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Nachtsichtsystem ENVG III/FWS-I
Nachtsichtsystem ENVG III/FWS-I (Bild: BAE Systems)

BAE Systems: Nachtsichtgerät verstärkt Restlicht und zeigt Thermalsicht

Nachtsichtsystem ENVG III/FWS-I
Nachtsichtsystem ENVG III/FWS-I (Bild: BAE Systems)

Im Dunkeln zu sehen ist ein Menschheitstraum, den moderne Technik auf zweierlei Weise erfüllen kann. Entweder wird das Restlicht verstärkt oder Wärmestrahlung sichtbar gemacht. Ein neues Nachtsichtgerät von BAE Systems kann beides, doch der militärische Einsatz hat seine Tücken.

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Die US-amerikanische Niederlassung des britischen Rüstungsunternehmens BAE Systems hat ein neues Nachtsichtgerät entwickelt, das erstmals sowohl als Restlichtverstärker als auch als Wärmebildgerät arbeitet. Normalerweise sind Nachtsichtgeräte Restlichtverstärker, mit denen man die schwach beleuchtete Umgebung heller als mit dem menschlichen Auge möglich sehen kann. Das nutzt jedoch recht wenig, wenn kaum Licht vorhanden ist. Eine Wärmebildkamera hingegen macht die Wärmestrahlung der Objekte selbst erkennbar, hat aber den Nachteil, dass bei sehr warmen Umgebungen eine Differenzierung schwer ist.

Die Neuentwicklung von BAE Systems kann beides - wobei der Soldat allerdings umschalten muss, denn vermischen kann die Technik die beiden Bilder noch nicht. Die Technik wurde mit dem U.S Army Night Vision and Electronic Sensors Directorate im Rahmen einer Ausschreibung entwickelt, die einen Wert von insgesamt 434 Millionen US-Dollar hat.

BAE bekam die erste Tranche von 35 Millionen US-Dollar für die Prototypfertigung im Rahmen des Programms "Enhanced Night Vision Goggle III and Family of Weapon Sight-Individual" (ENVG III/FWS-I). Was eines der zweiteiligen Nachtsichtgeräte kostet, ist nicht bekannt.

Das System besteht aus zwei Komponenten: der Brille, die der Benutzer am Helm befestigt und bei Bedarf vor den Augen wie ein Fernglas trägt, und dem Zielfernrohr auf der Waffe, das seine Daten zur Optik funkt. Das Visierbild wird dabei nach Herstellerangaben in Echtzeit übermittelt. Das System dient im Wesentlichen der Aufklärung des Umfeldes, hat jedoch ihre Tücken, da systembedingt die Waffe mit ausgerichtet werden muss. Das erhöht die Gefahr einer voreiligen Schussabgabe. Bei normalen Infanterie-Nachtsichtgeräten wird hingegen nur der Kopf bewegt.

Sich vor dem System gut zu tarnen, dürfte schwer werden: Das Blenden des Restlichtverstärkers nutzt wenig, wenn auf Knopfdruck eine Thermalansicht zur Verfügung steht. Die Wärmeabstrahlung zu unterbinden, ist zwar in Maßen mit dichter Kleidung oder warmen Täuschkörpern möglich, findet jedoch ihre Grenzen in der Feinauflösung des Suchgeräts.


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oSu. 07. Mai 2015

Das Gerät ist mittlerweile überall frei erhältlich, da es sich um unbrauchbaren Müll...

lemgold 06. Mai 2015

Entwickeln ja. Einsetzen: NEIN. Das von Dir erwähnte AN/PSQ-20 hat eine maximale...

Mabot 06. Mai 2015

Nein, überhaupt nicht nachvollziehbar. Wenn du Systeme lang genug ruhen lässt, werden...

Anonymer Nutzer 06. Mai 2015

Weil die technologische Entwicklung dahinter evtl. interessant ist? Wer sich dran stört...

Neuro-Chef 06. Mai 2015

Pads gibt's, aber selbst Tricorder nicht mit dem gezeigten Funktionsumfang. Hologramme...



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