Anzeige
Die ARD-Mediathek
Die ARD-Mediathek (Bild: ARD Mediathek/Screenshot: Golem.de)

ARD und ZDF Einigung im Streit um gelöschte Fernsehbeiträge in Sicht

Die Interessenvertreter von öffentlich-rechtlichen Anstalten, Privatsendern und Verlagen nähern sich in der Frage der Verfügbarkeit von Internetinhalten an. Nach den bisher geltenden Regeln dürfen die Sender von ARD und ZDF ihre eigenproduzierten Beiträge im Internet nicht unbegrenzt anbieten - manche Sendungen sind schon nach sechs Tagen nicht mehr zu finden.

Anzeige

Das böse Wort des "Depublizierens", also der Löschung von bereits veröffentlichtem Material, könnte bald Geschichte sein - wenn die Berliner Zeitung recht behält. Das Blatt berichtet über eine Annäherung im Streit zwischen öffentlich-rechtlichen Veranstaltern, Privatsendern und Verlagen.

Die Onlineaktivitäten der gebührenfinanzierten Sender stehen von jeher in der Kritik von kommerziellen Unternehmen; einheitliche Regeln gibt es nicht. Fest steht nur, dass ARD und ZDF ihre Beiträge nicht unbegrenzt in ihren Mediatheken und auf anderen Onlineplattformen anbieten dürfen.

Wie die Berliner Zeitung ausführt, liege die unterschiedliche Zeitspanne nur zum Teil an rechtlichen Problemen, wenn etwa ein Beitrag von einer externen Produktionsfirma erstellt worden sei. Dann lägen die Rechte für die Onlinevermarktung je nach Vertrag nicht automatisch auch bei dem Sender, der ihn ausgestrahlt habe.

Manchmal, so der Bericht weiter, liege die Entscheidung über die Dauer, für die ein Beitrag online angeboten werde, auch beim Moderator einer Sendung. So soll es Frank Plasberg wichtig sein, dass sein "Hart aber fair" auch noch ein Jahr im Nachhinein zu sehen sei, Günther Jauch soll aber darauf drängen, dass nur die jeweils aktuelle Ausgabe seines Polittalks vom vorherigen Sonntagabend noch verfügbar sei. Noch bevor die neue Sendung starte, müsse die vorherige gelöscht werden.

Privatsender lenken ein

Während solche Einzelentscheidungen wohl nur auf individueller Ebene geändert werden können, sprach sich ZDF-Intendant Thomas Bellut nun dafür aus, "die Informationsbeiträge ohne Beschränkung" online zeigen zu können. Auch Tobias Schmid, Chef des Privatsenderverbandes VPRT, sieht zumindest für Beiträge aus dem Bereich Bildung und Kultur keinen Grund, die Fristen zu verlängern oder ganz aufzuheben. Nur bei Unterhaltungsprogrammen sollen die öffentlich-rechtlichen wie bisher verfahren, was nicht verwundert: Die Privatsender vermarkten solche Inhalte längst gegen Gebühr in ihren eigenen Portalen.

Bis es neue und vielleicht klarere Regelungen zur Depublizierung gibt, wird es aber wohl noch eine Weile dauern: Erst nach der zweijährigen Prüfungsphase für das neue Gebührenmodell, also 2015, soll sich laut Berliner Zeitung auch die Politik wieder mit den Onlineaktivitäten von ARD und ZDF beschäftigen wollen.


breadbaker 24. Jan 2013

Vor allem aber könnte man erwarten, dass durch Gebühren finanzierte Inhalte auch...

frischmilchpups 23. Jan 2013

Daran erkennt man, das privat vor staat eine billige luege ist um profite zu sichern

Casandro 23. Jan 2013

... gibts längst das ganze Programm einfach per Torrent. :) Wir leben in einer Zeit in...

Kommentieren


Pottblog / 24. Jan 2013



Anzeige

  1. IT-Operations Analyst Produktdatenmanagement PIM (m/w)
    Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt
  2. Ingenieur als Software- / Systementwickler für mobile Systeme in der Intralogistik (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Heidesheim
  3. Moodle-Administrator (m/w)
    Fachhochschule Südwestfalen, Hagen
  4. ERP-Basis Administrator (m/w)
    Kendrion (Villingen) GmbH, Villingen-Schwenningen

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. NUR NOCH HEUTE GÜNSTIGER: Project Cars
    19,95€
  2. South Park: Der Stab der Wahrheit [PC Code - Steam]
    5,95€
  3. Dragon Age: Inquisition PC
    9,99€ (+ 2,99€ Versand ohne Prime)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Darpa

    Schnelle Drohnen fliegen durch Häuser

  2. Mattel und 3Doodler

    3D-Druck für Kinder

  3. Adobe Creative Cloud

    Adobe-Update löscht Daten auf dem Mac

  4. Verschlüsselung

    Thüringens Verfassungsschutzchef Kramer verlangt Hintertüren

  5. Xeon D-1571

    Intel veröffentlicht sparsamen Server-Chip mit 16 Kernen

  6. Die Woche im Video

    Sensationen und Skandale

  7. Micron

    Von 1Y-/1Z-DRAM-, 3D-Flash- und 3D-Xpoint-Plänen

  8. Hochbahn

    Hamburger Nahverkehr bekommt bald kostenloses WLAN

  9. ViaSat Joint Venture

    Eutelsat wird schnelleres Satelliten-Internet bieten

  10. SSDs

    Micron startet Serienfertigung von 3D-NAND-Flash



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Raspberry Pi Zero angetestet: Der Bastelrechner für stille, dunkle Ecken
Raspberry Pi Zero angetestet
Der Bastelrechner für stille, dunkle Ecken
  1. Jaguarboard Noch ein Bastelcomputer mit Intel-Chip
  2. Cricetidometer mit Raspberry Pi Ein Schrittzähler für den Hamster
  3. Orange Pi Lite Preis- und Größenkampf der Bastelcomputer

Lumberyard: Amazon krempelt den Spielemarkt um
Lumberyard
Amazon krempelt den Spielemarkt um
  1. Lumberyard Amazon veröffentlicht Engine auf Basis der Cryengine

VBB-Fahrcard: Der Fehler steckt im System
VBB-Fahrcard
Der Fehler steckt im System
  1. VBB-Fahrcard Busse speichern seit mindestens April 2015 Bewegungspunkte
  2. VBB-Fahrcard Berlins elektronische Fahrkarte speichert Bewegungsprofile

  1. Re: Herr Kramer sollte zurücktreten

    narfomat | 04:34

  2. Re: Biometriefalle

    cpt.dirk | 03:36

  3. Re: solange kodi noch geht...

    PLanB2007 | 03:34

  4. Re: Desaströse IT

    cpt.dirk | 03:31

  5. Re: Fahrtwege protokollieren

    SeppKrautinger | 03:19


  1. 14:35

  2. 13:25

  3. 12:46

  4. 11:03

  5. 09:21

  6. 09:03

  7. 00:24

  8. 18:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel