Abo
  • Services:
Anzeige
Mit einem DoS-Angriff namens Sniper lässt sich das Tor-Netzwerk lahmlegen.
Mit einem DoS-Angriff namens Sniper lässt sich das Tor-Netzwerk lahmlegen. (Bild: Rob Jansen, Florian Tschorsch, Aaron Johnson, Björn Scheuermann)

Anonymisierung: Sniper-Angriff legt Tor-Nodes lahm

Mit einer sogenannten Sniper-Attacke können Angreifer nicht nur gezielt einzelne Tor-Knoten außer Gefecht setzen, sondern innerhalb von wenige Minuten das gesamte Netzwerk lahmlegen. Ein Patch wurde bereits erarbeitet.

Anzeige

Es sei der katastrophalste der bisher möglichen Angriffe auf das Anonymisierungsnetzwerk Tor, schreiben die Forscher. Über einen Angriff auf die Tor-Nodes - Knoten-Server - könne das gesamte Netzwerk ausgeschaltet werden. Es sei aber auch ein Angriff auf einzelne Knoten möglich, so die Forscher. Mit einem solchen gezielten Angriff könnte dort die Anonymisierung ausgeschaltet und danach die Daten im Klartext abgegriffen werden. Mit einem bereits erarbeiteten Patch lässt sich der Angriff abmildern, ganz verhindern lässt er sich aber nicht.

Florian Tschorsch und Björn Scheuermann von der Humboldt-Universität in Berlin sowie Rob Jansen und Aaron Johnson vom U.S. Naval Research Laboratory in Washington DC haben den Angriff die Sniper-Attacke getauft, denn sie kann aus dem Hinterhalt das gesamte Tor-Netzwerk zum Erliegen bringen - mit geringer Bandbreite. Mit lediglich 92 KBit/s kann ein Angreifer eine DoS-Attacke mit 2.187 KBit/s fahren. Innerhalb etwa einer halben Stunde konnten 20 der aktivsten Tor-Konten ausgeschaltet werden, damit konnte die Bandbreite des Anonymisierungsnetzwerks um 35 Prozent verringert werden. Mit gezielten Attacken könnten Angreifer Tor-Nutzer auf eigene Tor-Knoten umleiten und sich so Zugriff auf ihre Daten verschaffen.

Dazu muss ein Angreifer mit einem manipulierten Client einen Tor-Netzwerkknoten ansteuern, den es anzugreifen gilt. Dabei wird eine große Datenmenge zum Download angefordert und der Tor-Netzwerkserver gleichzeitig mit Sendme-Paketen überflutet, die er aber nicht liest. Da von einem Tor-Knoten empfangene Daten nicht verworfen werden, läuft der Arbeitsspeicher in kurzer Zeit voll und das Betriebssystem beendet in der Regel Tor. Indem der Angreifer die Anzahl und die Datenrate der gesendeten Sendme-Pakete anpasst, kann er die in Tor vorhandenen, aber offenbar unzureichenden Mechanismen gegen das Überlaufen des Zwischenspeichers umgehen.

Die Forscher präsentieren auch gleich einige geeignete Gegenmaßnahmen, etwa hartcodierte Obergrenzen für Warteschleifen und Algorithmen, die solche Angriffe identifizieren und abblocken und somit das Überlaufen des Arbeitsspeichers verhindern. Außerdem schlagen sie eine Ende-zu-Ende-Authentifizierung vor. In ihrem Forschungspapier diskutieren sie die Vorteile und Nachteile der Gegenmaßnahmen. Ganz verhindern lasse sich der DoS-Angriff aber nicht, so ihr Fazit.


eye home zur Startseite
Atalanttore 27. Apr 2014

Tja, selber schuld. Detlef-Bosau-FAQ: Politisch Verfolgte, Informanten, Journalisten...

ploedman 18. Mär 2014

Wieso entschlüsseln, wenn man Selbst Exit Server betreibt? ;) Es wird in manchen Artikeln...

Konakona 18. Mär 2014

Ist sie. Sinn von TOR ist jedoch hauptsächlich die Anonymität und es ersetzt keinesfalls...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  2. BLANCO GmbH + CO KG, Oberderdingen
  3. DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH, Stuttgart
  4. Weber Maschinenbau GmbH, Neubrandenburg, Groß Nemerow


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5,49€
  2. 21,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM
  2. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Spionage im Wahlkampf

    Russland soll hinter neuem Hack von US-Demokraten stecken

  2. Comodo

    Zertifikatsausstellung mit HTML-Injection ausgetrickst

  3. Autonomes Fahren

    Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen

  4. Panne behoben

    Paypal-Lastschrifteinzug funktioniert wieder

  5. Ecix

    Australier übernehmen zweitgrößten deutschen Internetknoten

  6. Die Woche im Video

    Ab in den Urlaub!

  7. Ausfall

    Störung im Netz von Netcologne

  8. Cinema 3D

    Das MIT arbeitet an 3D-Kino ohne Brille

  9. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  10. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Axon 7 vs Oneplus Three im Test: 7 ist besser als 1+3
Axon 7 vs Oneplus Three im Test
7 ist besser als 1+3
  1. Axon 7 im Hands on Oneplus bekommt starke Konkurrenz
  2. Axon 7 ZTEs Topsmartphone kommt für 450 Euro nach Deutschland

Digitalisierung: Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
Digitalisierung
Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
  1. Smart City Der Bürger gestaltet mit
  2. Internetwirtschaft Das ist so was von 2006

Dirror angeschaut: Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
Dirror angeschaut
Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
  1. Bluetooth 5 Funktechnik sendet mehr Daten auch ohne Verbindungsaufbau
  2. Smarter Schalter Wenn Github mit dem Lichtschalter klingelt
  3. Tony Fadell Nest-Gründer macht keine Omeletts mehr

  1. Re: Golem hilf ordentlich mit abzulenken

    ocm | 20:36

  2. Re: sd Quattro

    snowhite | 20:34

  3. Mal nicht Nordkorea?

    onkel_joerg | 20:27

  4. Re: Zu Teuer (wie immer)

    goto10 | 20:27

  5. Re: ja. genau. Russland. "soll". ganz bestimmt...

    Seinfeld13 | 20:00


  1. 14:22

  2. 13:36

  3. 13:24

  4. 13:13

  5. 12:38

  6. 09:01

  7. 18:21

  8. 18:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel