Autonomer Audi TTS: in 27 Minuten auf den Pikes Peak
Autonomer Audi TTS: in 27 Minuten auf den Pikes Peak (Bild: Audi)

Autonom fahren Audi bekommt Lizenz für fahrerlose Autos

Autonomes Fahren im Stau oder im Parkhaus ist laut Audi schon in einigen Jahren möglich. Im US-Bundesstaat Nevada dürfen Audi-Testfahrer bereits jetzt die Hände in den Schoß legen.

Anzeige

Audi hat eine Lizenz von Nevada erhalten, um autonom fahrende Autos auf den Straßen des US-Bundesstaates zu betreiben. Das hat das Unternehmen auf der CES in Las Vegas bekanntgegeben. Audi sei der erste Autohersteller, der eine solche Lizenz erhalte. Die erste Lizenz für autonome Autos überhaupt hat 2012 Google bekommen.

Ein Auto selbstständig von A nach B fahren zu lassen, sei nichts Neues mehr, sagte Ricky Hudi, für die Entwicklung im Bereich Elektrik und Elektronik bei Audi zuständig. Die bisherigen autonomen Autos hätten allerdings riesige Aufbauten auf dem Dach und den Kofferraum vollgestopft mit Computern. Die Aufgabe sei deshalb, die Elektronik ins Auto zu integrieren. Audi habe entsprechende Bauteile gezeigt, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review: einen Laserscanner, der so klein sei, dass er hinter den Kühlergrill passe und ein kleines Board, das die Systeme im Kofferraum ersetzen solle.

Zukunftsvision pilotiertes Fahren

Pilotiertes Fahren nennt Audi das maschinengesteuerte Fahren. Es soll zuerst im Stau oder zähfließendem Verkehr sowie beim Parken zum Einsatz kommen. Gehe es im dichten Feierabendverkehr mit weniger als 60 Kilometern pro Stunde voran, soll das Auto von sich aus beschleunigen und verzögern sowie mit Einschränkungen auch lenken. Löse sich der Stau auf, werde der Fahrer aufgefordert, die Kontrolle wieder selbst zu übernehmen.

Verschiedene Sensoren behalten dabei das direkte sowie das weitere Umfeld des Autos im Blick: Zwei Radarsensoren erfassen den Bereich vor dem Wagen in einem Winkelfeld von rund 35 Grad und bis zu 250 Metern Länge. Der Laserscanner tastet einen Bereich von 140 Grad auf einer Länge von 80 Metern ab. Eine Kamera achtet auf die Fahrbahnmarkierungen sowie auf Hindernisse, andere Autos und Fußgänger. Acht Ultraschallsensoren überwachen die unmittelbare Umgebung.

Parken ohne Fahrer

Eine andere Anwendung für das pilotierte Fahren ist selbstständiges Einparken, etwa in Parklücken, die so eng sind, dass der Fahrer nicht mehr aussteigen könnte: Der Fahrer verlässt in so einem Fall das Fahrzeug und weist es mit dem Funkschlüssel oder dem Smartphone an, sich autonom in die Lücke zu zwängen.

Auch das lästige Kurven durch Parkhäuser und Tiefgaragen soll sich damit erledigt haben: Der Fahrer gibt das Auto am Eingang ab. Die Steuerrechner des Parkhauses suchen einen freien Parkplatz und teilen dem Auto die Position und den Weg dorthin mit. Audi ist überzeugt, dass solche Szenarien schon in wenigen Jahren möglich sein werden. Der Autohersteller stattet bereits ein Parkhaus im heimischen Ingolstadt mit Technik aus, die das ermöglichen soll.

Autonom zum Gipfel

Audi beschäftigt sich nach eigenen Angaben schon seit mehreren Jahren mit autonomem Fahren: 2010 absolvierte ein speziell ausgerüsteter Audi TTS autonom die bekannte Bergstrecke am Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado.

Die nötige Technik hatten Forscher vom Electronics Research Lab von VW und von der Stanford-Universität gemeinsam entwickelt. Für den knapp 20 Kilometer langen Anstieg mit seinen 156 Kurven brauchte der Roboter-Audi 27 Minuten. Im Jahr darauf schaffte es ein Fahrer erstmals in weniger als zehn Minuten auf den Berg.


flasherle 11. Jan 2013

stimmt das macht spach aber auf dauer is mir ne klischische h schaltung doch lieber...

flasherle 11. Jan 2013

naja so wie er tut ist das auch nciht, die server müssten vll 1 mal im jahr neugestartet...

flasherle 11. Jan 2013

es geht nicht ums besser sein, es geht darum das man einfach direktes fahren haben will...

smueller 10. Jan 2013

Der Fahrzeuglenker der den Autopilot bedient.

wp (Golem.de) 10. Jan 2013

Danke für den Hinweis - ist korrigiert. wp (Golem.de)

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur (m/w) Bildverarbeitung / Informatik
    Imago Technologies GmbH, Friedberg (bei Frankfurt am Main)
  2. IT Infrastructure Governance Manager (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  3. Experte IT-Sicherheit (m/w)
    über FiEBES IN COMPANY Personalmarketing GmbH, Raum Südbayern
  4. Process Consultant Business Integration (BPI)
    Endress+Hauser InfoServe GmbH+Co. KG, Freiburg im Breisgau

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. TIPP: Avatar 3D und Titanic 3D [3D Blu-ray]
    22,97€
  2. Musik-Blu-rays reduziert
    (u. a. Metallica 9,99€, Bee Gees 9,97€, Bruce Springsteen 9,97€, Alanis Morissette 9,05€)
  3. NEU: Kokowääh 2 [Blu-ray]
    5,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Lehrreiche Geschenke

    Stille Nacht, Bastelnacht

  2. Samsung NX300

    Unabhängige Firmware verschlüsselt Fotos

  3. Arbeiter in China

    BBC findet schlechte Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer

  4. Misfortune Cookie

    Sicherheitslücke in Routern angeblich weit verbreitet

  5. Deutscher Entwicklerpreis 2014 Summit

    Das dreifache Balancing für den E-Sport

  6. Sicherheitssystem

    Volvo will Fahrradfahrer mit der Cloud schützen

  7. Security

    Schwere Sicherheitslücke im Git-Client

  8. Lumia Denim

    Verteilung von Windows-Phone-Update hat begonnen

  9. i8-Smartphone

    Linshof erliegt dem (T)Rubel

  10. Mobiltelefonie

    UMTS-Verschlüsselung ausgehebelt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Linshof: Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone
Linshof
Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone
  1. Smartphone-Markt Samsung schwächelt weiter, Xiaomi drängt in die Top 5
  2. Xodiom Spitzensmartphone scheint ein Schwindel zu sein
  3. Puzzle Phone Neues modulares Smartphone soll 2015 erscheinen

Yotaphone 2 im Test: Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht
Yotaphone 2 im Test
Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht

Grafiktreiber im Test: AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
Grafiktreiber im Test
AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
  1. Partikelsimulation Nvidias Flex rührt das Müsli an
  2. Geforce GTX 980 Matrix Asus' Overclocker-Grafikkarte schmilzt Eis
  3. Dual-GPU-Grafikkarte AMDs Radeon R9 295 X2 nur kurzfristig billiger

    •  / 
    Zum Artikel