Apple-Patentantrag iPhone spürt Diebstahl

In einem neuen Patentantrag beschreibt Apple, wie der eingebaute Beschleunigungsmesser des iPhones oder iPads dazu genutzt werden kann, einen Diebstahl des Geräts zu erkennen und Alarm zu schlagen.

Anzeige

Apple hat in den USA einen Patentantrag eingereicht, der beschreibt, wie der in den iOS-Geräten eingebaute Beschleunigungsmesser in Zusammenarbeit mit einem Mikrocontroller zu einer Diebstahlwarnanlage umfunktioniert werden kann. Dann wird ein Warnton oder ein anderes Signal ausgegeben, das den Dieb von seinem Vorhaben abbringen soll.

  • Patentantrag 20120278907 - Schema der iOS-Alarmanlage (Bild: US-Patent- und Markenamt)
  • Patentantrag 20120278907 - Ablaufdiagramm der Diebstahlerkennung (Bild: US-Patent- und Markenamt)
  • Patentantrag 20120278907 - Schema der iOS-Alarmanlage (Bild: US-Patent- und Markenamt)
Patentantrag 20120278907 - Schema der iOS-Alarmanlage (Bild: US-Patent- und Markenamt)

Entscheidendes Detail ist die Analyse der Bewegungen des Geräts. Dabei muss von der Elektronik entschieden werden, ob die Bewegung den typischen Mustern entspricht, die bei einem Diebstahl wahrscheinlich sind. Die Kunst besteht darin, normale Bewegungen, die der Benutzer mit dem mobilen Gerät ausführt, herauszufiltern und Fehlalarme zu verhindern. Auch durch Stürze oder Stöße ausgelöste Erschütterungen dürfen nicht dazu führen, dass das Gerät "fühlt", gestohlen zu werden, schreibt Apple im Patentantrag.

Nach der Beschreibung kann zum Beispiel bei ausgedehnten Bewegungen wie beim Transport des Geräts in einer Hand eher davon ausgegangen werden, dass das Gerät gerade gestohlen wird. Darüber hinaus werden aber noch weitere Parameter ausgewertet, bevor der Alarm ausgelöst wird.

Detaillierter beschreibt Apple die Bewegung-Diebstahl-Szenarios nicht, doch die sind auch nicht der Gegenstand des Patentantrags. Es geht nur darum, dass mit Hilfe des Beschleunigungsmessers und der Elektronik Bewegungen ausgefiltert und gegen ein Regelwerk geprüft werden. Wenn das Muster passt, wird der Alarm betätigt. Die Deaktivierung erfolgt über einen Zifferncode.

Das System soll der Anwender laut Patentantrag selbst in einem Konfigurationsmenü justieren können. Neben der Sensitivität der Alarmanlage können auch die Art und Dauer der Alarmsignale festgelegt werden. Darüber hinaus kann das iOS-Gerät auch auf dem Display einen Warnhinweis einblenden, der den Dieb darüber aufklären kann, dass der Diebstahl bereits erkannt wurde, und ihn so vielleicht zur Aufgabe seines Plans bewegen.

Der Patentantrag 20120278907 wurde am 1. November 2012 veröffentlicht und schon Mitte Juni des Jahres eingereicht. Ob die Technik in künftigen iOS-Geräten eingebaut wird, lässt sich daraus nicht ableiten.


Karl-Heinz 06. Nov 2012

auch Leute, die dem Ball nachlaufen. ('tschuldigung, hat mich spontan an Fredl...

y.m.m.d. 05. Nov 2012

You're holding it wrong!? :D

NukeOperator 03. Nov 2012

[...] Realistischer wäre wohl ein Anruf der Polizei bei der (noch Unwissenden) Wittwe...

DASPRiD 02. Nov 2012

Das ist ja der Witz an Biometrie, wenn du einen Abdruck hast, und der von deinem Finger...

Tantalus 02. Nov 2012

Noch besser: Wenn beim einen Gerät der Akku leer ist, schlägt das andere permanent...

Kommentieren



Anzeige

  1. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  2. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  3. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)
  4. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. Flappy 48 Zahlen statt Vögel
  2. Deadcore Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux
  3. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman

    •  / 
    Zum Artikel