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Maden aus Shenzhen, beziehungsweise Mehlwürmer - Endprodukt des vom HAX Accelerator unterstützten Startups Livin Farms
Maden aus Shenzhen, beziehungsweise Mehlwürmer - Endprodukt des vom HAX Accelerator unterstützten Startups Livin Farms (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Nirgendwo lassen sich Prototypen schneller bauen

Zum HAX-Programm gehört neben Design- und Marketing-Schulungen auch die Vermittlung von lokalen Elektronikherstellern, mit denen der Prototyp hergestellt wird. Oft bilden diese Verbindungen auch die Geschäftsgrundlage für die Herstellung des fertigen und finanzierten Produktes. Dabei lassen sich Prototypen in Shenzhen sehr schnell produzieren: "Hier ist ein Tag so viel wert wie woanders eine ganze Woche", sagt Tali Katz von Revols. "Innerhalb eines Tages bekommt man alle Teile für einen Prototyp, man geht einfach raus und kann die Sachen sofort kaufen", bestätigt auch Jamie Salter. In Europa oder Nordamerika müsse man viele Teile erst bestellen und dann auf die Lieferung warten. Dementsprechend lassen sich Änderungen an Entwürfen in Shenzhen deutlich schneller umsetzen.

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  • Duncan Turner, Leiter des HAX Accelerators (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Besprechungs- und Pausenraum des HAX Accelerators (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Einige vergangene Projekte (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Jamie Salter von Motion Metrics, die mit Hilfe von HAX den Skisensor Carv entwickelt haben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im Großraumbüro herrscht ein geordnetes Chaos - hier zahlreiche Prototypen von Motion Metrics. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die unterschiedlichen Startups sitzen nebeneinander. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Nicht alle Projekte haben etwas mit Elektrotechnik zu tun: Mit dem Hive von Livin Farms können Nutzer zu Hause Mehlwürmer für den Verzehr züchten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In mehreren Stufen läuft die Entwicklung automatisch ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Hive soll sich später in die Küche stellen lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die verschiedenen Schubladen beherbergen die Mehlwürmer in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kopfhörer Revols gehören zu den erfolgreichsten HAX-Projekten: Die Macher haben per Crowdfunding 2,5 Millionen US-Dollar sammeln können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Nicht alle Projekte haben etwas mit Elektrotechnik zu tun: Mit dem Hive von Livin Farms können Nutzer zu Hause Mehlwürmer für den Verzehr züchten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die von HAX geförderten Projekte sind nicht zwingend typische elektronische Geräte. Mit der Mehlwurm-Aufzuchtstation Hive hat beispielsweise das österreichische Startup Livin Farms eine gänzlich andere Idee mit der Hilfe von HAX entwickelt. Mit Hive können Nutzer zu Hause Mehlwürmer züchten und sie als günstige und proteinreiche Nahrung verwenden. Direkt neben den Ski-Wearable-Entwicklern von Carv steht ein ungefähr ein Meter hoher, einen merklichen Geruch verströmender Turm mit zahlreichen Schubladen auf dem Schreibtisch von Katharina Unger, der Gründerin und CEO von Livin Farms.

Es muss nicht immer Elektrotechnik sein

In dem Hive-Turm können die proteinhaltigen Mehlwürmer gehalten werden - beispielsweise in der heimischen Küche. Die Zucht ist komplett vom Anwender kontrollierbar und dementsprechend schadstofffrei. In einem mehrstufigen Prozess landen die verzehrfertigen Mehlwürmer in einer Schublade am Boden des Turms, der auf den ersten Blick eher wie eine Rackstation aussieht. "Warte, oben kommen noch die Käfer rein ...", murmelt Unger, während sie aus einer Schublade einen offenen Kunststoffeinsatz mit Krabbeltieren herausholt. Dass neben ihnen ein Turm voller Würmer steht, stört keinen der umliegenden Kollegen aus anderen Projekten - auch nicht der leicht würzige Geruch. "Das fertige Modell wird dank eingebauter Filter nicht mehr riechen", sagt Unger.

Die Mehlwürmer können auf verschiedenste Weise zubereitet werden, zum Konzept gehört auch eine Community mit Rezeptvorschlägen. Einen gerösteten Mehlwurm zum Probieren können wir nicht ausschlagen - er schmeckt wie eine salzige Knabberei. Bei Livin Farms Hive wird deutlich, was Duncan Turner von der Wichtigkeit der Idee sprach: Bei HAX werden nicht nur gerade trendige Technologien gefördert, sondern auch eher abwegige, aber möglicherweise zukunftsweisende Projekte. Das Konzept von Hive ist eine ressourcenschonende, einfache Versorgung mit Proteinen - das fanden Turner und die anderen Entscheider interessanter als ein VR-Projekt, das Virtual-Reality-Inhalte im Flugzeug anbieten wollte. Denn obwohl VR zurzeit sehr angesagt ist, empfanden sie das als zu wenig innovativ und lehnten es ab.

Große Erfolge beim Crowdfunding

Am Ende der HAX-Förderung steht die Crowdfunding-Kampagne, in manchen Fällen stammt das Geld für die Umsetzung der Projekte auch direkt von Geldgebern. Insgesamt 60 Projekte wurden bisher per Crowdfunding finanziert, im Durchschnitt wurden pro Kampagne 420.000 US-Dollar gesammelt. HAX ist der größte Investor in crowdfunded Hardware, und die Erlöse der HAX-Projekte machen Turner zufolge 1,5 Prozent der Gesamtsumme bei Kickstarter aus. Das bisher erfolgreichste Projekt sind die kanadischen Revols-Kopfhörer.

Bei all diesen Erfolgen gibt es natürlich auch immer wieder Projekte, die trotz einer guten Idee letztlich nicht zu einem fertigen Produkt führen. Die Ausfallrate liege zurzeit bei 20 Prozent, sagt Turner - eines von fünf angenommenen Teams scheitert also trotz der Förderung. Dies kann unterschiedlichste Gründe haben: Manchmal stellt sich die Idee letztlich doch als technisch nicht ohne weiteres umsetzbar heraus, manchmal geben die Macher auch aus persönlichen Gründen auf.

Büro ist bereits zu klein

Dass die Förderung von Hardware-Projekten direkt in Shenzhen offenbar dennoch erfolgreich und lohnenswert ist, wird bei unserem Besuch schnell offensichtlich: Wir platzen mitten in Umzugsvorbereitungen. Das erst vor anderthalb Jahren bezogene Büro ist bereits zu klein für all die hinzugekommenen Projekte, der HAX Accelerator muss daher in größere Räumlichkeiten ziehen. Dort werden sich neue Startups bewerben, um direkt in Shenzhen ihr Produkt zu entwerfen -mit Hilfe von Duncan Turner und seinen Mitarbeitern sowie Startup-Gründern aus aller Welt.

 Auf eine überzeugende Idee kommt es an

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Pallchek 19. Jul 2016

Mir scheint es so, als ob dieser Thread hier zu einem Heulthread von Vegetariern und...

staeff 14. Jul 2016

Oder Nord-Korea, 10000? Nein, das hat auch nichts mit der schwere des Unrechts zu tun...

devman 13. Jul 2016

Ich mag China, das Essen, die Geschichte und die Menschen. In China kann wirklich jeder...



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