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Biohacker im Heimlabor
Biohacker im Heimlabor (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Die Natur ist der erfolgreichste Biohacker

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"Das Gesetz ist grauenhaft veraltet und ergibt in Anbetracht neuer Erkenntnisse keinen Sinn mehr", sagt Trojok. Die Natur experimentiere selbst ständig mit dem Code. Bakterien im Darm tauschten ununterbrochen ihre Plasmide aus. Das sind Datenträger mit Erbinformationen, die wie ein Backup an andere Bakterien weitergegeben werden. Um gemeinsam zu überleben, muss jeder Organismus das aktuelle Update haben. "Die Natur kann mit diesen ständigen Veränderungen durchaus umgehen", sagt Trojok.

Der Biohacker sucht in seiner Küche ein Sieb. Es gibt keins. Der Aufsatz einer Zitronenpresse tut es auch. Improvisieren ist ein fester Bestandteil des Biohackings, denn Geld ist knapp. Die Hobbyforscher müssen alles selbst bezahlen. Ein Schnellkochtopf wird zum Autoklav, einem Laborgerät zum Sterilmachen von Laborgeräten und Abtöten von Bakterien. Geschirrspülmittel wird zum Beispiel zur Beschleunigung von biochemischen Vorgängen eingesetzt. So wie bei dem Versuch, die Erbinformationen aus einer Zelle herauszuholen. Eine Zellmembran besteht aus Fett. Das Geschirrspülmittel löst sie auf. Die DNA wird sichtbar.

Programmrezepte werden ausgetauscht

Trojok ist fest davon überzeugt, dass Biohacker irgendwann so weit sind, professionelle Forschungen zu betreiben - in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren vielleicht, schätzt er. Dann könnten Hobbygenforscher möglicherweise sogar entscheidende Innovationen in medizinischen Bereichen zum Beispiel bei der Krebsbekämpfung mitbeeinflussen. "Der erste Schritt ist gemacht, indem sich eine Community gebildet hat. Im Laufe der Zeit sammelt sich immer mehr Wissen an, indem Protokolle ausgetauscht und aufgearbeitet werden." Protokolle sind wie Rezepte für Forschungsabläufe. Auch für die Vermehrung von Aliivibrio fischeri gibt es eins.

In seinem Hobbylabor kippt Trojok eine Flüssigkeit in eine Petrischale. Das flüssige Agar verwenden die Hobbyforscher, um ein steriles Umfeld für die Leuchtbakterien zu schaffen, damit keine anderen Organismen das Wachstum beeinflussen können. Wenn die Gelatine fest geworden ist, wird Sarah die Fischstücken darauflegen und mit dem Sud bestreichen. Darin befinden sich die Bakterien, die sich vermehren sollen - in den nächsten zwei Tagen. Wer das Leben programmieren will, braucht Geduld.

 Die mutierte Bäckerhefe

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DER GORF 06. Dez 2013

LOL; die hatte ich ganz vergessen! xD War das nicht die mit dem Typen mit den 2...

Eheran 06. Dez 2013

Noch eine Anmerkung: Um wirklich das Genom - kontrolliert - zu manipulieren wäre ein um...

Tuxianer 05. Dez 2013

Dem Autor des initialen Beitrages kann nur zugestimmt werden. Die beschwichtigenden...

DER GORF 04. Dez 2013

Das ist so ein Syndrom von Leuten die eigentlich schon alles haben. Fortschritt...

kossi 04. Dez 2013

Was meinen Beitrag zum "Dokumentarfilm" betrifft, beziehe ich mich auf den Auszuf aus dem...



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