Abo
  • Services:
Anzeige
Könnte gehackt werden: Bordcomputer im Flugzeugcockpit
Könnte gehackt werden: Bordcomputer im Flugzeugcockpit (Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)

Bordcomputer: Flugzeuge werden immer angreifbarer

Könnte gehackt werden: Bordcomputer im Flugzeugcockpit
Könnte gehackt werden: Bordcomputer im Flugzeugcockpit (Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)

Gefahr über den Wolken: Die Angst davor, dass Hacker in die Elektronik eines Flugzeuges eindringen könnten, wächst. Denn mit der zunehmenden Vernetzung der Maschinen steigt auch die Anzahl der Schwachstellen an Bord.

Anzeige

Es muss der Albtraum jedes Piloten sein: bei voller Geschwindigkeit die Kontrolle über das Flugzeug zu verlieren. Die Maschine geht in die Tiefe, und die Technik spielt verrückt. Doch nicht nur technische Pannen, wie im November 2014, als irregeleitete Bordcomputer einen Airbus auf dem Weg von Bilbao nach München in einen steilen Sinkflug zwangen, können solche Katastrophen verursachen, sondern auch gezielte Manipulationen von Dritten.

Terroristen könnten die Bordelektronik hacken und die Maschine zum Absturz bringen. Ganz unrealistisch ist das Szenario nicht. Der US-Sicherheitsexperte Chris Roberts soll sich laut einem FBI-Dokument (PDF) während eines Fluges mit United Airlines von Chicago nach Syracuse in das Computersystem der Maschine gehackt und so die Kontrolle über die Triebwerke gewonnen haben.

Das U.S. Government Accountability Office (GAO) warnte kürzlich in einem Bericht vor Cyberattacken in Flugzeugen. "Moderne Flugzeuge sind immer mehr mit dem Internet verbunden. Diese Verwobenheit kann potenziell unautorisierten ferngesteuerten Zugang zu den Avionik-Systemen des Flugzeugs verschaffen", heißt es in dem Bericht.

Trojaner an Bord

Immer mehr Fluggesellschaften bieten ihren Passagieren WLAN an Bord an. Sowohl der Boeing 787 Dreamliner als der Airbus A350 und A380 besitzen Wifi-Netze an Bord, die dasselbe Netzwerk wie die Avionik und damit die elektronischen Geräte an Bord nutzen. Das Cockpit ist indirekt mit der Kabine über eine geteilte IP-Adresse verbunden. Zwar sind die Verbindungen mit einer Firewall geschützt. Doch Hacker könnten diesen Schutzwall überwinden - und sich in das Inflight Entertainment oder WLAN einhacken.

In dem GAO-Bericht heißt es weiter: "Ein Virus oder Schadprogramm, die in eine von den Passagieren besuchte Website eingeschleust wurden, könnten eine Möglichkeit für einen bösartigen Angriff eröffnen, um Zugang zu den IP-verbunden Informationen der infizierten Maschine zu erlangen." Der Passagier wird so zum unfreiwilligen Komplizen. Wenn es gelänge, einen Trojaner in das Bord-System einzuschleusen, könnten Terroristen die Maschine kapern, ohne selbst an Bord zu sein.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat bereits vor sieben Jahren auf das Risiko von internetbasierten Kommunikationssystemen hingewiesen. Die Warnungen wurden ignoriert - bis zum jüngsten Vorfall. Der Sicherheitsforscher Ruben Santamarta sagte Golem.de: "Diese Art von Berichten ist nützlich, um ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen. Die Angriffsszenarien, die in dem Report beschrieben werden, können nicht gänzlich ausgeschlossen werden und sollten fallweise untersucht werden." Man sollte diese potenziellen Attacken proaktiv bearbeiten, anstatt zu warten, bis etwas passiert.

