APU Temash AMD zeigt sein Quad-Core-Tablet

Temash ist fertig - AMDs erstes Quad-Core-SoC für x86-Tablets. In Las Vegas hat das Unternehmen einen Prototyp gezeigt, der die PC-Version von Dirt Showdown akzeptabel spielbar machte.

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Auch anspruchsvolle PC-Spiele mit toller Grafik sollen bald auf Tablets laufen - das jedenfalls ist der Vorteil, mit dem AMD in dem bisher von ARM dominierten Markt der Flachrechner punkten will. Als Beleg führte das Unternehmen auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas ein vom taiwanischen Auftragshersteller Wistron gebautes Tablet unter Windows 8 mit dem Spiel Dirt Showdown vor.

Dieser Titel ist zwar, wie auch frühere Dirt-Rennspiele, gut auf die Radeon-GPUs von AMD optimiert und lief auch nicht völlig flüssig - dennoch stellt die Grafik mit HDR-Effekten und Partikelsystemen die meisten Tablet-Spiele in den Schatten. Golem.de konnte selbst mit einem drahtlosen Controller ein paar Runden fahren, was durchaus Spaß machte. Auf dem Full-HD-Display waren bei üblichem Betrachtungsabstand keine Einzelpixel auszumachen.

Die Vorstellung, mit einem solchen Tablet, das sich im Falle des Wistron-Geräts auch mit mechanischer Tastatur wie ein Notebook aufstellen lässt, auf einem Flug wie am PC oder der Konsole zu spielen, ist reizvoll. Fraglich ist nur, ob der Akku dann auch für den Weg von Deutschland nach Las Vegas reicht, wo mindestens zehn Stunden Flugzeit einzuplanen sind. Zur Laufzeit machte AMD keine Angaben, nur, dass das Quad-Core-SoC mit Codenamen Temash unter 5 Watt benötigen soll, sagte AMDs Produktchefin Lisa Su.

Wenn man von Intels Dual-Core-Atom Z2760 ausgeht, der weniger als 3 Watt Leistung aufnimmt und in Tablets bisher zwischen sechs und acht Stunden durchhält, dürfte Temash bei vergleichbarer Ausstattung des Geräts immerhin auf fünf Stunden kommen. Das ist auch der Rahmen, in dem sich andere tragbare Konsolen mit viel kleineren Displays und weniger Zusatznutzen bewegen.

Mit Temash, der auf der Jaguar-Architektur basiert, will AMD eine neue Gerätekategorie schaffen, die "Performance Tablets". AMD sieht eine Lücke zwischen den Geräten, die hauptsächlich für Internetanwendungen und die Nutzung von Medien geschaffen sind, und solchen Geräten, die auch als vollwertiges Notebook dienen können. Die Performance-Tablets sollen leichter als Convertible-Notebooks sein, trotzdem die x86-Version von Windows 8 ausführen können und fast so lange wie Notebooks durchhalten. Ob das klappt, soll sich im zweiten Quartal 2013 zeigen, wenn die ersten Temash-Geräte auf den Markt kommen.

Noch vorher ist das U38 von Asus zu erwarten, eines von AMDs ersten neuen Ultrabook-Äquivalenten, die hier - wegen der von Intel geschützten Marke - Ultrathin heißen. Dann ist auch mit neuen Prozessoren mit dem Codenamen "Richland" zu rechnen, die auf den bisherigen Piledriver-Kernen aufbauen.

Das geht aus der von Su vorgelegten Roadmap hervor, die wie bereits erwartet außer Richland keine neuen großen CPUs für Desktops und schnelle Notebooks enthielt. 2013 konzentriert sich AMD also mehr auf mobile Geräte - und überlässt Intel bei den schnellen CPUs, die das Unternehmen mit Haswell erneuern will, kampflos das Feld.


Edgar_Wibeau 08. Jan 2013

http://geizhals.at/de/?cat=nb&sort=n&bpmax=&asuch=U38#xf_top Beide mit A8-4555M 1,6-2,4...

User2 08. Jan 2013

Also irgendwie hast sich für mich das warten (beinahe) nicht gelohnt. Seit 2 Jahren warte...

Cesair 08. Jan 2013

Selbst wenn nun die neuen Komponenten StarTrekmäßig leistungsstark wären und in noch...

Crass Spektakel 08. Jan 2013

Ne echt jetzt, die haben einen externen Controller am Tablet verwendet? Ich meine wozu...

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