Bigpoint Mobilestudio geschlossen, Internationalisierung verstärkt

Umbau beim Hamburger Browser-Games-Anbieter Bigpoint: Die Firma will bei Mobilegames stärker mit externen Entwicklern zusammenarbeiten, dafür aber bei der Internationalisierung mit Niederlassungen in wichtigen Auslandsmärkten selbst vertreten sein.

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Im Zuge einer umfassenden Neustrukturierung schließt der Hamburger Publisher Bigpoint sein internes Studio für Mobilegames. Rund 30 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Von gut zehn Spielen, die sich zuletzt in der Produktion befanden, sind einige fertig - sie sollen in den kommenden Wochen erscheinen, der Rest wird eingestellt. Die Firma will künftig nicht mehr auf interne Entwicklungen setzen, sondern die Zusammenarbeit mit externen Studios suchen und sich stärker darauf konzentrieren, das bei Browsergames erfolgreiche Modell des Vertriebsnetzes auf den mobilen Bereich auszuweiten.

Außerdem will sich Bigpoint ab sofort stärker darauf konzentieren, was man als eigene Kernkompetenzen betrachtet: die Entwicklung und der internationale Vertrieb von Games. Deshalb werden die Niederlassungen in Paris, London, Madrid, San Francisco und São Paulo ausgebaut, Eröffnungen von Vertriebsniederlassungen an neuen Standorten folgen in Kürze, und für die wichtigsten Spiele werden weitere Mittel bereitgestellt. Externe Entwickler sollen die Möglichkeit haben, ihre Spiele im gesamten Bigpoint-Netzwerk zu veröffentlichen.

"In den vergangenen Jahren ist Bigpoint unglaublich schnell gewachsen und aus dem kleinen Start-up wurde ein international erfolgreiches Unternehmen mit Partnern und Kunden auf der ganzen Welt. Wir sind aus der ursprünglichen Struktur herausgewachsen", so Gründer und Chef Heiko Hubertz. "Wir wollen die besten Onlin-Ggames in unserem Portfolio anbieten - unabhängig davon, ob sie intern oder extern entwickelt worden sind. Und wir wollen auf jedem Markt, auf dem wir vertreten sind, weiterhin die Nummer 1 der Online-Games-Publisher sein."

Dazu baut Hubertz das Management von Bigpoint um. Neu im Team ist Christian Unger, der Bigpoint bei der Umsetzung der neuen Unternehmensstruktur sowie bei den nächsten Schritten in Richtung internationales Wachstum unterstützen soll; zuletzt war Unger Chef der Ringier AG, der größten Schweizer Mediengruppe. Der zweite Neuzugang Khaled Helioui, der die Leitung der gesamten Produktabteilung von der Entwicklung neuer Spiele bis hin zum Life-Cycle-Management von Titeln wie Battlestar Galactica Online und Drakensang Online übernehmen soll. Khaled war zuvor bei TA Associates tätig, einem internationalen Private-Equity-Unternehmen, wo er von 2009 bis Mai 2012 die Technologiebranche betreute und maßgeblich an der Investition in Bigpoint beteiligt war.


dabbes 20. Jul 2012

mit absoluter kontrolle und Macht über die Spiele bzw. deren Geldfluss. Clever! Warum...

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