Berliner Landesdatenschützer: "Bring your own device" in der Verwaltung verboten
Alexander Dix (Bild: Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit)

Berliner Landesdatenschützer "Bring your own device" in der Verwaltung verboten

Berlins Landesdatenschützer hat betont, dass es in der öffentlichen Verwaltung weiter verboten ist, sein eigenes mobiles Gerät zu nutzen. Es gibt Tipps für Betriebsvereinbarungen für "Bring your own device", die bei Verlust des Gerätes auch die Fernlöschung einschließen.

Anzeige

"Bring your own device", bei dem Beschäftigte ihre privaten mobilen Geräte wie Smartphones, Notebooks oder Tablet-PCs am Arbeitsplatz einsetzen, ist in der öffentlichen Verwaltung verboten. Das hat der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix in seinem Jahresbericht 2012 betont. "Meist entziehen sich (...) die Privatgeräte dem IT-Management, mit dem der Arbeitgeber die eigenen informationstechnischen Geräte - auch aus Gründen des Datenschutzes - verwaltet und kontrolliert. Ihr Einsatz birgt deshalb auch datenschutzrechtliche und technische Risiken. In der öffentlichen Verwaltung ist daher der Einsatz privater Datenverarbeitungsgeräte bisher prinzipiell untersagt."

Als Argument für "Bring your own device" werde von den Beschäftigten angegeben, dass die IT in der öffentlichen Verwaltung und den Unternehmen veraltet und zu langsam sei, berichtet Dix. Dazu komme, dass die IT-Sicherheitsmaßnahmen als behindernd wahrgenommen würden. Die eigenen Smartphones und Tablet-PCs wollten die Beschäftigten einsetzen, weil sie leistungsfähiger und nutzerfreundlicher seien.

Es empfehle sich für Unternehmen daher, schriftliche Festlegungen mit den Beschäftigten in Form einer Betriebsvereinbarung oder Individualvereinbarung zu treffen. Darin sollte stehen, wie private und geschäftliche Daten getrennt werden und wer Zugriff auf die Daten hat. Dix: "In der Vereinbarung sollte zudem festgehalten sein, dass die Beschäftigten am Endgerät bestimmte Sicherheitsvorkehrungen einzurichten haben oder diese nicht mehr verändern dürfen."

Da grundsätzlich niemand ohne Einwilligung des Besitzers auf dessen Geräte zugreifen kann, sei zu regeln, wie das Unternehmen Dokumente, Daten oder Apps auf dem Gerät speichern kann. "Weiterhin muss geklärt werden, wann und wie Daten gelöscht werden können", rät der Landesschützer.

Wenn Endgeräte verloren gingen, müssten die Mitarbeiter einer möglichen Fernlöschung zustimmen. Davon wären auch private Daten betroffen.

Die Nutzung des privaten Smartphones durch Dritte sei zu untersagen und sicherzustellen, dass wirklich nur Berechtigte auf unternehmensinterne Daten zugreifen können.


__destruct() 04. Apr 2013

Wenn du einen fremden Laptop findest, dann versuchst du nicht, die Daten anderer Personen...

Groundhog Day 28. Mär 2013

...solange die Leute da nicht mit ihrem *eigenen* OS arbeiten, das auf dem Privatgerät...

Himmerlarschund... 28. Mär 2013

Solche Themen werden sowieso viel zu sehr auf die IT abgewälzt. Der AG hat zu sagen, wie...

awollenh 28. Mär 2013

Falsch verstanden. Es geht rein um die Integration privater Geräte in die Netze des...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior SPS-Programmierer (m/w)
    Aker Solutions, Erkelenz
  2. Softwareentwickler Linux/C++ (m/w)
    init AG, Karlsruhe
  3. (Senior) Geoinformatiker (m/w)
    365FarmNet Group GmbH & Co. KG, Berlin und/oder Gütersloh
  4. Softwareentwickler (m/w) Benutzerinterface / HMI Senior
    KACO new energy GmbH, Neckarsulm

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sony-Sensor

    Baut Nikon eine eigene Mittelformatkamera?

  2. Adobe

    Lightroom 5.6 mit neuen Kamera- und Objektivprofilen

  3. Raumfahrt

    Nasa testet Schubdüse mit Mikrowellen

  4. Oculus Rift DK2 im Test

    Pixeldichte schlägt Pentile-Matrix

  5. Icann

    Länderdomains sind kein Eigentum

  6. LG

    Update soll Abschalt-Bug beim G3 beseitigen

  7. Square Enix

    Final Fantasy 14 zwei Wochen kostenlos

  8. Google und Linaro

    Android-Fork für Modulsmartphone Ara

  9. Wachstumsmarkt

    Amazon investiert 2 Milliarden US-Dollar

  10. Orbit

    Runtastic präsentiert neuen Fitness-Tracker



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

Überwachungssoftware: Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
Überwachungssoftware
Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
  1. Ex-CIA-Deutschlandchef Wir konnten Schröder leider nicht abhören
  2. Überwachung NSA-Ausschuss erwägt Einsatz mechanischer Schreibmaschinen
  3. Kontrollausschuss Die Angst der Abgeordneten, abgehört zu werden

Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Smartphone-Markt wächst Samsung verkauft weniger Smartphones
  2. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  3. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit

    •  / 
    Zum Artikel