Bios-Alternative: Google unterstützt Coreboot für weiteres Chromebook
Coreboot für das Chromebook HP Pavilion 14 (Bild: HP)

Bios-Alternative Google unterstützt Coreboot für weiteres Chromebook

Nach dem Samsung-ARM-Chromebook und dem Acer C7 unterstützt Google nun auch Coreboot für das HP Pavilion 14. Kritiker bemängeln an den Chromebooks jedoch ein noch verschlosseneres System als bei Secure-Boot.

Anzeige

Der Google-Entwickler Stefan Reinauer hat die Coreboot-Unterstützung für das Buttefly-Chromebook veröffentlicht, das als HP Pavilion im Handel verfügbar ist. Neben Samsungs ARM Chromebook und dem Acer C7 ist das Gerät von HP damit bereits das dritte aktuelle Chromebook, für das Google an der Umsetzung der freien Firmware arbeitet.

Von Coreboot verspricht sich Google wohl hauptsächlich schnellere Startzeiten der Laptops. Denn Coreboot initialisiert anders als das traditionelle Bios nur die Hardware und lagert die Startlogik in einem sogenannten Payload. Diese können Bootloader wie Grub oder das U-Boot sein, aber auch der Linux-Kernel, welcher im Flash-Speicher auf dem Mainboard liegen kann.

Neben der Hardwareunterstützung für Mainboards und Chips bezahlt Google die Entwickler Reinauer und David Hendricks aber auch an der Umsetzung von UEFI als Coreboot-Payload. Dazu hat das Team Intels freie UEFI-Implementierung Tianocore portiert.

Abgeschottetes System

Obwohl Google bei den Chromebooks auf freie Software setzt, kritisierte der Entwickler Matthew Garrett das Sicherheitskonzept der Rechner scharf. Garrett arbeitet an der Umsetzung von Secure Boot in Linux und schrieb, die Laptops seien stärker verriegelt als jedes Windows-8-Gerät.

Denn ähnlich wie bei Secure Boot verifiziert auch die Chromebook-Firmware den eingesetzten Kernel und dieser das Dateisystem. Doch selbst kompilierte Software lasse sich nicht mit diesem Sicherheitssystem nutzen, da Google weder einen Signierdienst anbiete noch eine Möglichkeit geschaffen habe, eigene Schlüssel in der Firmware zu hinterlegen.

Doch genau diese Dienste bietet Microsoft an. Bei Google hingegen müssten Nutzer "zwischen Sicherheit und Freiheit wählen". Denn es lässt sich zwar eigene Software installieren, doch nur nachdem dies in der Firmware aktiviert wurde, wodurch der Sicherheitsbonus verloren geht.


Casandro 13. Feb 2013

5%? Das wäre mehr als der reale Anteil an Windows Notebooks.

PG 12. Feb 2013

Wenn ein Benutzer die Kiste öffnen will, reicht entweder der Entwicklerschalter (in...

Kommentieren



Anzeige

  1. Doktorand (m/w) Industrie 4.0
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. Backend Developer / NodeJS (m/w)
    audibene GmbH, Berlin
  3. Software-Systemarchitekt (m/w) für Kommunikations- und Informationssysteme
    Siemens AG, Erlangen
  4. SAP-ABAP-Entwickler (m/w)
    Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH, Kemnath bei Bayreuth

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bundesgerichtshof

    Ärzte müssen Bewertungen im Internet dulden

  2. Apt

    Buffer Overflow in Debians Paketmanagement

  3. Impera i10G

    Allview stellt neues Windows-Tablet für 280 Euro vor

  4. Payment Blocking

    Bundesländer verbieten über 100 Glücksspielseiten

  5. 125 Jahre Nintendo

    Zum Geburtstag mehr Mut

  6. Android

    Google Now zeigt jetzt günstigere Flüge an

  7. Abstimmung

    Streiks bei Amazon auf drei Tage verlängert

  8. Eemshaven

    Google baut riesiges Rechenzentrum in Europa

  9. Neue Android-Version

    Google-Entwickler diskutieren bereits über Android M

  10. Dead Man Zone

    Totmannschalter im Darkweb



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Wasteland 2: Abenteuer in der postnuklearen Textwüste
Test Wasteland 2
Abenteuer in der postnuklearen Textwüste
  1. Wasteland 2 Fallout für Toaster-Reparierer

VarioPlace: Industriemaschinen zu einem bezahlbaren Preis bauen
VarioPlace
Industriemaschinen zu einem bezahlbaren Preis bauen
  1. Allplay-Smarthome-Demonstration Qualcomms Alljoyn wird breit unterstützt
  2. Siemens Backofen und Spülmaschine mit WLAN
  3. Studie Internet der Dinge entpuppt sich als Stromfresser

Cryptophone: Verschlüsselung nicht für jedermann
Cryptophone
Verschlüsselung nicht für jedermann
  1. Bayern Datenschutzbeauftragter mahnt mangelnde Verschlüsselung an
  2. IT-Sicherheit Doom auf gehackten Druckern installiert
  3. Security Heartbleed-Lücke war zuvor nicht bekannt

    •  / 
    Zum Artikel