Apple und T-Mobile USA: Neues iPhone 5 mit HSPA-Unterstützung auf dem AWS-Band
Die FCC hat das iPhone 5 für T-Mobile USA neu getestet. (Bild: FCC)

Apple und T-Mobile USA Neues iPhone 5 mit HSPA-Unterstützung auf dem AWS-Band

Für die USA hat Apple ein neues iPhone 5 entwickelt, das erstmals das sogenannte AWS-Band auch für HSPA-Betriebsarten unterstützt. Apple hat einfach eine neue Firmware eingesetzt, da eines der vier iPhone-5-Modelle durch die LTE-Unterstützung auf AWS-HSPA vorbereitet war.

Anzeige

Die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile USA, wird nun erstmals ein iPhone von Apple ins Programm aufnehmen. Dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches iPhone, sondern um ein angepasstes Gerät, das ein paar interessante Details über Mobilfunknetzwerke und die Schwierigkeiten offenbart, denn die Telekom muss in den USA ein ungewöhnliches Band und ungewöhnliches Marketing verwenden. Die Deutsche Telekom verkauft schon seit rund drei Jahren in den USA ihr Mobilfunknetzwerk als das erste große 4G-Netzwerk, obwohl sie erst jetzt mit dem LTE-Ausbau anfängt und die Tochter in den USA damit im Vergleich zur Mutter in Deutschland ziemlich spät dran ist.

Mit dem iPhone 5 kommt nun ein populäres LTE-Gerät für T-Mobile USA auf den Markt. Am Beispiel T-Mobile USA zeigt sich, welchen Herausforderungen Netzbetreiber und Smartphone-Hersteller sich stellen müssen, denn in den vergangenen fünf Jahren musste der US-Netzbetreiber ohne das Prestigegerät iPhone auskommen. Im Falle des iPhones verkauft Apple das Gerät bald mit einer anderen Firmware mit besserer AWS-Unterstützung.

AWS-Frequenzen sind ein Grundproblem für das US-Engagement der Deutschen Telekom

Verwendet wird von der Telekom in den USA das sogenannte AWS-Band, das den Frequenzbereich mit 1.700/2.100 MHz abdeckt. Das gilt sowohl für altes 4G, das hierzulande von der Telekom als 3G oder HSPA+ (21 MBit/s Single Channel, 42 MBit/s Dual Channel) verkauft wird, als auch für neues 4G, sprich LTE. Für HSPA+ braucht ein T-Mobile-Gerät sowohl 1.700 (Uplink) als auch 2.100 MHz (Downlink). Ein frei verfügbares Smartphone, Tablet oder gar integriertes Modem für Notebooks zu finden, das beides kann, ist ein schwieriges Unterfangen. Da die meisten frei verfügbaren Smartphones nur das obere Band unterstützen, können diese nur im GSM-/EDGE-Bereich mit T-Mobile USA interagieren. Für das Surfen im Internet ist das sehr langsam. Bisher konnte das iPhone 5 T-Mobiles AWS-Band nicht nutzen, da es diese Frequenzen in der Kombination nur für LTE und nur mit einem Modell (A1428) unterstützte - allerdings nur beim Netzbetreiber AT&T. Die Freigabe für LTE bei T-Mobile fehlte noch, obwohl sie technisch längst umgesetzt wurde.

Die modifizierte Version des iPhone 5 A1428 unterstützt nun zusätzlich HSPA auf dem AWS-Band, was als Umsetzung in der Firmware noch fehlte. Die technischen Spezifikationen hat Apple noch nicht angepasst. Gerade erst veröffentlichte, aber teils aus dem Januar 2013 stammende FCC-Dokumente belegen diese Fähigkeiten. Engadget hat sich zudem erklären lassen, dass die alten, für AT&T gekauften hardwaretechnisch identischen A1428-Modelle nicht einfach per Softwareupdate das AWS-Band abseits von LTE unterstützen werden. Für alte iPhones könnte aber das 1.900-MHz-Band interessant sein, das T-Mobile USA ebenfalls benutzt.

Dieses Band wird gerade umgebaut. Der EDGE-Service wird eingestellt und die Frequenz stattdessen für HSPA wiederverwendet. T-Mobile USA nennt in seinem Blog HSPA+-Unterstützung als Zielausbau. Da das 1.900-MHz-Band international sehr viel besser unterstützt wird als das AWS-Band, können auch viele andere Smartphones dann im T-Mobile-HSPA-Netz benutzt werden. Für die Deutsche Telekom wäre das ein wichtiger Schritt.

Vier iPhones, doch keines ist überall einsetzbar 

VincentGlueck 07. Apr 2013

... das, und NUR das wäre ein Argument, ist ja peinlich, die Diskrepanz zwischen...

Netspy 28. Mär 2013

Ein Mobiltelefon, welches nicht alle Standards oder Frequenzen kann, ist immer noch ein...

Kommentieren



Anzeige

  1. Project Engineer / Projekt Ingenieur (m/w) Broadcast / Sportanalyse
    ST SPORTSERVICE GmbH, Ismaning bei München
  2. Software Architect (m/w) - Grafik & Video
    Harman Becker Automotive Systems GmbH, München
  3. JAVA und PL/1 Developer (m/w) für Systemdesign und Programmierung
    KfW Bankengruppe, Berlin
  4. Software Tester (m/w)
    Interhyp AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hollywood-Klage

    Kim Dotcom will sein Vermögen nicht offenlegen

  2. Benq FHD Wireless Kit im Test

    Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken

  3. Cloud-Dienste

    Google veröffentlicht erstmals Sicherheitsaudits

  4. Pentax K-S1

    Spiegelreflexkamera mit Lichtorgel

  5. Konkurrenz zu Motorolas Moto 360

    LG zeigt seine runde Smartwatch G Watch R

  6. Nasa

    Marsrakete SLS startet erst 2018

  7. Cyberangriff

    Unbekannte greifen Kundendaten bei US-Banken ab

  8. Internet der Dinge

    Intels neues 3G-Funkmodul passt in Smartwatches

  9. Smarthome

    Die Ifa wird zur Messe der Sicherheitslücken

  10. Gear S mit Tizen

    Samsungs neue Smartwatch kann telefonieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

Qnap QGenie im Test: Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
Qnap QGenie im Test
Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
  1. Qnap QGenie NAS-System für die Hosentasche
  2. HS-251 Qnap beschleunigt lüfterloses NAS-System
  3. QNAP TS-EC1080 Pro Erweiterbares NAS-System im Tower mit mSATA-Plätzen

Kinkobox angeschaut: E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
Kinkobox angeschaut
E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
  1. IT-Sicherheitsgesetz Telekomfirmen müssen Nutzer über Cyberangriffe informieren
  2. IT-Sicherheitsgesetz Unternehmen dürfen ungefährliche Angriffe anonym melden
  3. Cryptophone Telekom mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Smartphones

    •  / 
    Zum Artikel