Astronomieaufnahmen Canons spezielle EOS 60Da für Sternengucker

Canon hat mit der EOS 60Da eine DSLR-Kamera vorgestellt, die für Astronomiemotive mit hohem Infrarot- und Ha-Lichtanteil gedacht ist. Sie ist der Nachfolger der recht alten EOS 20Da und ein Ableger der 60D mit modifiziertem 18-Megapixel-Sensor.

Anzeige

Canon hat eine Kamera für Sternengucker vorgestellt. Die EOS 60Da ist speziell für den Anwendungsbereich Astrofotografie gedacht. Die EOS 60Da ist zum einen der Nachfolger der vor über sieben Jahren vorgestellten EOS 20Da und zum anderen ein Ableger der EOS 60D, die vor 1,5 Jahren vorgestellt wurde.

Verglichen mit der 20Da bietet die 60Da nun 18 statt 8 Megapixel sowie eine grundsätzlich modernisierte Kamera mit neuem Bildprozessor (Digic-4), schwenkbarem Display und überarbeiteter Bedienung. 20Da-Astrofotografen müssen also nicht mehr neidisch auf die Fortschritte der regulären Kamerawelt schauen.

  • EOS 60Da (Bilder: Canon)
  • Canon EOS 60Da
  • Canon EOS 60Da
  • Die Fernbedienung gehört nicht zum Lieferumfang, nur der Adapter gehört dazu.
  • Lieferumfang
EOS 60Da (Bilder: Canon)

Tiefpassfilter lässt anderes Licht zu den Sensoren

Was die 60Da im Vergleich zur 60D ausmacht, sind Anpassungen speziell für Aufnahmen des Weltraums. Der Tiefpassfilter des Bildsensors (22,3 mm x 14,9 mm) wurde laut Canon daraufhin optimiert, dass die Kamera auch Infrarotlicht und Hydrogen-Alpha-Licht gut sieht. Hydrogen-Alpha-Licht liegt bei 656 nm, ist also noch im für Menschen sichtbaren Bereich und vor allem für Sonnenfotografie wichtig. Die 60Da nimmt dreimal so viel Ha-Licht auf wie eine 60D. Infrarotlicht liegt deutlich oberhalb der menschlichen Wahrnehmung über das Auge.

Für Infrarotfotografie ist die neue Kamera vermutlich nicht geeignet. Zumindest die EOS 20Da wird für Astronomieaufnahmen, aber nicht für IR-Fotografie empfohlen. Wer sich für IR-Fotografie interessiert, muss dies mit einer normalen DSLR machen, was bei einigen Kameras mit viel Aufwand verbunden ist und bei einigen neueren Modellen lange Belichtungszeiten erfordert, um genug Infrarotlicht einzufangen.

Da die EOS 60Da ein Teil der EOS-Familie ist, gibt es in der Theorie keine besonderen Anforderungen an die Objektive (EF oder EF-S) oder das Bajonett. Wer mit so einer Kamera arbeitet, dürfte aber Interesse an optisch besonders guten Objektiven haben. Da die 60Da wie auch die 60D eine APS-C-Kamera ist, erhöht sich die effektive Brennweite um 60 Prozent (Cropfaktor 1,6). Die weiteren technischen Daten entsprechen weitestgehend der 60D. Sie nimmt SDXC-Karten auf, erlaubt ISO-Werte bis hinauf auf 12.800 und weitere Informationen zu der Astrofotografiekamera gibt es im technischen Datenblatt der 60Da.

Die Kamera wird nicht überall verfügbar sein. Sie wird also, wenn überhaupt, nur in wenigen Läden ab Ende April 2012 in Deutschland geführt. In den USA gibt Canon an, dass sie speziell bestellt werden muss. Für Deutschland fehlt die Angabe. Der Preis liegt bei rund 1.400 Euro. Zum Vergleich: Der damalige Preis für die EOS 20Da lag bei rund 2.500 Euro. Ein Netzteil zur dauerhaften Stromversorgung gehört zum Lieferumfang dazu.


Raumzeitkrümmer 03. Apr 2012

Das dürfte aber auch nicht wundern, denn kein Filter hat eine unendlich hohe Dämpfung...

Raumzeitkrümmer 03. Apr 2012

Im Prinzip ja, man muss nur noch zusätzlich den Weißabgleich verändern, da auch der...

ichbinsmalwieder 03. Apr 2012

Ausserdem heißt "Hydrogen" im Deutschen schlicht "Wasserstoff". H ist die höchste...

Kommentieren



Anzeige

Anzeige

  1. Softwareentwickler ASP.NET (m/w)
    MWG-Biotech AG, Ebersberg (Großraum München)
  2. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  3. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  2. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  3. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  4. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen

  5. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  6. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  7. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  8. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  9. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux

  10. Reprap

    "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel