Abo
  • Services:
Anzeige
Anti-UAV Defence System
Anti-UAV Defence System (Bild: Liteye)

Anti-UAV Defence System: Drohnenjagd um Flughäfen beginnt

Anti-UAV Defence System
Anti-UAV Defence System (Bild: Liteye)

Private Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen und anderen Flugverbotszonen nichts zu suchen, woran sich leider nicht alle Piloten halten. In den USA werden nun erste Tests mit aggressiven Maßnahmen gegen die Flugkörper durchgeführt, teilte die Federal Aviation Authority (FAA) mit.

Ein britisches Konsortium hat ein Drohnen-Flugabwehrsystem entwickelt, das Drohnen vom Himmel holen soll, wenn sie in verbotene Bereiche einfliegen. Das Anti-UAV Defence System (Auds) setzt dabei auf eine Funkstörung zwischen Pilot und Drohne. Daraufhin soll die Drohne angeblich abstürzen. Das System sieht aus wie ein Geschützturm und bietet der Bedienmannschaft eine optische Zielauswahl und Verfolgung der zu bekämpfenden Flugkörper an. Die "Geschützrohre" sind Antennen, die dann auf die Drohne ausgerichtet werden. Ein starker Funkimpuls wird dann zum "Abschuss" zielgerichtet freigesetzt, berichtet der britische Guardian unter Berufung auf den Hersteller.  Das System soll den Handyempfang wenn überhaupt nur kurzzeitig stören und sei auch so sicher, dass andere Flugkörper in der Umgebung, die nicht direkt anvisiert wurden, keine Probleme bekommen sollen.

Der Ansatz sei zielgenauer als bisherige Jamming-Maßnahmen, die auch viele unschuldige Funknutzer treffen würden. Die drei britischen Unternehmen, die das elektronische Abwehrsystem entwickelt haben, sind Enterprise, Chess Systems und Blighter. In den USA wird Auds von Liteye Systems vermarktet.

Anzeige

Die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA hat die Tests auf ihrer Webseite angekündigt. Wo die Tests genau stattfinden, verriet die Behörde nicht. Die FAA werde eng mit dem Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, um die Effektivität der Maßnahmen zu untersuchen. 

Andere Drohnenbekämpfungssysteme sind weniger zimperlich, sondern versuchen die Drohne gleich mit einem Laser zu zerstören. Boeing hat ein solches System entwickelt, das Drohnen aus größerer Distanz ausschalten soll. 

Immer mehr Zwischenfälle mit Flugzeugen

Wegen der vielen Zwischenfälle mit Flugzeugen hat die US-Regierung Ende vergangenen Jahres eine Registrierungspflicht für Drohnen eingeführt. Die Fluggeräte müssen registriert werden und erhalten ein Kennzeichen. Die Bundesregierung will ebenfalls eine Registrierungspflicht durchsetzen.

Hierzulande gab es schon mehrfach Beinahekollisionen zwischen Flugzeugen und Coptern. Eine solche Begegnung könne durchaus gefährlich werden, sagte der Pilot und professionelle Drohnennutzer Jan Evers kürzlich Golem.de. Er hatte selbst schon eine Begegnung mit einer Drohne in 600 Metern Höhe.

Drohnenjagd mit Laser, Netz und Vogel

Eine vergleichsweise niedliche Vorstellung der Drohnenbekämpfung ist die Skywall 100 des britischen Startup Openworks Engineering. Zwar sieht das System wie ein schultergestütztes Boden-Luft-Flugabwehrraketensystem aus, doch statt einer Rakete wird per Luftdruck ein Projektil verschossen, das bis zu 100 Meter weit fliegt und ein Netz ausbreitet, das die Drohne umhüllen und zum Absturz bringen soll.

Wie das oben vorgestellte System soll auch die Drohnenabwehr des Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns Airbus funktionieren, die Anfang 2016 ausgerechnet auf der Elektronikmesse CES vorgestellt wurde. Das System ortet eine Drohne, die sich einem gesperrten Luftraum nähert, in einer Entfernung von 5 bis 10 Kilometern. Erfasst und geortet wird die Drohne mit Radar, Infrarotkameras und Funkpeilung. Um sie unschädlich zu machen, wird die Kommunikation der Drohne gestört. Eine von Airbus entwickelte Technik, die Smart Responsive Jamming Technology, ermöglicht das gezielt, so dass die benachbarten Frequenzen davon nicht betroffen sind.

