App AppGratis von Rausschmiss aus App Store überrascht

Für Simon Dawlat, Gründer und CEO von AppGratis, kam die Nachricht, dass Apple die App aus dem App Store geworfen hatte, überraschend. Apple habe über Nacht seine Meinung geändert, sagt er.

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AppGratis-Gründer Simon Dawlat versteht die Welt nicht mehr, denn für ihn kam der Rauswurf aus dem App Store völlig unerwartet, wie er in einem Blogeintrag schreibt. AppGratis bietet Nutzern täglich eine kostenlose App zum Download an und kassiert für jede Installation bei den Entwicklern, die AppGratis als Promotion-Plattform buchen können.

Apple verweist auf zwei Punkte in den App Store Review Guidelines. Der erste ist Punkt 2.25, der es untersagt, für Apps anderer in ähnlicher Art und Weise zu werben, wie es der App Store tut. Zum anderen führt Apple die Regel 5.6 an, die es verbietet, Push-Nachrichten für Werbung, Promotion oder Direktmarketing zu nutzen.

Nun könnte man argumentieren, die Regeln seien klar und AppGratis sei selbst schuld an seinem Ausschluss. Aber so ganz einfach ist die Geschichte offenbar nicht, wie Dawlat in einem Blogeintrag erläutert.

Es gab wiederholt Diskussionen mit Apple

Demnach gab es wiederholt Diskussionen zwischen Apple und AppGratis, denn Apple hatte die App schon einmal gesperrt, so dass das Unternehmen keine neuen Updates veröffentlichen konnte. Damals wurde AppGratis vorgeworfen, gegen drei AppStore-Regeln zu verstoßen, darunter auch Regel 2.25. Doch AppGratis konnte Apple laut Dawlat überzeugen, dass AppGratis ganz anders funktioniert als Apples App Store. Dawlat vergleicht das Konzept von AppGratis mit Medien, die täglich eine App testen. Dieser Vergleich ist allerdings nicht ganz passend, schließlich lässt sich AppGratis von den Entwicklern für die Vorstellung ihrer Apps bezahlen und wählt die Apps nicht nach redaktionellen Gesichtspunkten aus.

Apple habe das akzeptiert und die App vor Monaten wieder im App Store freigeschaltet. Die Prüfer auf Apples Seite seien dabei sehr kooperativ gewesen, so Dawlat. Erst in der vergangenen Woche habe Apple zudem eine neue iPad-App von AppGratis freigeschaltet, die in Kürze veröffentlicht werden sollte. Doch am Freitag vergangener Woche habe Apple dann seine Meinung geändert.

Laut Dawlat hat sich ein neuer Prüfer eingeschaltet und dreimal versucht, ihn telefonisch zu erreichen. Da das aber nicht gelungen sei - Dawlat saß im Flugzeug auf dem Weg von Frankreich nach Brasilien -, habe der neue Prüfer die Apps aus dem App Store verbannt und auf die Regeln 2.25 und 5.6 verwiesen. Und das, obwohl Apple nach einer Diskussion über die Regel 2.25 die App akzeptiert hatte.

Einen Verstoß gegen die Regel 5.6 mag Dawlat auch nicht erkennen: AppGratis sende täglich genau eine Push-Nachricht an seine Nutzer und weise darin darauf hin, dass eine neue App bereitsteht, ohne dabei Details zu nennen. Genau dieses Vorgehen empfehle Apple Entwicklern.

Dawlat hofft, Apple noch von seiner Sichtweise überzeugen zu können, damit AppGratis künftig wieder im App Store zum Download bereitsteht. Unabhängig davon macht AppGratis vorerst weiter, denn Nutzer, die die App bereits installiert haben, können sie auch weiterhin nutzen. Und das sind laut Dawlat rund 12 Millionen.


Endwickler 11. Apr 2013

Tja, das überlasse ich gerne den Rechteinhabern, sich da aufzuregen und dagegen...

Slartie 10. Apr 2013

Eine locker sechsstellige Anzahl Apps ist exakt so gebaut, und trotzdem als App im...

Versuchsperson 10. Apr 2013

Ich bin der Threadstarter! Und ich bezog mich auf die von Apple nicht erlaubten...

Th3Dan 10. Apr 2013

Apples iOS ist das 2. beliebteste mobile Betriebssystem mit einem Marktanteil von fast...

zettifour 10. Apr 2013

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