Während des Gerichtstermins protestierte die Bradley Manning Support Group vor dem Gebäude.
Während des Gerichtstermins protestierte die Bradley Manning Support Group vor dem Gebäude. (Bild: Jose Luis Magaua/Reuters)

Bradley Manning "Ich werde in diesem Käfig sterben"

Bradley Manning hat in der Isolationshaft gefürchtet, nicht mehr lebend aus der Zelle herauszukommen. Das sagte der mutmaßliche Wikileaks-Informant bei einer Voranhörung auf Fragen seines Anwalts.

Anzeige

Der mutmaßliche Informant der Enthüllungsplattform Wikileaks, Bradley Manning, hat sich in einer Voranhörung zu den Bedingungen der Untersuchungshaft geäußert. Der Gerichtstermin, bei dem der 24-jährige US-Soldat auf die Fragen seines Anwalts David Coombs antwortete, fand in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland statt.

Er habe gedacht: "Ich bin in diesem Käfig eingesperrt, ich werde hier sterben." Reporter bei Gericht erklärten laut BBC, dass Manning von den Folgen der Isolationshaft gezeichnet sei. Während der Aussage wirkte er nervös, schwankte auf seinem Stuhl hin und her und stotterte. Er wurde im Mai 2010 in Bagdad verhaftet. Bevor Manning nach Quantico (Virginia) gebracht wurde, verbrachte er Wochen in Camp Arifjan in Kuwait.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf der US-Regierung unmenschliche Behandlung Mannings vor und forderte die Lockerung der äußerst strengen Haftbedingungen. Er musste laut Amnesty International neun Monate lang 23 Stunden täglich in seiner Einzelzelle verbringen, unterlag Schlafbeschränkungen und wurde alle fünf Minuten von einem Wächter angesprochen. Seine Haftbedingungen "verletzen die Verpflichtungen der USA, Häftlinge menschlich zu behandeln", sagte Susan Lee, Direktorin des Amerika-Programms im Internationalen Sekretariat von Amnesty International in London, im Januar 2011.

"Ich hatte so ziemlich aufgegeben"

Er könne Tag und Nacht nicht mehr unterscheiden. Wärter wollen in seiner Zelle eine Schlinge gefunden haben, doch Manning gab an, sich nicht daran erinnern zu können, sie geknüpft zu haben. Es räumte aber ein, während der Zeit Suizidgedanken gehabt zu haben. "Ich hatte so ziemlich aufgegeben. Meine Welt war zusammengebrochen", sagte er.

Während des Gerichtstermins protestierte die Bradley Manning Support Group vor dem Gebäude. Manning hatte Anfang November 2012 den Verrat von Geheimnissen eingeräumt.

Manning habe nicht autorisierte Software verwendet, um sich Verschlusssachen von Regierungscomputern zu verschaffen, und diese an den Feind weitergegeben, heißt es in der Anklage. Bei dem Material geht es um eine halbe Million Dokumente plus zwei Videos, die Kriegsprotokolle zu Irak und Afghanistan und die Depeschen der US-Diplomatie enthalten. In Bildern und Videos wurden Morde an Zivilisten und andere Übergriffe wie Folter im Irak und in Afghanistan durch das US-Militär und andere dokumentiert.


__destruct() 03. Dez 2012

Das frage ich mich auch. Meiner Meinung nach gibt es fast keine Situation, in der das...

nudel 01. Dez 2012

Er ist in den USA inhaftiert

CrushedIce 01. Dez 2012

Das ist trotzdem keine Rechtfertigung ihn zu Foltern und alle Menschenrechte mal schnell...

TheLynx 30. Nov 2012

So ist das eben im Land of the Free, Helden der Menschenrechte gehen in den Knast und...

Kommentieren



Anzeige

  1. (Senior) Softwareentwickler (Microsoft) (m/w)
    arvato systems S4M GmbH, Köln
  2. IT-Consultant Mobile Applications (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Senior Software Tester / Testspezialist / Testberater / Senior Software Testconsultant (m/w)
    imbus AG, Möhrendorf (bei Erlangen) und München
  4. Software Tester / Testspezialist: Testmanagement / Senior Software Testmanager (m/w)
    imbus AG, Möhrendorf, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Galaxy A3 und A5

    Samsungs dünne Smartphones im Metallkleid

  2. MSI GT80 Titan

    Erstes Gaming-Notebook mit mechanischer Tastatur

  3. Ministerpräsident

    Viktor Orban zieht Internetsteuer für Ungarn zurück

  4. Spielentwickung

    Engine-Trends jenseits der Grafik

  5. Gesetz über geistiges Eigentum

    Spanien erlässt eine Google-Gebühr

  6. Android-Smartphone

    Huaweis Ascend Mate 7 für 500 Euro zu haben

  7. Crescent Bay

    Oculus Rift und die Sache mit dem T-Rex

  8. Foto-App

    Instagram jetzt auch mit Werbefilmen

  9. Personalie

    Android-Schöpfer Andy Rubin verlässt Google

  10. Samsung, Apple und Nokia

    Welche Smartphone-Kamera ist die Beste?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel