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TMT: Bau im Lebensraum eines endemischen Käfers
TMT: Bau im Lebensraum eines endemischen Käfers (Bild: TMT)

Astronomie: 30-Meter-Teleskop darf gebaut werden

TMT: Bau im Lebensraum eines endemischen Käfers
TMT: Bau im Lebensraum eines endemischen Käfers (Bild: TMT)

Die Behörden des US-Bundesstaates Hawaii haben die Erlaubnis zum Bau des größten optischen Teleskops der Welt erteilt: Es bekommt einen 30 Meter großen Spiegel und wird auf dem Gipfel des Vulkans Mauna Kea errichtet.

Auf Hawaii wird das größte optische Teleskop der Welt gebaut: Die zuständige Behörde, das Board of Land and Natural Resources (BLNR), hat die Erlaubnis erteilt, auf dem Mauna Kea das Thirty Meter Telescope (30-Meter-Teleskop, TMT) zu bauen.

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Das Teleskop wird einen Hauptspiegel mit einem Durchmesser von 30 Metern haben, der aus 492 Segmenten zusammengesetzt wird. Das Teleskop wird Licht im nahen Ultraviolett- und im mittleren Infrarotbereich auffangen. Das entspricht Wellenlängen im Bereich von 0,31 bis 28 Mikrometern. Es wird über eine adaptive Optik verfügen, die Unschärfen, die durch die Erdatmosphäre verursacht werden, ausgleichen soll.

Alte Galaxien und dunkle Materie

Mit dem TMT wollen Astronomen unter anderem nach Exoplaneten, also Planeten außerhalb unsres Sonnensystems, suchen - und damit auch nach möglichem Leben im All. Zudem wollen sie Galaxien und Sterne aus der Frühzeit des Universums beobachten, die rund 13 Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Zu den Aufgaben wird auch die Suche nach dunkler Energie und dunkler Materie gehören.

  • Das TMT wird auf dem Gipfel des etwa 4.200 Meter hohen Mauna Kea auf Hawaii gebaut. (Bild: TMT)
  • Hawaiianer und Naturschützer hatten gegen den Bau protestiert. Die Behörden genehmigten ihn dennoch, wenn auch mit Auflagen. (Bild: TMT)
  • Das TMT wird mit seinem 30 Metern großen Spiegel das größte optische Teleskop der Welt sein. (Bild: TMT)
  • Damit wollen die Forscher unter anderem 13 Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxien betrachten. (Bild: TMT)
  • Das E-ELT, das die europäische Südsternwarte in Chile bauen will, wird einen noch größeren Spiegel als das TMT haben. (Bild: Eso)
Das TMT wird auf dem Gipfel des etwa 4.200 Meter hohen Mauna Kea auf Hawaii gebaut. (Bild: TMT)

Hawaiianer und Naturschützer hatten gegen den Bau des Teleskops protestiert: Den Einheimischen gilt der rund 4.200 Meter hohe Vulkan Mauna Kea als heiliger Berg. Tierschützer befürchten, der Bau des Teleskops schränke den Lebensraum des Wekiu ein. Das ist eine am Boden lebende Wanze, die nur am Mauna Kea vorkommt. Das BLNR hat die Baugenehmigung an Auflagen, sowohl was das kulturelle hawaiianische Erbe als auch den Naturschutz angeht, geknüpft.

TMT, Webb, Alma

Der Baubeginn ist für April 2014 geplant. 2021 soll der wissenschaftliche Betrieb aufgenommen werden. Bei seiner Inbetriebnahme wird das TMT das größte optische Teleskop sein. Sein Spiegel wird neunmal so groß sein wie der des aktuell größten optischen Teleskops. Das TMT soll das James-Webb-Weltraumteleskop, das Ende des Jahrzehnts und das kürzlich in Betrieb genommene Atacama Large Millimeter Array (Alma) ergänzen.

Auf dem Mauna Kea stehen bereits mehrere Teleskope. Der Gipfel liegt meist über den Wolken und ermöglicht an etwa 300 Tagen im Jahr einen klaren Blick in den Himmel. Da Hawaii mitten im Pazifik liegt, gibt es dort nur wenig Luftverschmutzung. Auf Hawaii gibt es zudem nur wenige Städte und damit auch nur eine geringe Lichtverschmutzung.

Den Titel des größten optischen Teleskops wird das TMT nicht lange tragen: 2022 soll das European Extremely Large Telescope (E-ELT) fertiggestellt werden. Dessen Spiegel wird einen Durchmesser von knapp 40 Metern haben.


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non_sense 17. Apr 2013

Das Video erinnert mich an die Alpecin-Werbung XD Aber das ist das witzige an diesen...

dreske 17. Apr 2013

Im Artikel steht: "Sein Spiegel wird neunmal so groß sein wie der des aktuell größten...

Fantasy Hero 16. Apr 2013

Ohhh Montjeu, hab ich einen Rechtschreibfehler gemacht... Schande über mein Haupt! o.O...

kendon 16. Apr 2013

wikipedia sagt übrigens das "der gerät" auch im sichtbaren spektrum sehen kann, also...



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