Abo
  • Services:
Anzeige
Vor dem Avalanche-Botnetz muss nicht mehr gewarnt werden.
Vor dem Avalanche-Botnetz muss nicht mehr gewarnt werden. (Bild: Denis Charlet/Getty Images)

Double-Fast-Flux-Netzwerk

In der Tat scheinen die Täter eine ausgefeilte Infrastruktur erstellt zu haben. Shadowserver spricht von einer "Double Fast Flux"-Content-Delivery-Platform. Dabei operieren verschiedene Knoten im Netzwerk, die in kurzem Abstand DNS-Einträge anlegen und wieder löschen. Angriffe aus der Infrastruktur heraus werden dann über einen Proxy-Server geleitet, um eine Erkennung zu erschweren.

Anzeige

Außerdem werden mit Hilfe eines Domain-Generation-Algorithmus (DGA) ständig neue Domains registriert, um der Erkennung durch Antivirusprodukte zu entkommen. Komplettiert wird das Netzwerk durch mehrere Malware-Familien, im aktuellen Beispiel wurden etwa Gozy, URIzone und Teslacrypt verteilt. Weiterhin gibt es ein breites Geldwäschenetzwerk, um die kriminellen Erträge in den normalen Wirtschaftskreislauf zu bekommen.

Problem: Wie die Nutzer warnen?

Das BSI hatte im Rahmen der Amtshilfe an den Ermittlungen mitgewirkt, das sogenannte Cyber-Abwehrzentrum soll eine koordinierende Funktion eingenommen haben. Ein Mitarbeiter des BSI sagte während einer Pressekonferenz, dass man während der mehrjährigen Ermittlungen vor einem Dilemma gestanden habe. Denn bei zahlreichen Nutzern sei bereits vor langer Zeit klar gewesen, dass ihre Rechner infiziert und Nutzerdaten kompromittiert worden seien. Eine breite Warnung hätte aber möglicherweise die weiteren Ermittlungen gefährdert.

Daher entschied sich das BSI, einen Sicherheitstest einzuführen, bei dem Nutzer ihre Mailadresse eingeben konnten, um zu sehen, ob Erkenntnisse vorliegen, die auf eine Infektion hindeuten. Der Test war damals besonders in Hackerkreisen kritisiert worden, weil Nutzer dem BSI ohne ersichtlichen Grund ihre E-Mail-Adresse hinterlassen sollten.

Die Verdächtigen haben zumeist die ukrainische Staatsbürgerschaft inne. Auch in Deutschland soll ein Ukrainer im Großraum Berlin festgenommen worden sein. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft Verden Haftbefehle wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, banden- und gewerbsmäßigem Computerbetrugs und anderer Straftaten erlassen. Ermittler aus 39 Ländern waren an dem Vorgang beteiligt.

 Avalanche-Botnetz: Weltweites Cybercrime-Netzwerk zerschlagen

eye home zur Startseite
SoniX 02. Dez 2016

Keine gestartete Software hat Schreibrechte im System? Also alle Prozesse laufen im...

Themenstart

KOTRET 02. Dez 2016

er hat nicht geschrieben dass die 6 Millionen Euro verdient haben, das steht auch nicht...

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Stabilus GmbH, Koblenz
  2. DATAGROUP Köln GmbH, Köln (Home-Office)
  3. Versicherungskammer Bayern, München
  4. Bizerba SE & Co. KG, Balingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Die Unfassbaren, Ghostbusters I & II, Jurassic World, Fast & Furious 7 Extended Version)
  2. (u. a. Der Hobbit 3 für 9,99€ u. Predator für 12,49€)
  3. (u. a. Der Marsianer, The Hateful 8, Interstellar, Django Unchained, London Has Fallen, Olympus Has...

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Delid Die Mate 2

    Prozessoren köpfen leichter gemacht

  2. Rückzieher

    Assange will nun doch nicht in die USA

  3. Oracle

    Critical-Patch-Update schließt 270 Sicherheitslücken

  4. Android 7.0

    Samsung verteilt Nougat-Update für S7-Modelle

  5. Forcepoint

    Carbanak nutzt Google-Dienste für Malware-Hosting

  6. Fabric

    Google kauft Twitters App-Werkzeuge mit Milliarden Nutzern

  7. D-Link

    Büro-Switch mit PoE-Passthrough - aber wenig Anschlüssen

  8. Flash und Reader

    Adobe liefert XSS-Lücke als Sicherheitsupdate

  9. GW4 und Mont-Blanc-Projekt

    In Europa entstehen zwei ARM-Supercomputer

  10. Kabelnetz

    Vodafone stellt Bayern auf 1 GBit/s um



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Statt Begnadigung: Snowdens Aufenthalt in Russland verlängert
Statt Begnadigung
Snowdens Aufenthalt in Russland verlängert
  1. NSA-Ausschuss BGH stoppt schnelle Abstimmung zu Snowden
  2. Klare Vorgaben EuGH lehnt anlasslose Vorratsdatenspeicherung ab
  3. NSA-Ausschuss Polizei sucht Wikileaks-Quelle im Bundestag

Routertest: Der nicht ganz so schnelle Linksys WRT3200ACM
Routertest
Der nicht ganz so schnelle Linksys WRT3200ACM
  1. Norton Core Symantec bietet sicheren Router mit Kreditkartenpflicht
  2. Routerfreiheit bei Vodafone Der Kampf um die eigene Telefonnummer
  3. Router-Schwachstellen 100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen

U Ultra und U Play im Hands on: HTCs intelligente Smartphones hören immer zu
U Ultra und U Play im Hands on
HTCs intelligente Smartphones hören immer zu
  1. VR-Headset HTC stellt Kopfhörerband und Tracker für Vive vor
  2. HTC 10 Evo im Kurztest HTCs eigenwillige Evolution
  3. Virtual Reality HTC stellt Drahtlos-Kit für Vive vor

  1. Re: "Wer unbedingt LTE nutzen möchte"

    Vögelchen | 20:20

  2. Re: From hero to zero

    JohnStones | 20:18

  3. Re: So langsam fällt der in meiner Gunst

    asobu | 20:16

  4. Re: Wie ist das bei AMD?

    ms (Golem.de) | 20:16

  5. Re: Zu hoch gepokert

    asobu | 20:14


  1. 18:28

  2. 18:07

  3. 17:51

  4. 16:55

  5. 16:19

  6. 15:57

  7. 15:31

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel