Apple Foxconn kündigt Lohnerhöhung um bis zu 25 Prozent an

Apple und Foxconn stehen nach einem Enthüllungsbericht zu den Arbeitsbedingungen bei dem Auftragshersteller unter Druck. Nun will Foxconn die Löhne erhöhen. Zuvor hatte Apple eine Überprüfung durch die Fair Labor Association angekündigt.

Anzeige

Foxconn Technology hat angekündigt, die Löhne seiner Arbeiter in China um 16 bis 25 Prozent zu erhöhen. Das gab das Unternehmen am 18. Februar 2012 bekannt. Damit steige der Monatslohn vieler Arbeiter auf rund 400 US-Dollar, erklärte der taiwanische Auftragshersteller. Zudem würde die Zahl der geforderten Überstunden reduziert.

Die Lohnerhöhung gelte rückwirkend zum 1. Februar 2012. Der Basislohn eines Arbeiters steige auf 1.800 Yuan (286 US-Dollar). Arbeiter, die technische Lehrgänge besucht hätten, würden 2.200 Yuan (350 US-Dollar) erhalten.

Foxconn hatte in der Vergangenheit schon mehrmals Lohnerhöhungen und Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen zugesagt, die dann nicht umgesetzt wurden.

Gegenwärtig sind Foxconn und sein Auftraggeber Apple unter Druck, weil die New York Times Aussagen von einem früheren Foxconn-Manager und von mehreren ehemaligen Apple-Managern veröffentlicht hat, nach denen Apple für die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und eine Serie von tödlichen Arbeitsunfällen bei seinen Auftragsherstellern mitverantwortlich sein soll. Bei Foxconn herrschen in den Fabrikhallen Sprechverbot, Zwölfstundenschichten und ein Regime von repressiven Aufsehern.

Apple-Chef Tim Cook hatte die Vorwürfe erst erbost zurückgewiesen, sich dann aber an die Fair Labor Association (FLA) gewandt, damit diese "spezielle Untersuchungen" bei Foxconn in Shenzhen und Chengdu durchführt. FLA-Chef Auret van Heerden hatte sich zuerst sehr positiv über die Arbeitsbedingungen bei Foxconn geäußert, dann aber der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärt, es gebe eine "Unmenge Probleme bei Foxconn".

Foxconn fertigt nicht nur für Apple, sondern auch für Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, Samsung, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und andere. Foxconn ist das größte Exportunternehmen in China und beschäftigt 1,2 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren.


Endwickler 21. Feb 2012

So, wie es aussieht, ist es dort meistens der physische und psychische Druck, der an den...

Endwickler 21. Feb 2012

Aus eigenverdientem Geld spenden ist sicher eine gute Idee, aber: Es bringt oft sehr viel...

HerrMannelig 20. Feb 2012

In China sind Menschen nicht viel werd, die haben genug davon. Für die Regierung sind ihr...

omo 19. Feb 2012

Anbieter benötigen Profit aus dadurch kaufkraftmaximiertem Nachfragervermögen. Das ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  2. Senior BI Solutions Architekt (m/w)
    SolarWorld AG, Bonn
  3. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  4. Release- und Projekt-Manager mobile - international (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  2. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  3. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  4. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  5. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  6. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  7. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  8. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  9. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  10. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scaler: Xbox, streck das Bild!
Scaler
Xbox, streck das Bild!

Die Xbox One berechnet viele Spiele nicht nativ in 1080p. Stattdessen vergrößern ein Hardware-Scaler oder einige Softwareschritte niedrigere Auflösungen. Beide Lösungen bieten Vor- und Nachteile, welche die Bildqualität oder Bildrate beeinflussen.

  1. Xbox One Upgedated und preisgesenkt
  2. Xbox One Microsoft denkt über Xbox-360-Emulation nach
  3. Xbox One Inoffizielle PC-Treiber für Controller erhältlich

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus
Facebook und Oculus Rift
Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

  1. Oculus Rift 25.000 Exemplare der neuen Dev-Kit-Version verkauft
  2. Developer Center Sicherheitslücke bei Oculus VR
  3. Oculus VR "Wir haben nicht so viele Morddrohungen erwartet"

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  2. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion
  3. Linux-Distribution Opensuse baut um und verschiebt Version 13.2

    •  / 
    Zum Artikel