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Apple-Logo am Firmensitz in Cupertino
Apple-Logo am Firmensitz in Cupertino (Bild: AFP/Getty Images)

Apple nach Steve Jobs: Ist das Wunder vorbei?

Apple sei dem Untergang geweiht: Die Autorin Yukari Iwatani Kane hat den Inhalt ihres Buches Haunted Empire - Apple After Steve Jobs dieser These angepasst. Nachvollziehbare Argumente hat sie dafür nicht und behilft sich mit tendenziösem Sensationsjournalismus.

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Seit dem iPhone der Heiligenschein des Jesus Phone abhandenkam und die Aktienpreise zwischen Maps-Debakel, Antennagate, Patentrechtsstreiten und fehlender Innovation nachgegeben haben, sind Geschichten über den Abstieg Apples an der Tagesordnung. Doch wer sich von dem 384 Seiten starken Haunted Empire - Apple After Steve Jobs eine fundierte Story über einen vom eigenen Erfolg gebremsten Branchensuperstar erhofft, wird enttäuscht. Da nützen auch "200 Interviews mit fast 200 Personen" nichts.

Um ihre Geschichte zu erzählen, holt Yukari Iwatani Kane, vor ihrem Buchprojekt Redakteurin beim Wall Street Journal, zunächst zu Steve Jobs aus, ganze sieben Kapitel lang. Sie schreibt über Jobs' Vertreibung aus dem Apple-Unternehmen der 80er Jahre, seine Keynote-Ansprachen, sein Händchen, Mitarbeiter und Presse zu kontrollieren, seine Abneigung gegenüber Flash, seine Krankheit - wenig davon ist neu. Sie erwähnt Tränen in einem Apple Store in Tokio: Mitarbeiter, die mitten in der Nacht zur Arbeit gekommen waren, um um Jobs trauern. Zu den Gedenkfeierlichkeiten in Cupertino merkt Kane an: "Die Vergöttlichung des gefallenen Herrschers hatte begonnen."

Ausbeutung in der iProduktion

Ans eigentliche Thema geht es nach dem ersten Drittel. Zwei Monate nach dem Tod Jobs kommt es erneut zu einer Explosion in einem chinesischen iPad-Werk, 61 Arbeiter werden verletzt. Wie auch bei der Explosion in einer Foxconn-Fertigungsstätte sieben Monate davor, hatte sich Aluminiumstaub entzündet. Bei Foxconn waren vier Arbeiter ums Leben gekommen. Apples Imageprobleme verschärfen sich nach Veröffentlichung der New-York-Times-Serie iEconomy über die Produktion von Technologie auf dem Rücken ausgebeuteter Arbeiter in Asien. Um die Wogen zu glätten, reist CEO Tim Cook nach China, überrascht Kunden und Mitarbeiter in einem Apple Store in Peking und lässt sich im Foxconn-Werk von Zhengzhou lächelnd neben einem iPhone-Fließband fotografieren. Zumindest die chinesische Presse scheint besänftigt - "China hat in der Cook-Ära mehr Gewicht", schreibt die Zeitung Beijing News.

Doch Kane weist darauf hin, dass Cook viele der Probleme selbst geschaffen habe. Jobs habe ihn seinerzeit für die Lieferkette verantwortlich gemacht, und als Apple sechs Wochen vor der Präsentation des iPhones von einem Kunststoff- zu einem Glasbildschirm wechselte, sei es Cook gewesen, der Foxconn die Daumenschrauben ansetzte. Fabrikarbeiter seien mitten in der Nacht zu Schichten eingezogen worden und hätten zwölf Stunden lang arbeiten müssen, nachdem sie lediglich "eine Tasse Tee und einen Keks" bekommen hatten.

Der 800-Pfund-Gorilla

Doch nicht nur Imageprobleme in der Produktion setzten Kane zufolge Apple zu. "In der Vergangenheit, als Apple kleiner war, konnte es unter dem Radar agieren und die Branche mit bahnbrechenden Produkten überrumpeln", schreibt Kane. Doch mit jedem neuen Produkt sei es schwieriger geworden, das vorherige zu toppen. Hinzu kam ein Zusammenlauf von Märkten. Seien früher Hard- und Softwarehersteller die Konkurrenz gewesen, hätten jetzt große Internetkonzerne wie Google und Facebook mitgemischt. "Gerade als Apple jeden Vorteil benötigte, um vorneweg zu bleiben, war es eingeschränkter denn je. Das Unternehmen war jetzt ein 800-Pfund-Gorilla", so die Autorin.

Expertenmeinungen sind in Kanes Buch dünn gesät. Dass sie den Harvard-Business-School-Professor Clayton Christensen zu Wort bittet, überrascht. Immerhin war es Christensen, der 2007 grundfalsch prophezeite: "Apple wird mit dem iPhone keinen Erfolg haben". Doch Kane hält sich an Christensens These aus seinem Buch The Inventor's Dilemma. Er beschreibt darin, wie erfolgreiche Unternehmen vom Weg abkommen: Sie nehmen billige Produkte der Konkurrenz nicht ernst, bis sie von diesen überlaufen werden.

Apple schien zunächst die Ausnahme zur Regel, zumal dem Unternehmen Profite stets weniger wichtig schienen als spannende Produkte. "In jüngerer Vergangenheit scheint das Unternehmen darauf konzentriert, die Konkurrenz zu schlagen", so Kane. Zwar würden die Produkte immer ausgefeilter, doch daran wären Kunden nur noch bedingt interessiert. Dies wiederum erlaube der Konkurrenz, den Markt von unten her aufzurollen. Kanes Schluss: "Apple scheint auseinanderzufallen."

Leere Pipeline 

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cronetvip 27. Mär 2014

holz gehäuse, jeans...? naja nicht wirklich stoffe für phones. keramik gibt es schon, von...

SirFartALot 26. Mär 2014

Man kanns auch uebertreiben, Leute!

elcaleuche 26. Mär 2014

...allerdings immer erst, wenn Apple vorgelegt hat. Komisch.

Peter Brülls 26. Mär 2014

Die zum Salat und Fernsehserien. Eher nicht. In anderen Branchen kann man mehr Geld...

ChMu 26. Mär 2014

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