Anzeige
Autonom fahren: Moralische Algorithmen dürfen Käufer nicht abschrecken.
Autonom fahren: Moralische Algorithmen dürfen Käufer nicht abschrecken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Autonom fahren: Roboterautos sollen Fußgänger retten

Autonom fahren: Moralische Algorithmen dürfen Käufer nicht abschrecken.
Autonom fahren: Moralische Algorithmen dürfen Käufer nicht abschrecken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im Zweifel für den Fußgänger: Laut einer Umfrage sollen autonom fahrende Autos bei drohenden Unfällen vorrangig Fußgänger schützen. Viele sind bereit, dafür das Leben des Fahrers aufs Spiel zu setzen.

Anzeige

Sicherheit ist eines der großen Themen beim automatisierten und autonomen Fahren. Eine Maschine reagiert in einer Notfallsituation schneller als ein Mensch - und kann in Sekundenbruchteilen emotionslos abwägen, wohin sie steuert. Soll sie die Fahrer retten? Oder lieber die Gruppe Fußgänger? Französische Forscher haben nachgefragt.

Natürlich entscheidet das Auto nicht komplett selbstständig, sondern nach vorgegebenen Parametern. Aber wie soll ein autonom fahrendes Auto programmiert werden? Soll es im Zweifelsfall den Fahrer oder einen Fußgänger schützen? Oder gilt einfach das Mehrheitsargument: Lieber gegen die Wand fahren und das Leben des Fahrers riskieren als eine Gruppe von Fußgängern?

Autonome Autos sollen Fußgängern ausweichen

Mit einer Umfrage wollten die Forscher herausbekommen, was die Öffentlichkeit von solchen Algorithmen erwartet. Die Mehrzahl der Befragten hält es für gut, wenn die Autos darauf programmiert werden, bei einem Unfall möglichst wenig Personenschaden zu verursachen - vor allem dann, wenn es um Lösungen geht, bei denen der Fahrer nicht sein Leben lassen muss.

So wollten Forscher etwa wissen, was passieren soll, wenn das Auto einem Fußgänger oder gar einer Gruppe ausweichen muss. Dabei setzten sich die Befragten für einen Schutz der Fußgänger ein: 75 Prozent der Befragten sagten, das Auto solle der Gruppe ausweichen, auch wenn das Auto dann gegen eine Wand fahre und das den Fahrer das Leben koste. Ist nur ein Fußgänger in Gefahr, hält immer noch jeder zweite das Ausweichen auf Kosten des Fahrers für vertretbar.

Realistisch ist, dass das Auto die Insassen schützt

Andererseits glaubten etwa zwei Drittel nicht, dass Autos in Zukunft tatsächlich so programmiert werden. Viele der Befragten halten es für wahrscheinlich, dass die Autos vielmehr auf jeden Fall versuchen werden, das Leben der Insassen zu retten.

"Moralische Algorithmen" nennen Forscher um Jean-François Bonnefon von der Toulouse School of Economics diese Algorithmen, die eine solche Entscheidung treffen müssen. Dabei müssten sie drei Anforderungen genügen: Sie müssten konsistent sein, dürften keine öffentliche Empörung auslösen sowie Käufer nicht abschrecken.

Die Forscher hatten drei verschiedene Fragebögen erstellt. Insgesamt beantworteten 913 Teilnehmer die Fragen. Da die Befragung online durchgeführt wurde, konnten sie von überall auf der Welt stammen. Bei der Auswertung stellten sie fest, dass diejenigen, die sich für autonom fahrende Autos begeisterten, jünger und weniger religiös waren.


eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 28. Okt 2015

Du vergisst, dass der Fahrer um Längen besser geschützt ist als der Fußgänger.

plutoniumsulfat 27. Okt 2015

Genauso wie ein Ermordeter die Todesstrafe erwartet? ^^

tKahner 27. Okt 2015

Keine Frage! Die praktische Umsetzung ist aber IMHO nicht das Problem. Mein Ansatz ist...

PiranhA 27. Okt 2015

Also prinzipiell muss man sich immer an die Gesetze des jeweiligen Landes halten, wo man...

Me.MyBase 27. Okt 2015

Seh ich auch so. Da zählt für mich auch keine quantitative Wertung. MEIN Auto hat in...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Sindelfingen
  2. über Robert Half Technology, Puchheim
  3. Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München; Basel, Zürich (Schweiz)
  4. T-Systems International GmbH, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus GTX 1070 Strix, MSI GTX 1070 Gaming X 8G, Inno3D GTX 1070 iChill)
  2. 119,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Netzausbau

    Telekom will ihre Mobilfunkmasten verkaufen

  2. Bruno Kahl

    Neuer BND-Chef soll den Dienst reformieren

  3. Onlinehandel

    Amazon sperrt Konten angeblich nur in seltenen Fällen

  4. The Assembly angespielt

    Verschwörung im Labor

  5. Kreditkarten

    Number26 wird Betrug mit Standortdaten verhindern

  6. Dobrindt

    1,3 Milliarden Euro mehr für Breitbandausbau in Deutschland

  7. Mini ITX OC

    Gigabyte bringt eine 17 cm kurze Geforce GTX 1070

  8. Autonomes Fahren

    Teslas Autopilot war an tödlichem Unfall beteiligt

  9. Tolino Page

    Günstiger Kindle-Konkurrent hat eine bessere Ausstattung

  10. Nexus

    Erste Nougat-Smartphones sollen von HTC kommen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus Three im Test: Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
Oneplus Three im Test
Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
  1. Android-Smartphone Diskussionen um Speichermanagement beim Oneplus Three
  2. Smartphones Oneplus soll keine günstigeren Modellreihen mehr planen
  3. Ohne Einladung Oneplus Three kommt mit 6 GByte RAM für 400 Euro

Mobbing auf Wikipedia: Content-Vandalismus, Drohungen und Beschimpfung
Mobbing auf Wikipedia
Content-Vandalismus, Drohungen und Beschimpfung
  1. Freies Wissen Katherine Maher wird dauerhafte Wikimedia-Chefin

Neue Windows Server: Nano bedeutet viel mehr als nur klein
Neue Windows Server
Nano bedeutet viel mehr als nur klein
  1. Windows 10 Microsoft will Trickserei beim Upgrade beenden
  2. Windows 10 Microsoft zahlt Entschädigung für nicht gewolltes Upgrade
  3. Microsoft Patchday Das Download-Center wird nicht mehr alle Patches bieten

  1. Re: Wir sind eine mobile Bank

    Moe479 | 05:29

  2. Re: Ich bestelle nicht mehr bei Amazon...

    Labbm | 05:16

  3. Re: Viele nutzen Linux und werben damit...

    Seitan-Sushi-Fan | 05:16

  4. Re: oder de fahrer des rades wenn der akku in...

    Pjörn | 04:56

  5. Benutzer:Schmitty nun fokussiert auf sexuelle...

    Benutzer:Schmitty | 04:31


  1. 20:04

  2. 17:04

  3. 16:53

  4. 16:22

  5. 14:58

  6. 14:33

  7. 14:22

  8. 13:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel