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CTA: Containerterminal fängt Ökostromspitzen ab
CTA: Containerterminal fängt Ökostromspitzen ab (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Schüttgut wird automatisch entladen

Nebenan im Hansaport werden Frachter entladen, die Kohle und Eisenerz nach Hamburg bringen. Das machen vier Entladebrücken, die am Tag 100.000 Tonnen Erz und Kohle entladen können.

Auf der Brücke fährt ebenfalls eine Katze hin und her. Daran hängt ein Greifer, der das Schüttgut aus dem Laderaum des Schiffes löscht. Mit einem 3D-Laserscanner erfasst sie den Frachter am Kai, die Ladeluken an Deck, und sie erkennt, woraus die Ladung besteht. Ihre eigene Position bestimmt die Brücke per RTK-GPS.

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Der Greifer wird geschwungen

Ein Steuerungssystem gibt vor, wie das Schüttgut entladen wird. Da Kohle und Erz schlechte Fließeigenschaften haben, wird der Laderaum von den Ecken her ausgebaggert. Die besondere Herausforderung dabei: Der Laderaum ist größer als die Luke. Es reicht also nicht, den Greifer einfach in den Laderaum abzusenken. Um die Ecken zu erreichen, muss er in den Laderaum hineingeschwungen werden.

Der Greifer ist mit einem leistungsfähigen Trägheitsnavigationssystem (Inertial Navigation System, INS) ausgestattet, das ständig dessen Position ermittelt. So kann der Steuerrechner den Greifer bis auf einen halben Meter genau im Laderaum platzieren - und das, obwohl das Schiff ständig durch Wind und Wellen sowie durch den Wechsel der Tiden in Bewegung ist.

Der Kranfahrer wird eingewiesen

Die ständigen Bewegungen des Schiffes verhindern hingegen ein automatisches Entladen der Container. Um die Boxen von Bord zu holen oder dort zu stapeln, sind sogar zwei Mitarbeiter nötig. Einer sitzt in der Kabine und fährt den Kran, der andere steht an Bord des Frachters und weist ein, weil aus der Kabine oft nicht genau zu erkennen ist, wo die Container abgesetzt werden müssen. Nach vier Stunden wechseln die beiden den Platz.

  • Das Containerterminal Altenwerder (CTA) im Hamburger Hafen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das CTA ist eines der modernsten Containerminals der Welt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Hier können Schiffe der New-Panamax-Klasse festmachen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Containerbrücken be- und entladen die Schiffe. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das CTA hat 15 dieser Brücken, die 53 Meter hoch sind. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Sie fahren auf Schienen und können ihre Position verändern. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Katze holt den Container vom Schiff, die zweite lädt ihn auf einen Transporter. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die zweite Katze wird vom Computer gesteuert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wie die Katze ist auch der Transporter automatisiert unterwegs. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • So ein AGV sieht aus wie ein Sattelschlepper ohne Zugmaschine. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Transponder im Boden sorgen dafür, dass die AGVs ihr Ziel finden und auf dem Weg nicht kollidieren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Einige der AGVs habe Elektroantrieb und Wechselakkus, die hier getauscht werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Container werden in Blocklagern gestapelt. Jedes Lager hat zwei automatisch gesteuerte Kräne. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Abtransport erfolgt unter anderem mit der Bahn. Derzeit wird der Containerbahnhof erweitert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Hier können Schiffe der New-Panamax-Klasse festmachen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Dass diese Aufgabe in nächster Zeit ebenfalls automatisiert wird, ist deshalb nicht zu erwarten. Konkurrent Rotterdam - vor Hamburg die Nummer eins der europäischen Häfen - braucht für diese Funktion zwar ebenfalls noch menschliches Personal. Aber der Kranfahrer sitzt im Terminal Maasvlakte 2 nicht mehr in der Kabine in luftiger Höhe und schaut zwischen seinen Beinen hindurch in die Tiefe, sondern im Kontrollraum. Von dort steuert er die Kranbrücke aus der Ferne per Joystick.

Das erleichtert die Arbeit: Der Kranfahrer muss nicht mehr stundenlang nach vorne gebeugt sitzen. Und es macht die Brücke noch etwas leistungsfähiger, weil die Katze schneller fahren kann, wenn kein Mensch darin sitzt.

 Mehr Container auf gleicher FlächeEffizienz und Umweltschutz 

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blariog 08. Jul 2016

+1

Tobias Claren 04. Jul 2016

Das kommt auch noch. Besonders mit der "Technologischen Sigularität", dessen Eintreten...



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