Sicherheitslücken in der Technik

Auf der Black Hat Conference im vergangenen Jahr in Las Vegas demonstrierte Santamarta bereits, wie man mit einem einfachen Programm in die Sicherheitsarchitektur eines Flugzeugs eindringen kann. Swift Broadband, ein IP-basiertes Kommunikationsnetz, das mit Satellitentechnik funktioniert und an das die wichtigsten elektronischen Geräte angeschlossen sind, könne über Wifi angegriffen werden, sagte Santamarta. Der Clou daran ist, dass man gar keinen physischen Zugriff auf die Schnittstellen braucht, sondern die Ports mit ein paar Zugangsdaten umgehen kann. Die Technik weist erhebliche Sicherheitslücken auf. Können sich Cyberkriminelle das zunutze machen?

"Es gibt keine generelle Antwort auf die Frage, ob man vom Wifi an Bord in die Avionik springen kann", sagt Cyber-Experte Santamarta. Es gebe Fälle, in denen es "physisch unmöglich" sei, einen Hackerangriff zu starten, in anderen Fällen wäre dies aber realistisch.

Mit Android Flugzeuge manipulieren 

eye home zur Startseite
Oldschooler 20. Mai 2015

Du scheinst ja der allwissende Indianer zu sein, dass du weißt was ALLE und was KEINER...

user_name2015 19. Mai 2015

Wenn Internet samt Wlan für die Fluggäste das gleiche Netzwerk verwenden, wie der...

RheinPirat 19. Mai 2015

Ich frage mich, wieso diese Systeme nicht auf der Hardwarebene getrennt werden? Sollte ja...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Metz Consumer Electronics GmbH, Zirndorf (bei Nürnberg/Fürth)
  2. Deutsche Telekom AG, Bonn
  3. FUCHS SCHMIERSTOFFE GmbH, Mannheim
  4. BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH, Freiburg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 134,98€
  2. 49,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 69,99€/149,99€/79,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Tipps für IT-Engagement in Fernost
  2. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Die Woche im Video

    Ausgesperrt, aufgehängt, aufgegeben

  2. 100 MBit/s

    Zusagen der Bundesnetzagentur drücken Preis für Vectoring

  3. Insolvenz

    Unister Holding mit 39 Millionen Euro verschuldet

  4. Radeons RX 480

    Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter

  5. Koelnmesse

    Tagestickets für Gamescom ausverkauft

  6. Kluge Uhren

    Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein

  7. Linux

    Nvidia ist bereit für einheitliche Wayland-Unterstützung

  8. Copyright

    Klage gegen US-Marine wegen 558.466-mal Softwarepiraterie

  9. Cosmos Rings

    Rollenspiel für die Apple Watch

  10. STARTTLS

    Keine Verschlüsselung mit der SPD



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Schwachstellen aufgedeckt: Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
Schwachstellen aufgedeckt
Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
  1. Vodafone EasyBox 804 Angeblich Hochladen von Schadsoftware möglich
  2. Cyber Grand Challenge Finale US-Militär lässt Computer als Hacker aufeinander los
  3. Patchday Sicherheitslücke lässt Drucker Malware verteilen

Nintendo auf dem Smartphone: Pokémon Go Out!
Nintendo auf dem Smartphone
Pokémon Go Out!
  1. Pokémon Go Monsterjagd im Heimatland
  2. Pokémon Go Verbraucherschützer reichen Abmahnung gegen Niantic ein
  3. Wearable Pokémon Go Plus grundsätzlich vorbestellbar

Miniscooter: E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
Miniscooter
E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
  1. Relativity Space Raketenbau ohne Menschen
  2. Surround-Video Nico360 filmt 360-Grad-Videos zwischen Fingerspitzen
  3. Besuch bei Senic Das Kreuzberger Shenzhen

  1. Re: Fragwürdiges Funktionsprinzip

    ve2000 | 11:03

  2. Re: Kann mit das bitte mal jemand für Laien erklären?

    Graveangel | 11:01

  3. Re: Und schon ist alles weg...

    lolig | 10:53

  4. Re: Na dann viel Glück..

    mr_tux | 10:51

  5. Re: Ein Gadget, was die Menschheit auch noch nie...

    igor37 | 10:45


  1. 09:01

  2. 18:26

  3. 18:00

  4. 17:00

  5. 16:29

  6. 16:02

  7. 15:43

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel