Atmung Implantat aus 3D-Drucker rettet Säugling das Leben

Mediziner der Universität Michigan haben einem Baby ein Implantat aus Kunststoff in die Atemwege eingesetzt, das mit einem 3D-Drucker gefertigt wurde. Es verhindert den Erstickungstod des Säuglings und löst sich mit der Zeit selbst auf.

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Forscher der Universiät Michigan, die Implantate mit einem durch den menschlichen Körper abbaubaren Kunststoff entwickeln, haben einen fünf Monate alten Säugling mit Hilfe einer ungewöhnlichen Konstruktion gerettet: Sie setzten einen Splint aus dem 3D-Drucker ein. Die Hauptbronchie des Babys aus Ohio war nicht stabil (Tracheomalazie), so dass sie zu schlaff war und gelegentlich kollabierte. Dem Kind drohte dadurch ständig der Tod durch Ersticken. Eine Heilung durch herkömmlichen Methoden erschien aussichtslos.

  • Das Implantat auf einem Modell der Hauptbronchie des Kindes (Bild: Uni Michigan)
  • Das Implantat im Modell und auf einer Hauptbronchie des Kindes (Bild: Uni Michigan)
  • Das Implantat (rot) auf einer Hauptbronchie des Kindes (grün) (Bild: Uni Michigan)
Das Implantat auf einem Modell der Hauptbronchie des Kindes (Bild: Uni Michigan)

Der Mediziner Glenn Green und der Maschinenbauer Scott Hollister erwirkten eine Notfallfreigabe ihrer noch unerprobten Technik bei der US-Aufsichtbehörde und entwickelten ein Implantat, das aus dem Polymer Polycaprolacton gefertigt wurde. Dieser Kunststoff wird vom Körper langsam abgebaut.

Die Stützkonstruktion, die den Hauptbronchus auseinanderhält und sich dennoch bewegen und leicht dehnen lässt, soll sich innerhalb von ungefähr drei Jahren auflösen, damit das Wachstum des Kindes nicht behindert wird. Green und Hollister haben den Splint auf Basis einer Computertomographie des Kindes am Rechner konstruiert und dann mit Hilfe eines 3D-Druckers hergestellt.

Der Splint, der wie eine längs aufgeschnittene Röhre aussieht, wurde Anfang Februar 2012 am C.S. Mott Children's Hospital mit Einwilligung der Eltern eingesetzt. Das Implantat bietet dem Bronchus eine Skelett-artige Stütze. Drei Wochen nach dem Eingriff konnte die Gerätebeatmung beendet werden. Auch ein Jahr nach dem Eingriff wurde eine normale Entwicklung der Luftröhre diagnostiziert.

Die Mediziner berichten von ihrem Fall in der Fachpublikation New England Journal of Medicine. Die Konstruktion am Rechner und der Druckprozess können nach Angaben der Forscher auch für die Rekonstruktion anderer Gewebe eingesetzt werden. Green und Hollister haben in vorklinischen Studien auch schon Strukturen von Ohren und Nasen erstellt und erprobt. Hollister hat mit anderen Forschern testweise auch schon Teile von Wirbeln, Schädeln und Röhrenknochen modelliert.


SaSi 29. Mai 2013

Anders sehe ich das auch nicht. Das ich einem kind nicht rauch ins gesicht blase oder...

Himmerlarschund... 29. Mai 2013

Wie kann man sich über 3 Zeilen hinweg über so einen winzigen Fehler derart echauffieren?

Natchil 28. Mai 2013

Hast du angst das die Leute sich die Finger wegsprengen? Also ich hab noch keine Waffe...

Ganta 28. Mai 2013

Aufschneiden, einsetzen, zunähen. xD Naja denke mal wird wie eine Gefäßprothese auch...

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