Anzeige
Schiff verlegt Glasfaserkabel: Aufnahme von Januar 2011
Schiff verlegt Glasfaserkabel: Aufnahme von Januar 2011 (Bild: Jorge Silva/Reuters)

Britische Internetspionage Tempora Leutheusser-Schnarrenberger spricht von "Hollywood-Alptraum"

Die neue Enthüllung über das britische Spionageprogramm Tempora, das an transatlantischen Glasfaserkabeln Telefonate, E-Mails, Facebook-Einträge und Website-Besuche abhört, wirkt für die Justizministerin wie eine Hollywood-Vision. Patrick Breyer will wissen, ob die Telekom als Mitbetreiberin internationaler Seekabel darin verwickelt ist.

Anzeige

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat auf die Enthüllungen reagiert, nach denen sich der britische Geheimdienst GCHQ heimlich Zugang zu transatlantischen Glasfaserkabeln verschafft hat, über die der weltweite Telefon- und Internetverkehr abgewickelt wird. Die Ministerin twitterte: "Tempora: Alptraum à la Hollywood? Wenn wäre das eine Katastrophe. Aufklärung gehört sofort in die europäischen Institutionen."

"Die Bundesregierung nimmt den Zeitungsbericht sehr ernst. Sie wird der Angelegenheit nachgehen und zum gegebenen Zeitpunkt dazu Stellung nehmen", sagte Regierungssprecher Georg Streiter der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Laut dem britischen Guardian, der sich auf Edward Snowden beruft, hat der Geheimdienst Government Communications Headquarter durch Tempora Zugang zu großen Mengen an persönlichen Daten, die mit dem US-Geheimdienst NSA ausgetauscht werden. Dazu gehören Aufnahmen von Telefongesprächen, E-Mails, Facebook-Einträge sowie Website-Besuche. Die entnommenen Daten seien über einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen gespeichert und analysiert worden. Die Operation laufe seit 18 Monaten.

Die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz erklärte, dass eine Auswertung von Inhalten und Verbindungsdaten "Grundsätze des Rechtsstaats untergrabe". In der EU müssten sich die Menschen darauf verlassen können, dass staatliche Überwachung nicht alles macht, was technisch geht.

Die britische Regierung müsse auch den europäischen Partnern erklären, ob sie die Kommunikation der Bürger und auch der Unternehmen Europas speichert und überwacht sowie den US-Nachrichtendienst NSA auf die Daten zugreifen lässt. In Europa kommunizieren tagtäglich Millionen unbescholtener Menschen privat und geschäftlich. Die Vertraulichkeit ihrer Kommunikation, ihrer E-Mails, SMS und Facebook-Einträge zu brechen und anlasslos in ihrer Gesamtheit zu speichern, sei mit den Grundwerten Europas nicht vereinbar. Mit den EU-Partnern und ihren Bürgen so umzugehen, widerspricht dem europäischen Gedanken, sagte Piltz.

Fall für den Internationalen Strafgerichtshof in den Haag 

KarlSpaat 25. Jun 2013

Und du würdest natürlich Windows benutzen... Merkste was?

RealAngst 25. Jun 2013

Dazu die offizielle Stellungnahme der Piraten zu den Äußerungen: http://wiki...

DY 25. Jun 2013

Da sich die Überwacher nicht an Gesetze halten, müssten sie eigentlich auch überwacht...

DY 25. Jun 2013

Der BND ist doch kein eigenständiger Geheimdienst. Da ist alles eng vernetzt mit den US...

DY 25. Jun 2013

Daran habe ich auch schon gedacht. Und interessanterweise liefen immer vorher oder...

Kommentieren


KAY MACKE's Websudelbuch / 22. Jun 2013

Guten Morgen!



Anzeige

  1. Softwareentwickler SPS / Experte (m/w) für elektrische Antriebe
    Schiller Automation GmbH & Co. KG, Sonnenbühl-Genkingen
  2. Softwareentwickler (m/w) Test Information Management Software
    AVL Deutschland GmbH, München
  3. Frontend Entwickler (m/w)
    Bertelsmann SE & Co. KGaA, Berlin
  4. Senior Project Manager Global ITO (m/w)
    T-Systems International GmbH, München

Detailsuche


Top-Angebote
  1. BIS SONNTAG GÜNSTIGER: Project Cars
    19,95€
  2. NEU: Watch Dogs [PC Download]
    7,50€
  3. GRATIS BEI GOG: Consortium: The Master Edition

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Xeon D-1571

    Intel veröffentlicht sparsamen Server-Chip mit 16 Kernen

  2. Die Woche im Video

    Sensationen und Skandale

  3. Micron

    Von 1Y-/1Z-DRAM-, 3D-Flash- und 3D-Xpoint-Plänen

  4. Hochbahn

    Hamburger Nahverkehr bekommt bald kostenloses WLAN

  5. ViaSat Joint Venture

    Eutelsat wird schnelleres Satelliten-Internet bieten

  6. SSDs

    Micron startet Serienfertigung von 3D-NAND-Flash

  7. TV-Kabelnetz

    Ausfall für 30.000 Haushalte bei Unitymedia

  8. Nordrhein-Westfalen

    Mehrere Krankenhäuser von Malware befallen

  9. Erneuerbare Energien

    Brennstoffzelle produziert Strom oder Wasserstoff

  10. Fitness-Apps

    Asics kauft Runkeeper



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Raspberry Pi Zero angetestet: Der Bastelrechner für stille, dunkle Ecken
Raspberry Pi Zero angetestet
Der Bastelrechner für stille, dunkle Ecken
  1. Jaguarboard Noch ein Bastelcomputer mit Intel-Chip
  2. Cricetidometer mit Raspberry Pi Ein Schrittzähler für den Hamster
  3. Orange Pi Lite Preis- und Größenkampf der Bastelcomputer

Lumberyard: Amazon krempelt den Spielemarkt um
Lumberyard
Amazon krempelt den Spielemarkt um
  1. Lumberyard Amazon veröffentlicht Engine auf Basis der Cryengine

VBB-Fahrcard: Der Fehler steckt im System
VBB-Fahrcard
Der Fehler steckt im System
  1. VBB-Fahrcard Busse speichern seit mindestens April 2015 Bewegungspunkte
  2. VBB-Fahrcard Berlins elektronische Fahrkarte speichert Bewegungsprofile

  1. Re: Macht Sinn...

    Haf | 09:47

  2. nein

    onkel_joerg | 09:43

  3. Re: planmäßige Landschaftsverschandelung

    Keksmonster226 | 09:43

  4. Re: Wenn MINT-Männer sich in IT-Foren mit...

    baltasaronmeth | 09:42

  5. Re: 0,525 Mrd. Sendungen vs. 1600 Beschwerden

    AllDayPiano | 09:40


  1. 09:21

  2. 09:03

  3. 00:24

  4. 18:25

  5. 18:16

  6. 17:46

  7. 17:22

  8. 17:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel