Bigpoint: Entlassungen und Rückzug von Gründer Heiko Hubertz
Heiko Hubertz, CEO Bigpoint (Bild: Bigpoint)

Bigpoint Entlassungen und Rückzug von Gründer Heiko Hubertz

Das Geschäft mit Browser Games ist in der Krise - jetzt erfasst es auch den Branchenprimus Bigpoint: Das Unternehmen entlässt 120 Mitarbeiter, Gründer und Chef Heiko Hubertz wechselt demnächst in den Aufsichtsrat.

Anzeige

Schon viele deutsche Publisher und Entwickler haben den Schritt auf den nordamerikanischen Markt gewagt, fast immer folgte wenig später der Rückzug. Auch Bigpoint hat in den USA offensichtlich weniger Erfolg als erhofft: Das Unternehmen kündigt die Schließung seines Studios in San Francisco an und entlässt dort alle 40 Mitarbeiter. Auch am Stammsitz in Hamburg verlieren 80 Mitarbeiter aus allen Bereichen ihren Arbeitsplatz. Bereits im Juli 2012 hatte Bigpoint bei der Schließung seines auf Mobile Games spezialisierten Studios in Hamburg rund 30 Mitarbeitern gekündigt.

Heiko Hubertz, der als Gründer und Chef von Bigpoint zuletzt auch die Niederlassung in San Francisco geführt hatte und mit 30,5 Prozent der größte private Anteilseigner ist, verkündet gleichzeitig zum Jahresende den Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrates. "Ich glaube weiter an das Unternehmen, aber ich möchte mich nicht mehr jeden Tag um jedes Detail kümmern", sagte Hubertz der Financial Times Deutschland. Alleiniger Vorstandschef wird vorübergehend Christian Unger, früherer Chef des Schweizer Medienunternehmens Ringier, der erst seit Juli 2012 bei Bigpoint ist.

2011 hatte Bigpoint seinen Umsatz um 46 Prozent auf rund 143 Millionen Euro und den Gewinn um 34,5 Prozent auf rund 33 Millionen Euro gesteigert. Zahlen für 2012 liegen noch nicht vor, sie sollen aber unterhalb der Erwartungen liegen. Der Markt für Free-to-Play-Spiele kämpft derzeit aufgrund der niedrigen Eintrittsschwellen mit Überkapazitäten und einem schlechten Image.

Hubertz hatte kürzlich darauf hingewiesen, dass die Preise für die Bewerbung seiner Browser Games über Suchmaschinen aufgrund der starken Konkurrenzsituation massiv gestiegen sind und kaum noch eine profitable Vermarktung zulassen. Er erwartet für 2013 weitere Schwierigkeiten, aber allmählich auch eine Marktbereinigung.


das hatten wir... 25. Okt 2012

Handy und Tablets Apps verdrängen zunehmend das alte Browserspiel

DuBistTodIchBin... 24. Okt 2012

Es gibt durchaus lösungen... z.B. HTML5 canvas games kann man ohne probleme crossplatform...

Sharp Commenter 24. Okt 2012

Mittlerweile wohl doch, sonst würde der Hype weitergehen ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München
  2. Projektmanager (m/w) für Projekte im Bereich Store Solutions
    GK SOFTWARE AG, Schöneck / Vogtland, Berlin, St. Ingbert / Saarland
  3. IT-Techniker (m/w)
    Dänisches Bettenlager GmbH & Co. KG, Handewitt (bei Flensburg)
  4. Head of Ad Management (m/w)
    Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KG, Hannover

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Air Food One

    Post liefert online bestelltes Lufthansa-Essen nach Hause

  2. Threshold

    Microsoft China scherzt über Startmenü in Windows 9

  3. Lieferdrohnen

    Nasa entwickelt Leitsystem für Flugroboter

  4. Radeon R9 285

    Die schnellste Grafikkarte mit nur zwei 6-Pol-Anschlüssen

  5. Bitcoin

    Charles Shrem will sich schuldig bekennen

  6. Mozilla

    Firefox 32 verbessert Werkzeuge und Leistung

  7. Shiro Games

    Evoland 2 soll Hommage an Rollenspiel-Genre werden

  8. Gegen Vectoring

    Tele Columbus erhöht auf 150 MBit/s

  9. Libdrm

    Mesa bekommt erste Android-Unterstützung

  10. Die Sims 4

    Erster Patch macht Zäune zu Zäunen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Infamous First Light: Neonbunter Actionspaß
Test Infamous First Light
Neonbunter Actionspaß
  1. Infamous Erweiterung First Light leuchtet Ende August 2014

Test Bioshock für iOS: Unterwasserstadt für die Hosentasche
Test Bioshock für iOS
Unterwasserstadt für die Hosentasche
  1. Unter Wasser Bioshock auf iOS-Geräten

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

    •  / 
    Zum Artikel