Telekom überwacht Telefon-Verbindungsdaten.
Telekom überwacht Telefon-Verbindungsdaten. (Bild: Deutsche Telekom)

Tarife Telekom und der Umgang mit Flatrate-Vieltelefonierern

Egal ob Festnetz oder Mobilfunk: Mit computergesteuerten Überwachungssystemen wertet die Telekom alle Telefonate aus. Laut einem Bericht gibt es Überlegungen, künftig "unwirtschaftliche Kunden" mit Flatrate-Verträgen in teurere Tarife zu drängen. Die Telekom weist diese Darstellung zurück.

Anzeige

Schon seit Jahren wertet die Telekom mit computergesteuerten System alle Verbindungsdaten im Mobilfunk- und Festnetzbereich auf Missbrauch aus - was öffentlich bekannt und auch mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten abgestimmt ist. Nach Informationen der Wirtschaftswoche gibt es nun Überlegungen bei der Telekom, die Systeme beim Aufspüren von "unwirtschaftliche[n] Kunden" einzusetzen. Wer deutlich mehr telefoniere, als er für seine Flatrate bezahle, werde dann in einen teureren Tarif gedrängt. Wer sich dagegen wehre, müsste - nach einer Änderung der allgemeinen Geschäftsbedingungen - mit der Kündigung seines Vertrags rechnen, so die Wirtschaftswoche.

Das Unternehmen kämpft mit den gesammelten Verbindungsdaten eigentlich gegen Betrüger, die etwa mit der Weitervermittlung von Telefonaten in Länder der sogenannten Dritten Welt viel Geld verdienen. Schäden in Höhe von 200 Millionen Euro habe eine Einsatzgruppe mit dem internen Kürzel GBS-MIS im vergangenen Jahr verhindert, so die Wirtschaftswoche. 162.800 Rufnummern habe die Telekom allein aus diesem Grund im vergangenen Jahr gesperrt.

Ein Sprecher der Telekom hat bislang nur gesagt, dass die Telekom ihre gesammelten Verbindungsdaten derzeit nicht gegen Vieltelefonierer verwendet. Über künftige Vorgehensweisen hat er sich nicht geäußert.

Nachtrag vom 11. August 2013, 21:30 Uhr

Ein Sprecher der Telekom hat zu Golem.de gesagt, dass die Darstellung der Wirtschaftswoche im Hinblick auf den Umgang mit Flatrate-Vieltelefonierern schlicht "nicht stimmt". Es sei also keinerlei Vorgehen gegen diesen Kundenkreis geplant. Darüber habe die Telekom das Magazin bereits im Vorfeld der Berichterstattung mehrfach und eindeutig informiert. Jetzt behalte man sich "rechtliche Schritte gegen die Unterstellungen vor".


Youssarian 16. Aug 2013

Deine Einschätzungen sind allerdings nicht sonderlich relevant. Das ist eine äußerst...

Telesto 13. Aug 2013

Genau das meine ich doch. Die Telekom hat die Drossel eingeführt mit dem Argument, Power...

Youssarian 13. Aug 2013

Nein, das ist es nicht. Lies Deinen Vertrag. AGB, Punkt 4.1 (d).

ww 12. Aug 2013

Bei einer Flatrate nicht. Bei einer Flatrate nicht. Stimmt, kann man sich aber als Kunde...

Telesto 12. Aug 2013

"Missbrauch" meinte ich dabei auch nur aus Sicht des sich beschwerenden Anbieters...

Kommentieren



Anzeige

  1. Dynamics NAV Entwickler (m/w)
    teamix GmbH, Nürnberg
  2. Senior IT-Systemadministrator/in
    virtual solution AG, München
  3. Technischer Projektleiter (m/w) Automotive
    Siemens AG, Erlangen
  4. Projektmitarbeiter / -manager (m/w) mit Schwerpunkt IT-Sicherheit
    PSI AG, Aschaffenburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  2. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  3. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  4. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  5. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  6. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  7. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  8. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  9. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  10. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Sicherheit Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker
  2. Arduino Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101
  3. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

    •  / 
    Zum Artikel