Boxee TV Videorekorder mit Cloud-Anbindung

Boxee TV ist der erste Videorekorder, der immer genug Speicherplatz für Fernsehaufzeichnungen bieten soll. Über eine Festplatte verfügt er nicht.

Anzeige

Boxee hat mit Boxee TV einen ungewöhnlichen digitalen Videorekorder (DVR) vorgestellt. Das Gerät zeichnet Sendungen aus dem Kabelfernsehen oder digitalen terrestrischen TV nicht etwa auf eine Festplatte auf, sondern speichert sie online in einem Boxee-eigenen Cloud-Dienst.

Um online so viel, wie man will, aufnehmen und auch wieder anschauen zu können, muss allerdings ein Abonnement in Höhe von monatlich 15 US-Dollar abgeschlossen werden. Boxee bezeichnet das als "No Limits DVR". Die Aufnahmen können dann über das Internet auch auf dem Notebook oder Tablet angeschaut werden.

  • Boxee TV - Bedienoberfläche (Bild: Boxee)
  • Boxee TV - Bedienoberfläche (Bild: Boxee)
  • Boxee TV - Zugriff auf Video-on-Demand-Dienste wie Netflix (Bild: Boxee)
  • Boxee TV - traditionelles Set-Top-Box-Design, anders als bei der Boxee Box (Bild: Boxee)
Boxee TV - traditionelles Set-Top-Box-Design, anders als bei der Boxee Box (Bild: Boxee)

Zu wenig Speicherplatz und deshalb abgebrochene Aufzeichnungen kann so ein Konzept zwar vermeiden. Doch auf Timeshifting muss verzichtet werden, und die Internetverbindung zwischen Boxee-Servern und Boxee TV sollte einwandfrei funktionieren und einen konstant hohen Upstream aufweisen, um Aussetzer zu vermeiden.

Laut offizieller Boxee-TV-Webseite müssen für die Videorekorderfunktion mindestens 3 MBit/s im Down- und 1 MBit/s im Upstream zur Verfügung stehen. 1 MBit/s mögen für SD-Aufzeichnungen reichen, für ordentliche HD-Videoqualität ist erfahrungsgemäß deutlich mehr vonnöten.

Timeshifting unterstützt Boxee TV prinzipbedingt nicht, es gibt aber zwei Tuner, so dass während einer Aufzeichnung ein anderer Fernsehsender angeschaut werden kann. Aufzeichnungen funktionieren jeweils nur mit unverschlüsselten Sendern, verschlüsselte Sender - etwa Pay TV - unterstützt Boxee TV nicht.

Zusätzlich zur Videorekorderfunktion stellt Boxee TV auch eine Smart-TV-Erweiterung für vorhandene Fernseher dar. So sind verschiedene - teils kostenpflichtige - Video-on-Demand-Dienste vorinstalliert, darunter Netflix, VUDU, Youtube und Vimeo. Mit Pandora ist auch ein Musikstreaming-Dienst dabei. Weitere Dienste sollen hinzukommen.

Ein Universal-Mediaplayer wie die Boxee Box ist Boxee TV nicht und wird auch nicht als solcher vermarktet. Für Boxee-Box-Nutzer interessant: Laut Cnet-Bericht wird es erst einmal keine neuen Funktionen für die Boxee Box geben, solange das Unternehmen mit der Boxee-TV-Einführung beschäftigt ist.

Boxee TV soll in den USA ab sofort für 99 US-Dollar in beschränktem Umfang ausgeliefert werden. Das Aufzeichnen in die Cloud wird anfangs nur in New York City, Los Angeles, Chicago, Dallas, Houston, Atlanta, Philadelphia und Washington D.C. zur Verfügung stehen. Das sind auch die Städte, in denen der Verkauf nun Stück für Stück starten soll. Einen bundesweiten Start mit Netzwerküberlastungen will Boxee offenbar möglichst vermeiden. Erst 2013 sollen weitere Städte folgen. Eine internationale Vermarktung wurde noch nicht angekündigt.


Ben Dover 19. Okt 2012

Ich nutze es noch, gibts n Grund warum man es nicht sollte?

robinx999 18. Okt 2012

Tja der normale Festplatten Rekorder ist irgendwann Voll. Die Boxee lösungt bietet...

der_sk 18. Okt 2012

Da fehlt mir der S/PDIF-Anschluß; abgesehen davon wäre mir eine Fertig-Lösung auch...

CharlyTH 18. Okt 2012

Man nehme eine TV Aufzeichnung (Tatort 720P ca. 9 GB) und lade die in die Cloud mit...

Casandro 18. Okt 2012

Ahh du hast Kabelfernsehen, bzw DVB-T. Über Satellit kriegst Du ungeschnittene Filme im...

Kommentieren



Anzeige

  1. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln
  2. Systemtechniker/-in im Network Management Center
    M-net Telekommunikations GmbH, München
  3. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel