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So stellt sich ein Künstler Planet 9 vor.
So stellt sich ein Künstler Planet 9 vor. (Bild: Caltech/R.Hurt(IPAC)/CC-BY-SA 4.0)

Zwischenspiel im Kuipergürtel und das Verschwinden eines Planeten

Am 30. August 1992 entdeckten David Jewitt und Jane Luu den Himmelskörper mit dem Namen "1992 QB1". Er befand sich noch weiter von der Sonne entfernt als Pluto und war der erste Himmelskörper, der in dieser fernen Region gefunden wurde. In einigen Medien wurde das damals als die Entdeckung eines "zehnten Planeten" gefeiert. Den Astronomen war aber von Anfang an klar, dass hier "nur" ein Asteroid gefunden worden war. Sein Durchmesser beträgt ungefähr 167 Kilometer, was auch bei sehr viel Enthusiasmus nicht ausreicht, um aus dem fernen Felsbrocken einen Planeten zu machen.

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Das bedeutet aber nicht, dass die Entdeckung von 1992 QB1 keine außergewöhnliche und wichtige Sache war. Schon 1943 stellte der irische Astronom Kenneth Edgeworth eine Theorie auf, nach der sich außerhalb der Neptun-Bahn ein großer Asteroidengürtel befinden könnte. Eine ähnliche Theorie entwarf auch 1951 der Amerikaner Gerard Kuiper. Fern der Sonne sollten sich jede Menge Objekte befinden, die in der Entstehungsphase der Planeten vor 4,5 Milliarden Jahren übrig blieben. So wie in den inneren Regionen ballte sich im jungen Sonnensystem auch dort draußen der Staub zu Fels- und Eisbrocken diverser Größen zusammen. Aber weit entfernt von der Sonne bewegten sich die Objekte langsamer; es gab weniger Kollisionen und die Himmelskörper konnten nur langsam wachsen.

Die Entdeckung des Kuipergürtels

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Asteroiden im inneren Sonnensystem alle verschwunden; sie wuchsen zu Planeten heran oder wurden von den herangewachsenen Planeten zerstört, in die Sonne oder aus dem Sonnensystem hinaus geschleudert. Im äußeren Sonnensystem aber blieben sie, was sie waren. Sie schafften es nicht, große Planeten zu bilden.

Eine plausible Hypothese, die nun durch die Entdeckung von Jewitt und Luu bestätigt wurde. Mit 1992 QB1 hatten sie den ersten Asteroiden des Kuipergürtels (So wird diese Ansammlung von Asteroiden meistens genannt - "Edgeworthgürtel" wäre eigentlich der gerechtere Name) entdeckt!

Obwohl: Wenn man genau sein möchte, dann handelt es sich um das zweite Objekt im Kuipergürtel. Denn in den folgenden Jahren entdeckten die Astronomen immer weitere Asteroiden des Kuipergürtels. Einige davon noch weiter entfernt; einige aber auch direkt dort, wo sich Pluto befindet. Schon 1993 war eine ganze Gruppe von Asteroiden bekannt, die sich um Pluto versammelt hatte (die sogenannten "Plutinos"), und damals begannen die Astronomen auch darüber nachzudenken, ob es eigentlich noch angebracht ist, Pluto als Planeten zu bezeichnen.

 Neptun ist nicht Planet X ...Was ist Pluto? 

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AnnonymerAnalph... 03. Feb 2016

... fällt bei dem unreflektierten "Hype" mancher Medien auf. Danke.

Basinator 03. Feb 2016

+ 0,99...

FlorianFreistetter 01. Feb 2016

Eigentlich sollte es hier ein Bild geben mit einer möglichen (möglichen! Man weiß noch...

PearNotApple 01. Feb 2016

Daumen hoch auch von mir. Man lernt viel bei Golem.

Diach 01. Feb 2016

Vorsicht! Lesen gefährdet die Dummheit! Kleiner Scherz am Rande. Werbung sollte...



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