Bioprinting Modern Meadow druckt Schnitzel

Das US-Unternehmen Modern Meadow entwickelt eine Technik, um Fleisch aus einer Biotinte per 3D-Drucker herzustellen. Das Fleisch aus dem Drucker soll eine bessere Ökobilanz haben.

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Schlachten war gestern - geht es nach Modern Meadow, kommen Steaks, Schnitzel sowie Schuhe und andere Lederprodukte in Zukunft nicht mehr von der Kuh, sondern aus dem 3D-Drucker. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Missouri hat eine sechsstellige Summe von der Stiftung des Investmentmanagers Peter Thiel erhalten, um die Bioprinting-Technik weiterzuentwickeln.

Fleisch aufbauen

Modern Meadow entwickelt Bioprinting, eine Technik, mit der essbares Fleisch aus lebenden Zellen aufgebaut werden soll. Grund sei, dass die Aufzucht von Schlachtvieh für den Fleischverzehr eine sehr schlechte Ökobilanz habe und dass Massentierhaltung unethisch sei.

Das Fleisch soll aus einer Biotinte gedruckt werden, in der sich verschiedene Zelltypen befinden, erklärt Modern Meadow in einem Förderantrag, den das Unternehmen beim US-Landwirtschaftsministerium eingereicht hat. Der Einsatz eines 3D-Druckers sorge dafür, dass das Fleisch eine beständige Form habe. Es müsse anschließend noch in einem Bioreaktor reifen.

Tissue Engineering für Nahrungsmittelproduktion

Die beiden Gründer Gabor und Andras Forgacs haben bereits das Bioprinting-Unternehmen Organovo gegründet. Das stellt Gewebe für medizinische Zwecke her, etwa die Entwicklung und das Testen von Medikamenten. Es soll auch für Transplantationen genutzt werden. Modern Meadow will das sogenannte Tissue Engineering auch in der Nahrungsmittelproduktion einsetzen.

Dafür haben Vater und Sohn Forgacs Finanzmittel von der Thiel Foundation im Rahmen von deren Programm Breakout Labs erhalten. Einen genauen Betrag hat die Stiftung nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenangebots Cnet liegen die Forschungszuschüsse der Breakout Labs zwischen 250.000 und 350.000 US-Dollar.

Lösung für ein globales Problem

"Modern Meadow kombiniert regenerative Medizin mit dem 3D-Druck, um sich eine wirtschaftliche und mitfühlende Lösung für ein globales Problem vorzustellen", erklärt Breakout-Labs-Leiterin Lindy Fishburne. "Wir hoffen, unsere Unterstützung wird sie durch das frühe Entwicklungsstadium bringen, damit sie ihre spannende Vision umsetzen können."

Breakout Labs finanziert nach eigenen Angaben ungewöhnliche Projekte junger Unternehmen. Breakout Labs ist ein Programm der Thiel Foundation, die von Peter Thiel gegründet wurde. Thiel ist Investor und war zeitweise Chef von Paypal.


SSD 23. Aug 2012

Dann ist das wirklich ein Problem, wüsste gern, wieviel Kapital der Staat bräuchte, um...

Bernd Schröder 21. Aug 2012

*facepalm* Ich meinte den Einwand natürlich innerhalb deines Arguments, die ganzen...

teenriot 21. Aug 2012

Er hat nichts gesagt das es einfach ist, sondern er hat gesagt das der Aufwand die...

Tryce 21. Aug 2012

Meinst du zufällig die Länder, in die die EU Uberschüssige Lebensmittel zB Milch...

Nemesis2002 21. Aug 2012

Vielleicht sind gedruckte Steaks besser wie das was bisher als "Pink Slime" eingesetzt...

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