Abo
  • Services:
Anzeige
Harvard-Forscher Lieber: Gewebe und Elektronik nicht mehr zu unterscheiden
Harvard-Forscher Lieber: Gewebe und Elektronik nicht mehr zu unterscheiden (Bild: Kris Snibbe/Harvard)

Bioengineering: Künstliches Gewebe mit integrierten Nanosensoren

Harvard-Forscher Lieber: Gewebe und Elektronik nicht mehr zu unterscheiden
Harvard-Forscher Lieber: Gewebe und Elektronik nicht mehr zu unterscheiden (Bild: Kris Snibbe/Harvard)

Wenn das kein Cyborg ist: künstlich gezüchtetes Gewebe, in das Sensoren gleich integriert sind. Das Gewebe wächst um die Nanosensoren, so dass diese das ganze Gewebe durchdringen. Forscher können so Vorgänge im Gewebe beobachten, ohne in dieses eingreifen zu müssen.

Ein Cyborg-Gewebe haben US-Forscher entwickelt: Sie haben einen Weg gefunden, Nanodrähte in künstlich geschaffenes Gewebe zu integrieren, schreiben die Forscher der Harvard-Universität und des Massachusetts Institute of Technology in der Fachzeitschrift Nature Materials.

Anzeige

Im lebenden Gewebe überwacht das vegetative Nervensystem Parameter wie pH-Wert oder Sauerstoffgehalt und reagiert, wenn diese nicht dem Normalwert entsprechen. "Wir müssen in der Lage sein, die internen Feedbackschleifen, die der Körper herausgebildet hat, nachzuahmen, um die Kontrolle auf Zell- und Gewebestufe zu behalten", erklärt Harvard-Mediziner Daniel Kohane. Ihre Methode soll das ermöglichen.

Nanonetz

Die Forscher haben zunächst ein Netz aus Silizumnanodrähten geschaffen. Diese dienen als Sensoren. Das geschieht ähnlich, wie Mikrochips geätzt werden. Das Netz kann in dreidimensionale Strukturen gefaltet oder gerollt werden. Die Zellen wachsen dann um diese 3D-Struktur herum.

Ziel sei, "Gewebe und Elektronik so zu verbinden, dass unmöglich zu unterscheiden ist, wo das Gewebe aufhört und die Elektronik anfängt", erklärt Charles Lieber von der Harvard-Universität. Das scheint gelungen: Die Forscher schufen ein künstliches Gewebe aus Herz- und Nervenzellen. Mit Hilfe der Nanodrähte konnten sie im Gewebe elektrische Signale der Zellen messen sowie Veränderungen erfassen, die als Reaktion auf Medikamente auftraten. Außerdem haben sie per Bioengineering ein Blutgefäß geschaffen, in dem sie Veränderungen des pH-Wertes messen konnten.

Keine Störung

"Momentan sind die Methoden, lebende Zellen zu überwachen oder mit ihnen zu interagieren, beschränkt", sagt Lieber. Wenn die Aktivität in Zellen mit elektronischen Geräten gemessen werde, zerstöre das die Zellen. "Mit dieser Technik können wir zum ersten Mal auf dem gleichen Maßstab arbeiten wie die Einheit eines biologischen Systems, ohne dieses zu stören."

Mögliche Anwendungen gibt es laut Lieber diverse. Naheliegend sei die Arzneimittelentwicklung, sagte er: Die Forscher könnten sehen, wie ein Medikament auf ein dreidimensionales Gewebe einwirke statt nur auf eine dünne Lage einer Zellkultur. Eine andere könnten Implantate sein.


eye home zur Startseite
Mr_Corleone 28. Aug 2012

Wäre schön wenn du das ein bisschen argumentieren würdest (:



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Stuttgart (Home-Office möglich)
  2. Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, Heilbronn, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg
  3. über Hays AG, Karlsfeld
  4. Thalia Bücher GmbH, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 3x B12-PS 120mm für 49,90€, 3x B14-1 140mm für 63,90€)
  2. (u. a. 5€ Gratis-PSN-Guthaben zur PlayStation-Plus-Mitgliedschaft)

Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo

    Super Mario Run für iOS läuft nur mit Onlineverbindung

  2. USA

    Samsung will Note 7 in Backsteine verwandeln

  3. Hackerangriffe

    Obama will Einfluss Russlands auf US-Wahl untersuchen lassen

  4. Free 2 Play

    US-Amerikaner verzockte 1 Million US-Dollar in Game of War

  5. Die Woche im Video

    Bei den Abmahnanwälten knallen wohl schon die Sektkorken

  6. DNS NET

    Erste Kunden in Sachsen-Anhalt erhalten 500 MBit/s

  7. Netzwerk

    EWE reduziert FTTH auf 40 MBit/s im Upload

  8. Rahmenvertrag

    VG Wort will mit Unis neue Zwischenlösung für 2017 finden

  9. Industriespionage

    Wie Thyssenkrupp seine Angreifer fand

  10. Kein Internet

    Nach Windows-Update weltweit Computer offline



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Steep im Test: Frei und einsam beim Bergsport
Steep im Test
Frei und einsam beim Bergsport
  1. PES 2017 Update mit Stadion und Hymnen von Borussia Dortmund
  2. Motorsport Manager im Kurztest Neustart für Sportmanager
  3. NBA 2K17 10.000 Schritte für Ingame-Boost

Gigaset Mobile Dock im Test: Das Smartphone wird DECT-fähig
Gigaset Mobile Dock im Test
Das Smartphone wird DECT-fähig

Civilization: Das Spiel mit der Geschichte
Civilization
Das Spiel mit der Geschichte
  1. Civilization 6 Globale Strategie mit DirectX 12
  2. Take 2 GTA 5 saust über die 70-Millionen-Marke
  3. Civilization 6 im Test Nachhilfestunde(n) beim Städtebau

  1. Re: vergleichbar mit glücksspiel

    ChristianKG | 09:04

  2. IT News für Profis oder gekaufter Positiv-Artikel...

    Rettum | 08:59

  3. Re: Bricked = Backsteine, srsly?

    PhilSt | 08:44

  4. Re: Diese ganzen angeblichen F2P sollte man...

    Lasse Bierstrom | 08:32

  5. Re: Das Ultimative Update

    blabba | 08:07


  1. 17:27

  2. 12:53

  3. 12:14

  4. 11:07

  5. 09:01

  6. 18:40

  7. 17:30

  8. 17:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel