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Meta-Chef Meron Gribetz mit Datenbrille: 500 App-Entwickler
Meta-Chef Meron Gribetz mit Datenbrille: 500 App-Entwickler (Bild: Meta)

Augmented Reality: Datenbrille lässt die Fingerspitzen leuchten

Die Datenbrille Space Glasses holt virtuelle Gegenstände in die reale Welt und ermöglicht es dem Nutzer, damit auf natürliche Weise zu interagieren. Das New Yorker Unternehmen bringt eine Entwicklerversion auf den Markt. Die Brille für Endkunden soll Anfang 2014 erhältlich sein.

Das US-Unternehmen Meta hat eine Brille für Augmented Reality (AR) entwickelt, die eine natürliche Interaktion mit virtuellen Objekten ermöglichen soll. Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne bringt das Unternehmen, eine Ausgründung der Columbia-Universität in New York City, eine Entwicklerversion des Systems auf den Markt.

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Es gebe drei verschiedene Arten von Datenbrille, sagt Ben Sand, einer der Gründer von Meta, im Gespräch mit Golem.de: Da sei zum einen das Headset für das vollständige Eintauchen in eine virtuelle Realität, wie Oculus Rift, welches die Umwelt komplett ausblendet. Das zweite sei die Brille für Mitteilungen, wie etwa Google Glass oder Glass Up des italienischen Unternehmens Si14: Die Brille zeigt Informationen an, wie neue E-Mails oder Nachrichten oder welche Richtung der Nutzer an der nächsten Kreuzung einschlagen müsse.

Natürliche Interaktion

Ihr System hingegen ermögliche eine natürliche Interaktion: Der Nutzer interagiert mit virtuellen Gegenständen mit Gesten, die er aus der realen Welt kennt - ähnlich wie das in Science-Fiction-Filmen wie Avatar, Iron Man oder Minority Report dargestellt werde.

Die Datenbrille sei Monitor und Eingabemedium in einem: Der Nutzer bekommt in der Brille Daten angezeigt. Sie werden über ein System von Spiegeln und Prismen in sein Gesichtsfeld eingeblendet, erklärt Sand. Jedes Brillenglas hat eine Auflösung von 960 x 540 Bildpunkten. Ein Blick in die obere Ecke des Gesichtsfeldes, um die virtuellen Inhalte zu sehen, ist also nicht nötig. Der Nutzer kann mit einem Gegenüber Augenkontakt halten. Die virtuellen Inhalte und Gegenstände sind zudem durchscheinend, so dass sie die andere Person und die Umwelt nicht verdecken.

Kameras und Sensoren

Die Brille ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet: Ein Beschleunigungsmesser, ein Kompass und ein Gyroskop erkennen die Ausrichtung der Brille. Eine Infrarot-Tiefenkamera mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln sowie eine 720p-RGB-Kamera erfassen die Position der Hände, damit der Nutzer mit virtuellen Gegenständen interagieren kann. Dafür habe Meta eigens einen Algorithmus für die Tiefenverarbeitung entwickelt, sagt Sand.

Die Brille lasse die Fingerspitzen leuchten. Das erleichtere es dem Nutzer, die Position der Hände im dreidimensionalen Raum besser abzuschätzen. Außerdem sehe das gut aus - der Nutzer "fühlt sich wie ein Superheld", sagt Sand.

Instrument für die Zusammenarbeit

Ziel sei, den Computer zu ersetzen, sagt Sand. Die Brille solle dort eingesetzt werden, wo heute ein Desktop oder ein Laptop genutzt werden. Sie scheint also weniger für den Einsatz unterwegs gedacht zu sein als Google Glass oder Glass Up. Anwendungen könnten etwa Designlabore oder Architekturbüro sein: Durch die AR-Brille kann ein Entwurf betrachtet oder auch verändert werden. Die Brille ist auch als Instrument für die Zusammenarbeit gedacht. Es könnten also mehrere Designer oder Architekten mit dem Modell interagieren. Mediziner könnten sich während einer Operation eine Computertomographie in der Brille anzeigen lassen.

Natürlich eignet sich die Brille auch sehr gut zum Spielen. Das können herkömmliche Spiele wie Schach oder Tabletops sein. Vorteil dabei ist, dass die Spieler nicht am selben Ort sein müssen.

Unity 3D

Das können aber auch Computerspiele sein. Meta arbeitet mit der Spiele-Engine Unity 3D. Das ermöglicht es, mit der Brille zu spielen. Es sei beispielsweise möglich, Spieleinhalte über die reale Umwelt zu legen. So könnte aus der Zimmertür das Tor einer Festung werden, durch das der Spieler trete, um sein Heim gegen eine Ork-Horde zu verteidigen, sagt Sand.

Die Entwicklung des Systems hat Meta teilweise per Crowdfunding finanziert. Die Kickstarter-Kampagne im Mai war sehr erfolgreich. Das Unternehmen erhielt fast das Doppelte der intendierten Summe: Die New Yorker wollten 100.000 US-Dollar aufbringen. Es wurden über 194.000 US-Dollar.

Version für Entwickler

Jetzt bringt Meta eine Version heraus, die sich an Entwickler von AR-Apps richtet. Zu diesem Anlass veranstaltet Meta am Samstag in San Francisco einen Workshop für die App-Entwickler. Das Interesse sei groß, sagte Meta-Gründer und -Chef Meron Gribetz kürzlich der Nachrichtenagentur Bloomberg. Es hätten sich schon 500 Entwickler bei Meta registriert.

Die erste Version der AR-Brille ist noch etwas sperrig. Die Version für die Endkunden soll schlanker und eleganter sein und eher einer herkömmlichen Sehhilfe ähneln. Meta will sie im ersten Halbjahr 2014 auf den Markt bringen. Über den Preis wollte Sand keine Angaben machen.


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TheUnichi 13. Aug 2013

Wie gesagt, achte auch darauf, wie sich der Character hinter z.B. einem Baum verhält. Da...

Kiwi 12. Aug 2013

ist schon i-wie krank wie man die kinder mit dieser brille auf der nase spielen sieht...

Weltverbesserer 11. Aug 2013

"Die Entwicklung des Systems hat Meta *teilweise* per Crowdfunding finanziert." Diese 194...

lukasbieri 10. Aug 2013

Da habe ich auch gedacht. Könnte was interessantes weerden!

moppi 10. Aug 2013

technik feinde ? ... achja steht nicht google glass drauf



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