Archos 101 XS im Test: Neues Tablet, alte Probleme
Archos 101 XS (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Praktisches Coverboard mit Tastatur

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Dem 101 XS liegt das sogenannte Coverboard bei, das als Schutzhülle und Tastaturdock genutzt werden kann. Das Cover wird durch Magnete auf der Oberseite des Tablets gehalten und schützt so das Display. Auf der Rückseite des Coverboards ist wie auf der Rückseite des Tablets ein Metallpanel eingelassen. Der Bildschirm schaltet sich nicht automatisch ab, wenn der Nutzer das Cover auflegt, wie es das iPad bei einigen Hüllen macht.

Eine Befestigung des Coverboards auf der Rückseite des Tablets scheint nicht vorgesehen zu sein. Das wäre praktisch, da das Cover unterwegs nicht erst irgendwo verstaut werden müsste. Das Cover ließ sich nur in unpassenden Positionen befestigen, da die Rückseite des Tablets keinen magnetischen Rand hat.

Durch die Tastatur auf der Innenseite des Coverboards verwandelt sich das 101 XS in ein kleines Notebook. Oberhalb der Tastatur befinden sich die Kontakte für die Verbindung mit dem Tablet und ein ausklappbarer Kunststoffständer, der das Tablet von hinten abstützt. Dieser wirkt etwas zerbrechlich. Durch drei Magnete in der Aufnahmerinne und einen Magnet im Aufsteller sitzt das Tablet allerdings stabil und sicher im Coverboard. Die Tastatur wird nach dem Einstecken des Tablets ohne große zeitliche Verzögerung erkannt.

Display lässt sich nur mit Trick kippen

Der Neigungswinkel des Bildschirms ist für unseren Geschmack zu steil. Wird der Ständer etwas zur Seite gedreht, kann der Anwender das Display zwar um einige wenige Grad nach hinten neigen. Ob diese Funktion jedoch vom Hersteller vorgesehen ist, ist fraglich: Bereits nach wenigen Millimetern ist die Konstruktion nicht mehr stabil, außerdem verliert die Tastatur den Kontakt zum Tablet. Störende Reflexionen könnten aufgrund des fehlenden Bewegungsspielraums schwer zu beseitigen sein.

Die Tastatur hingegen gefällt uns sehr gut. Die Chiclet-Tasten im QWERTZ-Layout sind gut verarbeitet und haben einen angenehmen Druckpunkt. Mit der Tastatur können nach einer Eingewöhnungsphase auch längere Texte geschrieben werden. Wer im Zehnfingersystem schreibt, könnte jedoch Platzprobleme bekommen, da die Tasten etwas eng beieinander stehen. Zudem liegt die rechte Shift-Taste direkt neben einer Cursor-Taste, was Umgewöhnung erfordert.

Zusatztasten erleichtern die Bedienung

Archos hat der Tastatur sinnvolle Zusatztasten spendiert, mit denen sich Android-Funktionen wie das Programmmenü oder der Hauptbildschirm direkt von der Tastatur aufrufen lassen. Außerdem können die Helligkeit und die Lautstärke per Tastatur gesteuert sowie Bluetooth und WLAN umgeschaltet werden.

Das Coverboard hat einen eigenen Anschluss für das Ladegerät des Archos-Tablets. Dadurch kann es praktischerweise auch als Dockingstation zum Aufladen genutzt werden. Das funktioniert allerdings nur mit dem Ladegerät und nicht per USB-Kabel an einem Computer. Daten können über die angeschlossene Tastatur nicht mit dem Computer ausgetauscht werden, dies geht nur über den Anschluss am Tablet.

Kein vorinstalliertes Schreibprogramm auf unserem Testgerät

Auf unseren Testgeräten ist keine Office-Anwendung vorinstalliert. Laut Archos soll auf den ausgelieferten Geräten jedoch normalerweise Office Suite Pro 6 installiert sein. Auf unseren Testgeräten sei die App nicht installiert gewesen, da die Tablets vor dem Versand formatiert wurden. Mit Office Suite Pro 6 lassen sich auf dem 101 XS dank der guten Tastatur Büroarbeiten erledigen. Es lassen sich auch Cloud-Speicher wie Dropbox, Box und Google Drive einbinden.

 Probleme mit Tabletkonstruktion und MultitouchFrisches Update auf Jelly Bean 

aha47 13. Jan 2013

Das Galaxy Nexus ist ein Telefon. Hier geht's aber um Tablets.

zZz 08. Dez 2012

vielleicht ist es der aufpreis wert, wenn man sich die qualität des archos anschaut. das...

Endwickler 07. Dez 2012

Nun, ich habe auch eines der ersten, das internet tablet 101, und der Schirm ist eben...

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