Die niederländische Polizei versucht hingegen, mit Low-Tech gegen Drohnen vorzugehen. Das Spezialunternehmen "Guard from Above" richtet Adler im Auftrag der Polizei ab, die sich dann auf die Flugkörper stürzen sollen. Es dürfte allerdings wenig Sinn machen, die für viel Geld trainierten Raubvögel ausgerechnet in der Nähe von Flughäfen aufsteigen zu lassen.


eye home zur Startseite
Colorado 06. Jun 2016

Der scheitert vor allem, weil das Video ein Fake ist.

M.P. 06. Jun 2016

Naja, Trägheitsnavigation gab es schon deutlich vor dem GPS. Eine gewisse Fortführung der...

M.P. 06. Jun 2016

Die Abschussvorrichtung für Drohnen hat schon eine entfernt ähnliche Motivation... Eigene...

Bouncy 06. Jun 2016

Gar nicht, so wenig wie man einen Zug davor schützt, dass jemand einen Koffer voller...

screwy 04. Jun 2016

Scheint so, ja: http://avherald.com/h?search_term=Drone&opt=0&dosearch=1&search.x=30...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Universität Passau, Passau
  2. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  3. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Köln
  4. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. Boomster 279,99€, Consono 35 MK3 5.1-Set 333,00€, Move BT 119,99€)
  2. 69,99€ (Liefertermin unbekannt)
  3. (heute u. a. mit 40% auf Polar A360, Sony DSC-RX10M2 für 999,00€)

Folgen Sie uns
       


  1. Smartphones

    iOS legt weltweit zu - außer in China und Deutschland

  2. Glasfaser

    Ewe steckt 1 Milliarde Euro in Fiber To The Home

  3. Nanotechnologie

    Mit Nanokristallen im Dunkeln sehen

  4. Angriff auf Verlinkung

    LG Hamburg fordert Prüfpflicht für kommerzielle Webseiten

  5. Managed-Exchange-Dienst

    Telekom-Cloud-Kunde konnte fremde Adressbücher einsehen

  6. Rockstar Games

    Spieleklassiker Bully für Mobile-Geräte erhältlich

  7. Crimson Relive Grafiktreiber

    AMD lässt seine Radeon-Karten chillen und streamen

  8. Layout Engine

    Facebook portiert CSS-Flexbox für native Apps

  9. Creators Update für Windows 10

    Microsoft wird neue Sicherheitsfunktionen bieten

  10. Landgericht Traunstein

    Postfach im Impressum einer Webseite nicht ausreichend



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Google, Apple und Mailaccounts: Zwei-Faktor-Authentifizierung richtig nutzen
Google, Apple und Mailaccounts
Zwei-Faktor-Authentifizierung richtig nutzen
  1. Bugs in Encase Mit dem Forensik-Tool die Polizei hacken
  2. Red Star OS Sicherheitslücke in Nordkoreas Staats-Linux
  3. 0-Day Tor und Firefox patchen ausgenutzten Javascript-Exploit

Steep im Test: Frei und einsam beim Bergsport
Steep im Test
Frei und einsam beim Bergsport
  1. PES 2017 Update mit Stadion und Hymnen von Borussia Dortmund
  2. Motorsport Manager im Kurztest Neustart für Sportmanager
  3. NBA 2K17 10.000 Schritte für Ingame-Boost

Kosmobits im Test: Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!
Kosmobits im Test
Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!
  1. HiFive 1 Entwicklerboard mit freiem RISC-Prozessor verfügbar
  2. Simatic IoT2020 Siemens stellt linuxfähigen Arduino-Klon vor
  3. Calliope Mini Mikrocontroller-Board für deutsche Schüler angekündigt

  1. Re: normale Schraubendreher...

    Nasreddin | 02:58

  2. Re: Ja ist denn heut schon Weihnachten?

    Moe479 | 02:58

  3. Re: Störung

    maverick1977 | 02:21

  4. Re: So langsam frage ich mich

    maverick1977 | 02:16

  5. Re: Welcher physikalische Effekt soll das sein ?

    johnsonmonsen | 01:53


  1. 18:02

  2. 16:46

  3. 16:39

  4. 16:14

  5. 15:40

  6. 15:04

  7. 15:00

  8. 14:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel