Ausschreibung: Berlin sucht Unternehmen für kostenloses Stadt-WLAN
Klaus Wowereit (Bild: Daniel Modjesch/Getty Images)

Ausschreibung Berlin sucht Unternehmen für kostenloses Stadt-WLAN

Berlin will seit Jahren ein kostenloses WLAN aufbauen. Jetzt werden in einer Art Ausschreibung erstmals Kooperationspartner für das Projekt gesucht.

Anzeige

Berlins Senatskanzlei sucht Kooperationspartner für das Projekt Freies WLAN-Stadtnetz und startet deshalb ein Interessenbekundungsverfahren (PDF). Das gab die Senatskanzlei am 18. Juli 2012 bekannt.

Berlins Regierung will ein landesweites gebührenfreies WLAN aufbauen. Senatskanzleichef Björn Böhning sagte dazu im Januar 2012: "Wir wollen ein Netz an zentralen Orten innerhalb des S-Bahn-Ringes etablieren". Betreiber könnten ein WLAN installieren und dann versuchen, das über Werbung zu finanzieren. Private Investoren könnten sich engagieren. Auch Kooperationen mit regionalen Initiativen würden geprüft, sagte Böhning.

Zu der Ausschreibung sagte Böhning jetzt: "Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in unserer Stadt ist ein zentrales netzpolitisches Ziel des Berliner Senats. Die umfassende Verfügbarkeit des Internets mit seinen vielfältigen digitalen Angeboten werden für das Alltagsleben, für die internationale Konkurrenzfähigkeit und damit auch ökonomisch immer wichtiger für Metropolen wie Berlin." Freier und umfassender Netzzugang für alle, so Böhning weiter, habe perspektivisch auch ein wichtiges soziales Moment: "Wie heutzutage Radio und Fernsehen, gehört künftig auch Netzzugang zur Grundversorgung."

Das Interessenbekundungsverfahren richtet sich an etwaige Partner, die an Bereitstellung und Betrieb eines WLAN-Angebots in Berlin interessiert sind. Er lade kompetente Unternehmen und Institutionen ein, sich mit ihren Ideen, Konzepten und Vorstellungen zu beteiligen, sagte Böhning. Die Einreichungsfrist endet am 30. Oktober 2012.

Angefangen werden soll mit zentralen Orten der Stadt. "Eine stufenweise Weiterentwicklung bis hin zu flächendeckender Versorgung innerhalb des S-Bahnrings ist räumlich und konzeptionell denkbar", so die Senatskanzlei.

Gegen Störerhaftung

In der Ausschreibung heißt es: "Eine unmittelbare finanzielle Förderung erfolgt nicht. Soweit für die erforderlichen technischen Anlagen öffentliches Straßenland in Anspruch genommen werden soll, ist für diese Anlagen eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Diese ist grundsätzlich gebührenpflichtig, kann aber für Sondernutzungen, die im öffentlichen Interesse Berlins liegen, ermäßigt oder erlassen werden." Eine Bereitschaft zu Kooperationen und zur Schnittstellenoffenheit werden erwartet.

Berlin tritt bereits im Bundesrat bereits dafür ein, dass WLAN-Betreiber keine Risiken wegen Störerhaftung mehr fürchten müssen.


honk 19. Jul 2012

Kostenlos und werbefinaziert? Wenn sich da überhaupt ein Anbieter findet, wird es...

Blizzy89 19. Jul 2012

Es steht doch aber im Text "Eine unmittelbare finanzielle Förderung erfolgt nicht...

Kommentieren



Anzeige

  1. (Senior-)Business Partner IS (m/w)
    AstraZeneca GmbH, Wedel bei Hamburg
  2. IT Support Administrator (m/w)
    GENTHERM GmbH, Odelzhausen
  3. IT-Application Specialist (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  4. Softwareentwickler (m/w) im Bereich Oracle
    Nemetschek Allplan Systems GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sigmar Gabriel

    Wirtschaftsministerium stellt sich auf Seite von Uber

  2. Entertain

    Netflix soll mit Deutscher Telekom und Vodafone kooperieren

  3. Doppelmayr-Seilbahn

    Boliviens U-Bahn der Lüfte

  4. Snowden-Unterlagen

    NSA und GCHQ sollen Zugang zum Netz der Telekom haben

  5. IRC

    Chatnetzwerk Freenode gehackt

  6. OLED-Lampen

    LGs Panels erreichen 100 Lumen pro Watt

  7. Android 4.4

    Kitkat-Update für Razr-Modelle kommt im Oktober

  8. Intels Desktop-Chefin im Interview

    "Wir hatten unsere loyalsten Kunden frustriert"

  9. Workstations

    Dell, HP und Lenovo setzen auf Thunderbolt 2

  10. C680 Six Output

    Erste Matrox-Grafikkarten mit AMD-GPU kommen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Rezension What If: Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
Rezension What If
Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
  1. Transistoren Rechnen nach dem Schmetterlingsflügel-Prinzip
  2. MIT-Algorithmus Wie rotiert Schrott in Schwerelosigkeit?
  3. Neues Verfahren Yale-Forscher formt Smartphone-Hüllen aus metallischem Glas

Meta M1 im Hands on: Smartwatch mit langer Akkulaufzeit
Meta M1 im Hands on
Smartwatch mit langer Akkulaufzeit
  1. Smartwatch mit Android Wear Motorolas Moto 360 kommt für 250 Euro
  2. Gear S mit Tizen Samsungs neue Smartwatch kann telefonieren
  3. LG G Watch R Nächste LG-Smartwatch ist rund

Typ C: Neuer USB-Stecker mit Klick und USB 3.1 ausprobiert
Typ C
Neuer USB-Stecker mit Klick und USB 3.1 ausprobiert
  1. HD Graphics 5300 Broadwell-GPU mit 24 oder 48 EUs, sparsamer und schneller
  2. NUC und Co. Intel will die Mini-PCs halbieren
  3. IMHO USB Typ C lieber heute als morgen

    •  / 
    Zum Artikel