Blackberry-Push-Dienst IBM hat Interesse an RIMs Server-Backoffice-Sparte

IBM prüft einen Kauf der Enterprise-Services-Sparte von RIM, die mit Groupware-Systemen in den Unternehmen kommuniziert und E-Mail und Kalendereinträge bereitstellt.

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IBM soll Research In Motion wegen der Übernahme seiner Enterprise-Services-Sparte kontaktiert haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei unternehmensnahe Quellen. Offizielle Verhandlungen zwischen dem Blackberry-Hersteller und IBM gebe es jedoch nicht, so Bloomberg.

Sprecher von IBM und RIM wollten den Bericht nicht kommentieren.

Einen Bieter für das gesamte Unternehmen hat RIM nicht, derzeit führt das Unternehmen offenbar keine Verkaufsverhandlungen. Der schwer angeschlagene kanadische Konzern wartet eher noch ab, bis 2013 die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 erscheinen. Laut einem Bericht vom 30. Mai 2012 hat RIM die Banken J.P. Morgan Securities und RBC Capital Markets engagiert, um einen Verkauf des gesamten Unternehmens oder einzelner Teile zu prüfen.

RIM erwirtschaftete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 einen Verlust von 518 Millionen US-Dollar. Der Umsatz ging um 43 Prozent auf 2,81 Milliarden US-Dollar zurück. Der Blackberry-Verkauf gab von 13,2 Millionen Geräten im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 7,8 Millionen nach. 5.000 der 16.500 Arbeitsplätze im Unternehmen werden abgebaut. Die Zahl der Fabriken wird von zehn auf drei reduziert, Teile der Reparaturdienstleistungen sollen ausgelagert werden.

RIMs Enterprise-Services bieten einen Push-Dienst, der durch den BES bereitgestellt wird und mit Groupware-Systemen in den Unternehmen kommuniziert. Die RIM-Server überwachen die E-Mail-Konten der Nutzer auf eingehende Nachrichten und leitet sie dann verschlüsselt an das Mobile Routing Center (MRC) von RIM weiter, das die E-Mails an die Mobilfunkunternehmen schickt, die sie dann an die Blackberrys übertragen. Auf diesem Weg werden auch Kalendereinträge, Aufgabenliste, Adressen und Datenkommunikation bereitgestellt. Vom Blackberry aus erfolgt die Datenübertragung auch in umgekehrte Richtung auf die Groupware-Systeme. Der BES kann auch Software auf Blackberrys installieren. Die gesamte Kommunikation zwischen dem Blackberry Enterprise Server und den Blackberry-Endgeräten ist verschlüsselt.


karuso 10. Aug 2012

Damit muss man doch sowieso rechnen wenn es mit RIM so weitergeht, denn dann sind die...

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