Anzeige
Humanoider Roboter HRP-2: Blinkende Icons
Humanoider Roboter HRP-2: Blinkende Icons (Bild: Kawada Industries)

BCI Roboter wird per Gedanken gesteuert

Ein französisch-japanisches Forscherteam hat eine Gedankensteuerung für einen Roboter entwickelt. Der Proband sieht optische Reize auf einem Bildschirm, die in Steuersignale umgesetzt werden.

Anzeige

HRP-2 ist ein knapp mannshoher humanoider Roboter. Ein Team von französischen und japanischen Forschern hat eine Gehirn-Maschinen-Schnittstelle (Brain-Computer-Interface, BCI) entwickelt, mit der der Roboter gesteuert werden kann.

 
Video: Roboter wird per BCI gesteuert

Um den Roboter zu steuern, trägt der Proband eine Datenkappe, die an einen Computer angeschlossen ist. Der verarbeitet die Gehirnsignale und setzt sie in Steuersignal für den Roboter um. Der Proband sieht auf einen Bildschirm, auf dem Handlungsoptionen angezeigt werden.

Der Bildschirm ist relativ einfach gestaltet: So ist beispielsweise in der Mitte das Bild der Roboterkameras zu sehen. Links, rechts und darüber blinken Icons in Form von Pfeilen, die die Richtung angeben, in der der Roboter gehen soll. Der Proband konzentriert sich auf eines der Icons und steuert so den Roboter.

Flackerndes Signal

Das System arbeitet mit sogenannten Steady State Visually Evoked Potentials (SSVEP): Das ist eine Gehirnaktivität, die durch ein flackerndes Signal ausgelöst wird. Die Frequenz des Gehirnsignals korrespondiert dabei mit der Frequenz des visuellen Reizes. Jedes Icon flackert in einer anderen Frequenz - so kann das System erkennen, welches Icon der Proband anvisiert. Diese Steady State Topography (SST) genannte Methode ist eine Weiterentwicklung des Elektroenzephalogramms.

Entwickelt wurde das System vom CRNS-AIST Joint Robotics Laboratory, das von der französischen Forschungsorganisation Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) und von der japanischen Forschungsorganisation National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) gemeinsam betrieben wird.

Roboter vertritt Mensch

"Wir wollen Geräte entwickeln, die es Menschen ermöglichen, sich von einem humanoiden Roboter verkörpern zu lassen", erklärt Abderrahmane Kheddar, Leiter des Gemeinschaftslabors, im Gespräch mit dem japanischen Nachrichtenangebot Diginfo.tv. Das System soll es beispielsweise Gelähmten ermöglichen, einen Roboter zu steuern, der dann Arbeiten erledigt, die sie nicht selbst übernehmen können.

Der HRP-2 ist 1,54 Meter groß und wiegt 58 Kilogramm. Er verfügt über 30 Freiheitsgrade und läuft auf zwei Beinen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 2 Kilometer pro Stunde. Hersteller ist das japanische Unternehmen Kawada Industries.


eye home zur Startseite
Sneek 14. Nov 2012

Netbooks und Tamagotchis, ja (Netbooks aber nur, weil sie dem Smartphone/Tablet zum Opfer...

Seasdfgas 14. Nov 2012

wenn man für jede handlung einen anderen außenreiz braucht, ist das doch keine...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Engineer - Javascript Entwickler (m/w)
    Mindlab Solutions GmbH, Stuttgart
  2. Product and Media Data Expert (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  3. Featureteamleiter im Bereich Video (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Software Development Engineer C++ (m/w) Low Frequency Solver Technology
    CST - Computer Simulation Technology AG, Darmstadt

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Sprachassistent

    Voßhoff will nicht mit Siri sprechen

  2. Sailfish OS

    Jolla bringt exklusives Smartphone nur für Entwickler

  3. Projektkommunikation

    Tausende Github-Nutzer haben Kontaktprobleme

  4. Lebensmittel-Lieferdienst

    Amazon Fresh soll doch in Deutschland starten

  5. Buglas

    Verband kritisiert Rückzug der Telekom bei Fiber To The Home

  6. Apple Store

    Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen

  7. Mitsubishi MRJ90 und MRJ70

    Japans Regionaljet ist erst der Anfang

  8. Keysweeper

    FBI warnt vor Spion in USB-Ladegerät

  9. IBM-Markenkooperation

    Warum Watson in die Sesamstraße zieht

  10. Elektromobilität

    Portalbus soll Staus überfahren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  2. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden
  3. id Software Dauertod in Doom

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Hack von Rüstungskonzern Schweizer Cert gibt Security-Tipps für Unternehmen
  2. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben
  3. Veröffentlichung privater Daten AfD sucht mit Kopfgeld nach "Datendieb"

  1. Re: Traurig sowas.

    DerDy | 18:23

  2. Re: Wer nicht will der hat schon...

    Yeeeeeeeeha | 18:22

  3. Re: Grafikleistung

    Spiritogre | 18:22

  4. Re: Zu alte Hardware?

    MasterBlupperer | 18:22

  5. Re: Dann soll Google ihr Android Update System...

    exxo | 18:20


  1. 17:50

  2. 17:01

  3. 14:53

  4. 13:39

  5. 12:47

  6. 12:30

  7. 12:04

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel