, der Media Queries und des nativen Videoelements angeschoben.

Unterdessen ist bekanntgeworden, dass Opera-Gründer Jon von Tetzchner einen großen Teil seiner Opera-Aktien verkauft hat. Er ist nur noch mit rund 5 Prozent an Opera beteiligt. Das heizt erneut die Spekulation an, Opera stehe vor einer Übernahme. Als Käufer wird immer wieder Facebook genannt.


eye home zur Startseite
eiapopeia 17. Feb 2013

Warum Abhängigkeit? Webkit ist frei. Damit steht es Opera frei, dafür zu sorgen, dass...

WolfgangS 14. Feb 2013

nunja.. die letzten Hackwettbewerbe haben ja gezeigt, dass er mittlerweile die sicherste...

Anonymer Nutzer 13. Feb 2013

Jene die irgendwann mal geprefixed wurden, weil es ja eh reicht wenn es unter Chrome und...

Hasenbauer 13. Feb 2013

Dem kann ich nur zustimmen. Dass ich überhaupt Browser wie Firefox und Chrome verwende...

Otto d.O. 13. Feb 2013

Dass Presto OpenSource wird, würde ich mir auch wünschen. Die oben gestellte Frage...




Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Technikum GmbH, Eh­nin­gen
  2. Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München; Basel, Zürich (Schweiz)
  3. BKK·VBU, Berlin
  4. redcoon Logistics GmbH, Erfurt


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. ROG Xonar Phoebus, GeForce GTX 960 Strix, Z170-P, VG248QE)
  2. 16,90€ (ohne Prime zzgl. 3,00€ Versand)
  3. 169,85€ inkl. Versand (solange der Vorrat reicht)

Folgen Sie uns
       


  1. Netzausbau

    Telekom will ihre Mobilfunkmasten verkaufen

  2. Bruno Kahl

    Neuer BND-Chef soll den Dienst reformieren

  3. Onlinehandel

    Amazon sperrt Konten angeblich nur in seltenen Fällen

  4. The Assembly angespielt

    Verschwörung im Labor

  5. Kreditkarten

    Number26 wird Betrug mit Standortdaten verhindern

  6. Dobrindt

    1,3 Milliarden Euro mehr für Breitbandausbau in Deutschland

  7. Mini ITX OC

    Gigabyte bringt eine 17 cm kurze Geforce GTX 1070

  8. Autonomes Fahren

    Teslas Autopilot war an tödlichem Unfall beteiligt

  9. Tolino Page

    Günstiger Kindle-Konkurrent hat eine bessere Ausstattung

  10. Nexus

    Erste Nougat-Smartphones sollen von HTC kommen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Geforce GTX 1080/1070 im Test: Zotac kann Geforce besser als Nvidia
Geforce GTX 1080/1070 im Test
Zotac kann Geforce besser als Nvidia
  1. Die Woche im Video Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam
  2. Geforce GTX 1080/1070 Asus und MSI schummeln mit Golden Samples
  3. Geforce GTX 1070 Nvidia nennt Spezifikationen der kleinen Pascal-Karte

IT und Energiewende: Fragen und Antworten zu intelligenten Stromzählern
IT und Energiewende
Fragen und Antworten zu intelligenten Stromzählern
  1. Smart Meter Bundestag verordnet allen Haushalten moderne Stromzähler
  2. Intelligente Stromzähler Besitzern von Solaranlagen droht ebenfalls Zwangsanschluss
  3. Smart-Meter-Gateway-Anhörung Stromsparen geht auch anders

Telefonabzocke: Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
Telefonabzocke
Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
  1. Darknet-Handel Nutzerdaten von Telekom-Kunden werden verkauft
  2. Security Ransomware-Bosse verdienen 90.000 US-Dollar pro Jahr
  3. Festnahme und Razzien Koordinierte Aktion gegen Cybercrime

  1. Re: Und was kommt nach Z? kwt

    Moe479 | 05:44

  2. Re: Google ist nur blöd...

    Pjörn | 05:33

  3. Re: Wir sind eine mobile Bank

    Moe479 | 05:29

  4. Re: Ich bestelle nicht mehr bei Amazon...

    Labbm | 05:16

  5. Re: Viele nutzen Linux und werben damit...

    Seitan-Sushi-Fan | 05:16


  1. 20:04

  2. 17:04

  3. 16:53

  4. 16:22

  5. 14:58

  6. 14:33

  7. 14:22

  8. 13:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel