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Akkuschraubercup Töplitz
Akkuschraubercup Töplitz (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bobbycar extrem: Gas geben mit der Fahrradbremse

Akkuschraubercup Töplitz
Akkuschraubercup Töplitz (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Normalerweise sind sie rot und nerven Eltern mit Parkett- oder Fliesenfußboden wegen ihrer Plastikräder. Doch mit den richtigen Zutaten kann ein Bobbycar-Fahrer auch einen Strafzettel in einer 30er-Zone riskieren. Deswegen haben wir sie uns auf der Rennbahn angeschaut.

Luca steht freudestrahlend auf dem Siegerpodest und streckt seinen Pokal den jubelnden Zuschauern entgegen. Mit seinem schwarzen Flitzer hat er während der Wettfahrten seine Konkurrenten deutlich hinter sich gelassen. Luca ist erst elf, hat trotzdem fünf Jahre Rennerfahrung und sein Geschoss ist ein aufgemotztes Bobbycar. Wir haben uns seinen Rennwagen mit Akkuschrauber-Antrieb während des 10. Akkuschraubercups Töplitz näher angeschaut.

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Der Töplitzer Akkuschraubercup ist fast so alt wie der erste Wettbewerb dieser Art des bekannteren Akkuschrauberrennens des HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Während sich Letzteres allerdings an Studenten richtet und längst zum Kräftemessen angehender Ingenieure geworden ist, schrauben, fahren und jubeln in Töplitz Familien um die Wette.

Früh übt sich

Dazu gehören auch Holger und sein Sohn Luca. "Sein erstes Rennen fuhr Luca damals mit einem gemieteten Bobbycar" so Holger. Auch dieses Jahr stellte der veranstaltende Verein eine Reihe umgebauter Bobbycars für junge Piloten zur Verfügung. Genutzt wird das vor allem von den jüngsten Teilnehmern: In der kleinsten Rennklasse dürfen sich bereits Drei- bis Vierjährige hinters Steuer setzen und auf der gut 100 Meter langen Rundstrecke herumkurven - zur Sicherheit gut eingepackt mit Helm, Knie- und Ellbogenschützern wie alle anderen Teilnehmer auch.

  • Mit den entsprechenden Umbauten wird ein Bobbycar zum Rennauto. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über das Zahnrad treibt ein Zahnriemen (hier nicht im Bild) die Hinterachse an. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit seinem stark modifizierten Wagen gewann Luca überlegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In den höheren Rennklassen wird es schwerer, mitzuhalten, ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... denn dann kommen meist zwei Akkuschrauber als Antrieb zum Einsatz. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Modelle in der Freestyle-Klasse machen ihren Namen alle Ehren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Selbst die Kleinsten können auf Bobbycars schon um die Wette rasen, ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... angefeuert von Eltern, Freunden und Geschwistern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Mit den entsprechenden Umbauten wird ein Bobbycar zum Rennauto. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)


Sein erstes Rennen hat Luca begeistert. Und so entschieden Luca und Holger, ihr altes Bobbycar aus dem Keller zu holen und selbst Hand anzulegen. Einen Bauplan hatten sie nicht zur Hand, ihre Inspiration holten sie sich von den selbst gebauten Modellen anderer Teilnehmer.

Auf geht es in den Baumarkt

Ein akkuschrauberbetriebenes Bobbycar zu bauen, ist im Prinzip nicht schwer, der grundsätzliche Konstruktionsbetrieb war vor allem an den Mietmodellen des Vereins gut erkennbar. An das Heck des Bobbycars wird eine Holzplatte geschraubt. Daran wird mit Hilfe von Rohrschellen der Akkuschauber montiert. Am Akkuschrauber steckt ein Gummirad, das direkt eines der Hinterräder antreibt. Zum Gasgeben dient eine umfunktionierte Fahrradbremse. Die Bremsbacken drücken auf den Schalter des Akkuschraubers, der Handgriff wird zum Gaspedal. Der Griff findet seinen Platz auf einer Holzlatte an der Front, mit dem einem Fuß wird Gas gegeben, der andere ruht einfach auf der Holzlatte. Gebremst wird bei den Bobbycars mit den Füßen, nur bei den Freestyle- und Kettcar-Modellen schreiben die Regeln des Akkuschraubercups funktionierende Bremsen vor.

Es gibt immer was zu tun

So einfach die Konstruktion ist, Holger und Luca weisen uns auf die Mängel hin: "Beim Gummirad-Antrieb gibt es zu viel Verlust". Deshalb haben die beiden ihr Bobbycar mit einem Riemenantrieb ausgerüstet. Das zog aber einen weiteren Umbau nach sich. Denn die direkte Verbindung zwischen Antrieb und Hinterradachse führt zum abrupten Bremsen der Hinterräder, wenn der Akkuschrauber sich nicht mehr dreht. Die Lösung war der Einbau eines Freilaufs an der Hinterachse. Der notwendige Umbau einer Fahrrad-Freilaufnabe erforderte Dreharbeiten, die Holger dank der Hilfe eines Freundes umsetzen konnte. Alle anderen Teile konnte Holger über das Internet kaufen.

Schritt für Schritt wurden weitere Verbesserungen vorgenommen: Die Achsen ruhen auf Kugellagern und die Plastikräder wurden gegen luftbereifte Räder ausgetauscht. Laut Holger bringen diese Räder gerade bei feuchter Strecke Vorteile. Den richtigen Kick gibt ein Profi-Akkuschrauber von Makita mit einem 18-Volt-/4.000-mAh-Akku, ein Geschenk von Opa für seinen Enkel. Alle diese Maßnahmen liegen noch im Reglement des Cups, nur Veränderungen am Akkuschrauber, insbesondere dessen Elektronik, sind nicht zulässig.

Heizen auf der Ideallinie 

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DebugErr 15. Sep 2016

Ja wieso, bist du etwa nicht Mitglied?

Moe479 14. Sep 2016

technikaffine elternteile ... also wenns nicht zum formel star selbst gereicht hat muss...

mxcd 14. Sep 2016

Also eigentlich geben sie mit dem Bremshebel "Gas" und nicht mit der Bremse. *ja ist...

Dwalinn 13. Sep 2016

In meinem alter waren diese elektrischen Autos immer ein Traum nur natürlich total Teuer...

sfe (Golem.de) 13. Sep 2016

Bevor das hier noch weiter abrutscht: closed. Die Kritik & das Lob wurden...



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