Apple-Patentantrag: iPhone spürt Diebstahl
Merkt das iPhone künftig, wenn es gestohlen wird? (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Apple-Patentantrag iPhone spürt Diebstahl

In einem neuen Patentantrag beschreibt Apple, wie der eingebaute Beschleunigungsmesser des iPhones oder iPads dazu genutzt werden kann, einen Diebstahl des Geräts zu erkennen und Alarm zu schlagen.

Anzeige

Apple hat in den USA einen Patentantrag eingereicht, der beschreibt, wie der in den iOS-Geräten eingebaute Beschleunigungsmesser in Zusammenarbeit mit einem Mikrocontroller zu einer Diebstahlwarnanlage umfunktioniert werden kann. Dann wird ein Warnton oder ein anderes Signal ausgegeben, das den Dieb von seinem Vorhaben abbringen soll.

  • Patentantrag 20120278907 - Schema der iOS-Alarmanlage (Bild: US-Patent- und Markenamt)
  • Patentantrag 20120278907 - Ablaufdiagramm der Diebstahlerkennung (Bild: US-Patent- und Markenamt)
  • Patentantrag 20120278907 - Schema der iOS-Alarmanlage (Bild: US-Patent- und Markenamt)
Patentantrag 20120278907 - Schema der iOS-Alarmanlage (Bild: US-Patent- und Markenamt)

Entscheidendes Detail ist die Analyse der Bewegungen des Geräts. Dabei muss von der Elektronik entschieden werden, ob die Bewegung den typischen Mustern entspricht, die bei einem Diebstahl wahrscheinlich sind. Die Kunst besteht darin, normale Bewegungen, die der Benutzer mit dem mobilen Gerät ausführt, herauszufiltern und Fehlalarme zu verhindern. Auch durch Stürze oder Stöße ausgelöste Erschütterungen dürfen nicht dazu führen, dass das Gerät "fühlt", gestohlen zu werden, schreibt Apple im Patentantrag.

Nach der Beschreibung kann zum Beispiel bei ausgedehnten Bewegungen wie beim Transport des Geräts in einer Hand eher davon ausgegangen werden, dass das Gerät gerade gestohlen wird. Darüber hinaus werden aber noch weitere Parameter ausgewertet, bevor der Alarm ausgelöst wird.

Detaillierter beschreibt Apple die Bewegung-Diebstahl-Szenarios nicht, doch die sind auch nicht der Gegenstand des Patentantrags. Es geht nur darum, dass mit Hilfe des Beschleunigungsmessers und der Elektronik Bewegungen ausgefiltert und gegen ein Regelwerk geprüft werden. Wenn das Muster passt, wird der Alarm betätigt. Die Deaktivierung erfolgt über einen Zifferncode.

Das System soll der Anwender laut Patentantrag selbst in einem Konfigurationsmenü justieren können. Neben der Sensitivität der Alarmanlage können auch die Art und Dauer der Alarmsignale festgelegt werden. Darüber hinaus kann das iOS-Gerät auch auf dem Display einen Warnhinweis einblenden, der den Dieb darüber aufklären kann, dass der Diebstahl bereits erkannt wurde, und ihn so vielleicht zur Aufgabe seines Plans bewegen.

Der Patentantrag 20120278907 wurde am 1. November 2012 veröffentlicht und schon Mitte Juni des Jahres eingereicht. Ob die Technik in künftigen iOS-Geräten eingebaut wird, lässt sich daraus nicht ableiten.


Karl-Heinz 06. Nov 2012

auch Leute, die dem Ball nachlaufen. ('tschuldigung, hat mich spontan an Fredl...

y.m.m.d. 05. Nov 2012

You're holding it wrong!? :D

NukeOperator 03. Nov 2012

[...] Realistischer wäre wohl ein Anruf der Polizei bei der (noch Unwissenden) Wittwe...

DASPRiD 02. Nov 2012

Das ist ja der Witz an Biometrie, wenn du einen Abdruck hast, und der von deinem Finger...

Tantalus 02. Nov 2012

Noch besser: Wenn beim einen Gerät der Akku leer ist, schlägt das andere permanent...

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektleiter/in Software für mechatronische Fahrwerksysteme
    Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG, Herzogenaurach
  2. Lead Knowledge Analyst (m/w) Statistical Analytics - Knowledge Practice Analytics
    The Boston Consulting Group GmbH, Munich or Düsseldorf
  3. Gruppenleiter (m/w) für Software-Qualitätsmanagement
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart
  4. Web-Entwickler (m/w) mit Schwerpunkt PHP
    LLG Media GmbH, Bonn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. 20-Nanometer-DRAM

    Samsung fertigt Chips für DDR4-Module mit 32 bis 128 GByte

  2. Qubes OS angeschaut

    Abschottung bringt mehr Sicherheit

  3. Die Verwandlung

    Ein Roboter spielt Gregor Samsa

  4. VDSL2-Nachfolgestandard

    Deutsche Telekom testet G.fast weiter

  5. Selfie-Smartphone

    Nokia Lumia 730 in Deutschland erhältlich

  6. Passport

    Lenovo soll erneut vor Blackberry-Übernahme stehen

  7. Benchmark

    PCMark für Android misst auch Akkulaufzeit

  8. KDE Plasma

    KWin-Wayland wird Libinput und Logind verwenden

  9. iPhone und iPad

    Apple fordert 64-Bit-Unterstützung für alle iOS-Apps

  10. Microsoft

    Neue Fensteranimationen für Windows 10



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



iMac mit Retina 5K angeschaut: Eine Lupe könnte helfen
iMac mit Retina 5K angeschaut
Eine Lupe könnte helfen
  1. Apple Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina
  2. iFixit iMac mit Retina-Display ist schwer zu reparieren
  3. Apple iMac Retina bringt mehr als 14 Megapixel auf das Display

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

    •  / 
    Zum Artikel