Bayerische Datenschützer: Bußgeld wegen eines offenen E-Mail-Verteilers verhängt
(Bild: MS Outlook/Screenshot. Golem.de)

Bayerische Datenschützer Bußgeld wegen eines offenen E-Mail-Verteilers verhängt

Wer viele E-Mail-Adressen in einem offenen Verteiler verschickt, riskiert in Bayern ein Bußgeld. Eine Mitarbeiterin eines Handelsunternehmens muss jetzt zahlen, in einem weiteren Fall wird die Firmenleitung haftbar gemacht, so die Datenschutzaufsicht.

Anzeige

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat gegen eine Beschäftigte eines Unternehmens ein Bußgeld verhängt, weil sie einen offenen E-Mail-Verteiler genutzt hat. Das gab die Behörde am 28. Juni 2013 bekannt.

"E-Mail-Adressen, die sich in erheblichem Umfang aus Vornamen und Nachnamen zusammensetzen, sind als personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts anzusehen", hieß es zur Begründung. "Diese personenbezogenen Daten dürfen an Dritte nur dann übermittelt werden, wenn eine Einwilligung vorliegt oder eine gesetzliche Grundlage gegeben ist." Die Verwendung des offenen E-Mail-Verteilers, bei dem alle Adressen im An-Feld standen, stellte einen Datenschutzverstoß dar, der mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Der Bußgeldbescheid ist nach Ablauf der Einspruchsfrist unanfechtbar geworden.

Hinzu kam, dass die Mitarbeiterin des Handelsunternehmens einen sehr großen Verteiler adressiert hatte. Ausgedruckt umfasste die E-Mail zehn Seiten, wobei neuneinhalb Seiten die E-Mail-Adressen ausmachten und nur eine halbe Seite die Information an die Kunden.

In manchen Unternehmen werde diesem Problem "nicht die entsprechende Bedeutung beigemessen", mahnt die Behörde an. Die Unternehmensleitung weise die Mitarbeiter entweder nicht entsprechend an oder überwache sie nicht ausreichend. Daher will das Landesamt in einem vergleichbaren Fall in Kürze einen Bußgeldbescheid nicht gegen den konkreten Mitarbeiter, der die E-Mail mit offenem E-Mail-Verteiler versandt hat, erlassen, sondern gegen die Unternehmensleitung.


zipper5004 01. Jul 2013

Also ich kann mich erinnern, vor etwa einem halben Jahr in der c't gelesen zu haben...

dome3101 01. Jul 2013

... einem großen, deutschen Hostingunternehmen, dass auch Geschäftskunden unter dem...

Nasenbaer 30. Jun 2013

Oder die Firmenadmins richten dedizierte Verteileradressen, also mitarbeiter@firmaXYZ.de...

Johnny Cache 29. Jun 2013

Doch, seit TB17 gibt es nur noch Sicherheitsupdates, welches es ja von Firefox erbt.

derJimmy 29. Jun 2013

Ingram Micro in MUC? Da hatte ich dem Keyaccounter schon mal vor etwa 5 Jahren erzählt...

Kommentieren




Anzeige

  1. Softwareentwickler / Software-Developer (m/w)
    acar software GmbH, Essen
  2. Consultant / Projektmanager (m/w) im Geo-IT-Umfeld
    con terra GmbH, Münster
  3. Bereichsleiterin / Bereichsleiter Support
    RBB Rundfunk Berlin-Brandenburg, Berlin
  4. Junior Java-Softwareentwickler (m/w)
    GEBIT Solutions GmbH, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Oculus Rift

    Development Kit 2 ist da

  2. Android

    Zertifikatskette wird nicht geprüft

  3. Spielemesse

    Gamescom fast ausverkauft

  4. Secusmart

    Blackberry übernimmt Merkel-Handy-Hersteller

  5. NSA-Affäre

    Bundesjustizminister wegen Empfehlung an Snowden kritisiert

  6. Playstation 4

    Firmware-Update ermöglicht 3D-Blu-ray

  7. Terraform

    Infrastruktur über Code verwalten

  8. Test The Last of Us Remastered

    Endzeit in 60 fps

  9. Security

    Antivirenscanner machen Rechner unsicher

  10. Samsung

    Update für Galaxy Note 3 erreicht Geräte in Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Überwachungssoftware: Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
Überwachungssoftware
Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
  1. Ex-CIA-Deutschlandchef Wir konnten Schröder leider nicht abhören
  2. Überwachung NSA-Ausschuss erwägt Einsatz mechanischer Schreibmaschinen
  3. Kontrollausschuss Die Angst der Abgeordneten, abgehört zu werden

Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  2. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit
  3. Datenübertragung Smartphone-Kompass spielt Musik durch Magnetkraft

Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

    •  / 
    Zum Artikel