Anzeige
Die USA haben Anklage gegen den Kopf eines Hacker-Netzwerks erhoben.
Die USA haben Anklage gegen den Kopf eines Hacker-Netzwerks erhoben. (Bild: Pool / Getty Images)

Botnet: USA legen Hacker-Netzwerk lahm

Das US-Justizministerium hat Anklage gegen den Kopf eines internationalen Hacker-Rings erhoben. Die Gruppe soll sich mit Hilfe von Software Zugang zu Bankinformationen verschafft und so Millionen Dollar erbeutet haben.

Anzeige

Ein internationales Ermittlerteam unter Leitung des US-Justizministeriums hat ein weltweites Hacker-Netzwerk lahmgelegt, das seit 2011 Schäden von mehr als 100 Millionen US-Dollar angerichtet haben soll. Die Gruppe soll Hunderttausende Computer infiziert haben, um an Kontoinformationen zu kommen. Die Behörde teilte am Montag außerdem mit, Klage gegen einen 30-jährigen Russen erhoben zu haben, der der Kopf des Botnets mit dem Namen "Gameover Zeus" sein soll.

Das Botnet war erstmals im September 2011 aufgetaucht. Seitdem sollen laut Gerichtsunterlagen weltweit zwischen 500.000 und 1 Million Computer infiziert worden und in die Kontrolle von russischen und ukrainischen Hackern gelangt sein. Hauptziel sei es gewesen, mit dem Netzwerk Kontoinformationen zu stehlen, um Überweisungen ins Ausland tätigen zu können.

Die Gruppe soll auch hinter Cryptolocker stecken

Das Netzwerk soll in der Lage gewesen sein, sich Zugang zu den Rechnern zu verschaffen, mit den geklauten Passwörtern Überweisungen zu tätigen und gleichzeitig die Systeme der Banken anzugreifen, um von den Überweisungen abzulenken. "Das Botnet hat gemessen am finanziellen Schaden vermutlich mehr angerichtet als jedes andere zuvor", sagte ein Behördenleiter.

Über dasselbe Netzwerk sollen die Hacker laut Justizministerium eine schädliche Software namens Cryptolocker verschickt haben, die die Kontrolle über die Rechner übernimmt, gespeicherte Daten gegen den Willen des Nutzers verschlüsselt und das System als "Geisel" nimmt. Nur gegen Bargeld wird das System freigegeben. Die Software sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dieselbe Gruppe zurückzuführen, hieß es am Montag.

300.000 Computer befreit

Wie das US-Justizministerium weiter mitteilte, griffen die Ermittler auf Server der Hacker in Großbritannien zu, über die das Botnet gesteuert wurde, um auf die Spur der Täter zu kommen. Weltweit seien im Zuge der Aktion mehr als 300.000 Computer aus dem Netzwerk befreit worden. Die Operation fand in Zusammenarbeit mit Behörden in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, statt.

Bei dem angeklagten Russen soll es sich nach Angaben der Behörden um denselben Programmierer handeln, der hinter der ersten Zeus-Software steckt. Diese Software war 2007 erstmals in Umlauf gekommen.

Bereits im Mai war bekannt geworden, dass die US-Behörde gegen fünf mutmaßliche Hacker aus China vorgeht. Die Hacker sollen aus dem Umfeld des chinesischen Militärs kommen. Die Gruppe hatte laut Ministerium mehrere amerikanische Firmen und eine Gewerkschaft ausgespäht, um an Handelsgeheimnisse zu kommen. Beide Staaten beschuldigen sich seit Jahren der gegenseitigen Cyber-Spionage.


eye home zur Startseite
Katsuragi 03. Jun 2014

20 Jahre Zwangsarbeit bei der NSA?

GabrielThaKid 03. Jun 2014

vor allem nicht mit der Dienstleistung von Geheimdienste

nissl 03. Jun 2014

'Beide Staaten beschuldigen sich seit Jahren der gegenseitigen Cyber-Spionage.' Höhö...

Kommentieren



Anzeige

  1. Webentwickler/-in
    ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard (Österreich)
  2. Softwareentwickler Java / Webentwickler (m/w)
    syncpilot GmbH, Puchheim bei München
  3. IT-Supporter/in
    WALDORF FROMMER, München
  4. Trainee Requirements Engineer (m/w) Cloud Produkte
    Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Telekom-Konzernchef

    "Vectoring schafft Wettbewerb"

  2. Model S

    Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

  3. Security

    Microsoft will Passwort 'Passwort' verbieten

  4. Boston Dynamics

    Google will Roboterfirma an Toyota verkaufen

  5. Oracle-Anwältin nach Niederlage

    "Google hat die GPL getötet"

  6. Selbstvermessung

    Jawbone steigt offenbar aus Fitnesstracker-Geschäft aus

  7. SpaceX

    Falcon 9 Rakete kippelt nach Landung auf Schiff

  8. Die Woche im Video

    Die Schoko-Burger-Woche bei Golem.de - mmhhhh!

  9. Zcryptor

    Neue Ransomware verbreitet sich auch über USB-Sticks

  10. LTE-Nachfolger

    Huawei schließt praktische Tests für Zukunftsmobilfunk ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Hack von Rüstungskonzern Schweizer Cert gibt Security-Tipps für Unternehmen
  2. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben
  3. Veröffentlichung privater Daten AfD sucht mit Kopfgeld nach "Datendieb"

Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

  1. Re: Nein.

    Opferwurst | 21:56

  2. Re: Erschreckend

    azeu | 21:53

  3. Re: Gute Nummer!

    M3SHUGGAH | 21:53

  4. Re: Google hat die GPL getötet

    Lapje | 21:47

  5. Re: Vectoring verhindert Wettbewerb.

    RipClaw | 21:45


  1. 14:15

  2. 13:47

  3. 13:00

  4. 12:30

  5. 11:51

  6. 11:22

  7. 11:09

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel