Anzeige
Der Flugzeughersteller Airbus stellt Strafanzeige wegen des Verdachts der Industriespionage stellen.
Der Flugzeughersteller Airbus stellt Strafanzeige wegen des Verdachts der Industriespionage stellen. (Bild: Regis Duvignau/Reuters)

BND-Affäre: Airbus stellt Strafanzeige wegen Industriespionage

Der Flugzeughersteller Airbus stellt Strafanzeige wegen des Verdachts der Industriespionage stellen.
Der Flugzeughersteller Airbus stellt Strafanzeige wegen des Verdachts der Industriespionage stellen. (Bild: Regis Duvignau/Reuters)

Der Flugzeughersteller Airbus zeigt sich alarmiert wegen der jüngsten Berichte zur NSA-Spionage. Auch die EU-Kommission fordert Aufklärung, ob sie mit Hilfe des BND überwacht wurde.

Anzeige

Der Airbus-Konzern will wegen der Spionageaffäre um den US-Geheimdienst NSA und den Bundesnachrichtendienst (BND) Anzeige erstatten. "Wir haben die Bundesregierung um Auskunft gebeten. Wir werden jetzt Strafanzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts der Industriespionage stellen", sagte ein Sprecher des Flugzeugherstellers am Donnerstagabend in München nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa.

Schon im vergangenen Oktober war bekanntgeworden, dass die NSA die vom BND überwachte Kommunikation auch nach Begriffen wie EADS und Eurocopter durchsucht haben wollte. In den vergangenen Tagen gab es zudem Berichte, wonach die NSA dem deutschen Dienst tausende Selektoren geliefert haben soll, die gegen deutsche und europäische Interessen gerichtet gewesen sein könnten. Auch der Vorwurf der Wirtschaftsspionage stand im Raum, wobei zuletzt davon die Rede war, dass eher politische Ziele innerhalb Europas wie die französische Regierung oder die EU-Kommission das Ziel der NSA gewesen sein könnten.

"Wir sind uns bewusst, dass wir als großes Unternehmen unserer Branche Ziel und Gegenstand von Ausspähmaßnahmen sind. Hier sind wir allerdings alarmiert, weil der konkrete Verdacht der Industriespionage im Raum steht", sagte der Sprecher. Eigene Erkenntnisse dazu habe man nicht.

Angesichts der neuen Berichte hatte auch der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, Kritik geäußert. Das Verhältnis zwischen Staat und Industrie sei wegen der Affäre erheblich belastet, hatte er Spiegel Online gesagt. "Niemand darf hier zur politischen Tagesordnung übergehen."

Auch EU-Kommission fordert Aufklärung

Aufklärung in der Affäre fordert inzwischen auch die EU. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte am Donnerstag in Brüssel: "Das muss von den deutschen Behörden, auch den parlamentarischen, geklärt werden. Und dann werden wir sehen." Juncker antwortete auf die Frage, ob er dem Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zustimme, wonach Ausspähen unter Freunden gar nicht gehe, knapp mit: "Ja." Zudem fügte der Kommissionspräsident hinzu, dass er nicht über Geheimdienst-Informationen verfüge über das, was in Deutschland vor sich gegangen sei. "Somit wäre es unverantwortlich, darauf eine eindeutige Antwort zu geben. Ich weiß nicht, was geschehen ist."

Juncker konnte nichts dazu sagen, ob auch die EU-Kommission ausspioniert wurde. Er sagte: "Ich weiß nicht, ob deutsche Agenten hier aktiv sind." Der ehemalige Luxemburger Regierungschef fügte hinzu, er wisse aus persönlicher Erfahrung, dass es sehr schwierig sei, die Geheimdienste unter Kontrolle zu halten. 2013 war Junckers Regierung in Luxemburg an einer Geheimdienst-Affäre zerbrochen. "Ich bin ja eine Art Spezialist für Geheimdienste", sagte Juncker.


eye home zur Startseite
Ach 03. Mai 2015

Was ich vorne weg als absolut unangenehm empfinde, das ist wenn man von dem Ami spricht...

chromosch 03. Mai 2015

Ein Embargo gegen einen unserer größten Handelspartner und die mit Abstand stärkste...

madly-badly 01. Mai 2015

(O-Ton Politiker und Ehefrau beim Einkaufen) " ... ist das Deine Drohne oder meine Drohne...

Rababer 01. Mai 2015

Genau, das würde nämlich bedeuten dass diese Politik einen Fehler gemacht hätte... und...

Steffo 01. Mai 2015

Ja ne is klar!

Kommentieren



Anzeige

  1. Manager Software Development (m/w)
    TAKATA AG, Berlin und Aschaffenburg
  2. Projektingenieur MES (m/w)
    Roche Diagnostics GmbH, Mannheim
  3. Java Software-Entwickler (m/w)
    Clausohm-Software GmbH, Neverin, Berlin, Aachen
  4. IT Spezialist Datensicherung (m/w)
    Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. NUR BIS SONNTAG: 10 Blu-rays für 50 EUR
    (u. a. Indiana Jones, Lucy, Jack Reacher, Cooties, Airport, Big Jake)
  2. VORBESTELLBAR: Batman v Superman: Dawn of Justice Ultimate Collector's Edition (inkl. 3D-Steelbook & Batman Figur) (exklusiv bei Amazon
    139,99€
  3. Game of Thrones [dt./OV] Staffel 6
    (jeden Dienstag ist eine neue Folge verfügbar)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Ultra Compact Network

    Nokia baut LTE-Station als Rucksacklösung

  2. Juniper EX2300-C-12T/P

    Kompakt, lüfterlos und mit 124 Watt Powerbudget

  3. Vorratsdatenspeicherung

    Alarm im VDS-Tresor

  4. Be Quiet Silent Loop

    Sei leise, Wasserkühlung!

  5. Kryptowährung

    Australische Behörden versteigern beschlagnahmte Bitcoins

  6. ZUK Z2

    Android-Smartphone mit Snapdragon 820 für 245 Euro

  7. Zenbook 3 im Hands on

    Kleiner, leichter und schneller als das Macbook

  8. Autokauf

    Landgericht Köln entdeckt, dass SMS sich löschen lassen

  9. Toughpad FZ-B2 Mk 2

    Panasonic zeigt neues Full-Ruggedized-Tablet mit Android

  10. Charm

    Samsungs Fitness-Tracker mit langer Laufzeit kostet 30 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
GPD XD im Test: Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
GPD XD im Test
Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
  1. Gran Turismo Sport Ein Bündnis mit der Realität
  2. Xbox Scorpio Schneller als Playstation Neo und mit Rift-Unterstützung
  3. AMD Drei Konsolen-Chips für 2017 angekündigt

Xperia X im Hands on: Sonys vorgetäuschte Oberklasse
Xperia X im Hands on
Sonys vorgetäuschte Oberklasse
  1. Die Woche im Video Die Schoko-Burger-Woche bei Golem.de - mmhhhh!
  2. Android 6.0 Ein großer Haufen Marshmallow für Samsung und Co.
  3. Google Android N erscheint auch für Nicht-Nexus-Smartphones

Oracle vs. Google: Wie man Geschworene am besten verwirrt
Oracle vs. Google
Wie man Geschworene am besten verwirrt
  1. Oracle-Anwältin nach Niederlage "Google hat die GPL getötet"
  2. Java-Rechtsstreit Oracle verliert gegen Google
  3. Oracle vs. Google Wie viel Fair Use steckt in 11.000 Codezeilen?

  1. nur helligkeit und blinken (hinten) zählt

    narfomat | 21:49

  2. Re: Funktioniert auch mit VLC

    MeisterLampe2 | 21:44

  3. Re: was nützs, wenn darauf windows läuft?

    nr69 | 21:42

  4. Re: "..sichtlich genossen.."

    User_x | 21:40

  5. Re: Und da schiesst sich die AFD auf Boateng ein

    Hardcoreler | 21:39


  1. 19:26

  2. 18:41

  3. 18:36

  4. 18:16

  5. 18:11

  6. 17:31

  7. 17:26

  8. 16:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel