Abo
  • Services:
Anzeige
Uwe Schünemann
Uwe Schünemann (Bild: Markus Hibbeler-Pool/Getty Images)

Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung: Hardliner Uwe Schünemann rechnet falsch

Uwe Schünemann
Uwe Schünemann (Bild: Markus Hibbeler-Pool/Getty Images)

Überwachungsgegner finden in der polizeilichen Kriminalitätsstatistik für Niedersachsen keine Argumente für die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hatte die Angaben anders interpretiert.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hat in der vergangenen Woche bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2011 erneut die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung gefordert. Doch Schünemanns Rechnung, nachdem ein Rückgang der Internetdelikte ein Argument für die Vorratsdatenspeicherung sei, ist nicht schlüssig, hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) am 20. Februar 2012 erklärt.

Anzeige

Im Deliktsbereich Kinderpornografie seien laut Schünemann im vergangenen Jahr 288 Fälle in der polizeilichen Kriminalstatistik von Niedersachsen registriert worden, im Jahr davor waren es 316 Fälle.

Im Jahr 2011, und damit nach dem Ende der Vorratsdatenspeicherung, wurden in Niedersachsen 57 Prozent weniger Internetdelikte registriert als im Vorjahr. Im Jahr 2010 wurden 609 Fälle erfasst, 2011 nur noch 387 Fälle, wie das niedersächsische Innenministerium dem AK Vorrat auf Nachfrage mitteilte.

Dass der Polizei in dem Bundesland 2011 weniger Internetdelikte bekannt wurden, liege aber nicht am Ende der Vorratsdatenspeicherung am 2. März 2010, denn auf die Telekommunikationsdaten durfte auch vorher nur für Ermittlungen wegen bereits bekanntgewordener Straftaten zugegriffen werden. Werner Hülsmann vom AK Vorrat erklärte Golem.de: "Auf die Vorratsdaten durfte nur zugegriffen werden, wenn die Straftat als solche schon begangen, bereits zur Anzeige gebracht, oder im Rahmen eines anderen Ermittlungsverfahrens aufgefallen war. Die Vorratsdatenspeicherung durfte zu keiner Zeit dazu dienen, um Internet-Delikte erst festzustellen."

Ende Januar 2012 war bereits ein Gutachten der kriminologischen Abteilung des Max-Planck-Instituts (MPI) an die Öffentlichkeit gelangt, das besagte, dass das Ende der Vorratsdatenspeicherung nicht zu einer Schutzlücke geführt habe.


eye home zur Startseite
lottikarotti 21. Feb 2012

Ach omo :-)

slashwalker 21. Feb 2012

+1 Wie würde mein Freund der Metzger sagen? "Der isch minder wie e'n Ring Schwarzwurschd!"

derKlaus 20. Feb 2012

Es gilt die Lebensweisheit 'Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast...

Sharra 20. Feb 2012

Zu behaupten ein Politker würde die Wahrheit sagen, ist per Definition ein Widerspruch in...

blubblub 20. Feb 2012

Was die C?U so absondert, sind die auch nicht weit davon entfernt eine Lobbygruppe zu...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Joseph Vögele AG, Ludwigshafen
  3. Media-Saturn E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  4. Media-Saturn IT-Services GmbH, Ingolstadt


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 36,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 9,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft
  3. Tipps für IT-Engagement in Fernost


  1. Olympia

    Kann der Hashtag #Rio2016 verboten werden?

  2. Containerverwaltung

    Docker für Mac und Windows ist einsatzbereit

  3. Drosselung

    Telekom schafft wegen intensiver Nutzung Spotify-Option ab

  4. Quantenkrytographie

    Chinas erster Schritt zur Quantenkommunikation per Satellit

  5. Sony

    Absatz der Playstation 4 weiter stark

  6. Gigafactory

    Teslas Gigantomanie in Weiß und Rot

  7. Cloud-Speicher

    Amazon bietet unbegrenzten Speicherplatz für 70 Euro im Jahr

  8. Rechtsstreit

    Nvidia zahlt 30 US-Dollar für 512 MByte

  9. Formel E

    Die Elektrorenner bekommen einen futuristischen Frontflügel

  10. Familienmediathek

    Google lässt gekaufte Play-Store-Inhalte teilen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Festplatten mit Flash-Cache: Das Konzept der SSHD ist gescheitert
Festplatten mit Flash-Cache
Das Konzept der SSHD ist gescheitert
  1. Ironwolf, Skyhawk und Barracuda Drei neue 10-TByte-Modelle von Seagate
  2. 3PAR-Systeme HPE kündigt 7,68- und 15,36-TByte-SSDs an
  3. NVM Express und U.2 Supermicro gibt SATA- und SAS-SSDs bald auf

Huawei Matebook im Test: Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
Huawei Matebook im Test
Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
  1. Netze Huawei steigert Umsatz stark
  2. Huawei Österreich führt Hybridtechnik ein
  3. Huawei Deutsche Telekom testet LTE-V auf der A9

Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  3. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro

  1. Re: Drossenkom-Logik

    Roflb3rg3r | 15:52

  2. Re: Mario Kart

    Missingno. | 15:52

  3. Re: Um das mal realistisch zu sehen:

    Nikolaus117 | 15:51

  4. Re: Anbindung?

    derKlaus | 15:49

  5. Re: Verstehe nur Bahnhof

    fd91 | 15:48


  1. 14:28

  2. 13:00

  3. 12:28

  4. 12:19

  5. 12:16

  6. 12:01

  7. 11:39

  8. 11:23


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel