Archos 101 XS im Test: Neues Tablet, alte Probleme
Archos 101 XS (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Verfügbarkeit und Fazit

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Die unverbindliche Preisempfehlung für das Archos 101 XS mit Tastaturcover liegt bei 380 Euro, im Onlinehandel ist das Tablet bereits für knapp über 350 Euro zu bekommen. Bei Lidl gab es das Tablet kürzlich für 330 Euro. Neben dem Tastaturcover liegen dem Tablet ein Ladegerät, ein USB-Kabel und eine Kurzanleitung bei.

Fazit

Das Archos 101 XS hinterlässt keinen guten Eindruck im Test. Trotz des gelungenen Designs, der besseren Verarbeitung des Gehäuses sowie des Updates auf Android 4.1 und der damit verbundenen Performancesteigerung überwiegen die vielen Unzulänglichkeiten des Tablets.

Am schwerwiegendsten ist für uns die Qualität des Bildschirms. Eine längere Benutzung des Tablets wird durch das flimmernde Display nahezu unmöglich gemacht, da die Augen schnell ermüden. Insbesondere bei weißen Flächen stören die Streifen sehr. Da der Bildschirmfehler bei zwei 101 XS und zwei älteren G9 auftritt, ist von einem grundsätzlichen Problem mit den 10,1-Zoll-Displays auszugehen. Zusammen mit der schlechten Multitouch-Umsetzung hinterlässt der Bildschirm des Tablets einen katastrophalen Eindruck.

Passend dazu hat Archos die Rückwandprobleme des G9 beim neuen Modell nicht behoben. Dass das Display auf geringen Druck auf die Rückseite des Tablets eine regelrechte Lichtershow produziert und sogar Befehle ausgeführt werden, ist nicht akzeptabel. Auch die stellenweise schlechte Grafikleistung des Tablets ist enttäuschend.

Das gut gelungene Tastaturcover, die anständigen Benchmark-Werte und das seit dem Update flüssig laufende Betriebssystem können diese negativen Aspekte nicht ausgleichen. Wird schließlich die unmittelbare Konkurrenz des Archos-Tablets berücksichtigt, gibt es in derselben Preisklasse einige bessere Alternativen. Für momentan um die 15 Euro Aufpreis ist beispielsweise Acers Iconia Tab A510 mit einem Tegra-3-Prozessor erhältlich. Zwar läuft dieses Tablet noch mit Android 4.0, laut einer uns vorliegenden Mitteilung des deutschen Supports ist jedoch ein Update auf Android 4.1 für das Gerät geplant.

Das Nexus 10 von Samsung - für uns momentan die Referenz der Android-Tablets - ist in der günstigsten Variante mit 16 GByte Speicher für einen Preis von 400 Euro in Googles Play Store erhältlich. Damit ist das Gerät nur knapp 50 Euro teurer als das Tablet von Archos. Zwar muss der Nutzer ohne Speicherkartensteckplatz auskommen, das Nexus 10 hat dafür aber unter anderem einen schnelleren Prozessor, ein besseres Display und die aktuelle Android-Version 4.2.

Trotz Fortschritten im Design und in der Verarbeitung ist das Archos 101 XS letztlich ein Tablet, das für einen zu hohen Preis zu viele Unzulänglichkeiten aufweist. Ähnlich teuren Konkurrenzprodukten ist es daher auch mit Jelly Bean nicht gewachsen.

Nachtrag vom 7. Dezember 2012, 15:05 Uhr

Archos teilte uns mit, dass normalerweise das Schreibprogramm Office Suite Pro 6 auf dem Tablet installiert sei. Auf unseren Testgeräten sei die App nicht installiert gewesen, da die Tablets vor dem Versand formatiert wurden. Die entsprechende Passage im Text wurde geändert.

 Frisches Update auf Jelly Bean

aha47 13. Jan 2013

Das Galaxy Nexus ist ein Telefon. Hier geht's aber um Tablets.

zZz 08. Dez 2012

vielleicht ist es der aufpreis wert, wenn man sich die qualität des archos anschaut. das...

Endwickler 07. Dez 2012

Nun, ich habe auch eines der ersten, das internet tablet 101, und der Schirm ist eben...

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