Angry Birds Sumpfammerroboter macht Sumpfammern rasend

US-Wissenschaftler haben mit einem Roboter Vögel provoziert. Auf diese Weise haben sie gezeigt, dass Vögel individuelle Verhaltensweisen ausbilden - und dass es besser ist, sie nicht zu ärgern.

Anzeige

Ist sie nicht niedlich, die Sumpfammer? Ein Roboter der Duke-Universität in Durham im US-Bundesstaat North Carolina würde die Frage wohl mit einem klaren Nein beantworten. Die Vögel haben ihn böse attackiert. Zugegeben: Er hatte sie provoziert.

Ziel des Experiments war es, das Verhalten der mit den Finken verwandten Singvögel zu studieren. Die Männchen der sonst so possierlichen Vögel neigen nämlich zu heftigen Aggressionsausbrüchen. Die Revierkämpfe können sogar tödlich für einen der Kontrahenten enden.

Warnung vor dem Kampf

Der aber wird zuvor durch ein Winken mit dem Flügel gewarnt - und genau diesem Verhalten wollte Rindy Anderson auf den Grund gehen. "Für die Vögel bedeutet das Winken mit dem Flügel so viel wie den Stinkefinger zu zeigen oder zu sagen: Bring dich in Stellung. Ich bin bereit zum Kampf", erklärt die Biologin. Zusammen mit dem Studenten David Piech baute sie aus einem ausgestopften Sumpfammer-Männchen einen Vogelroboter, der einen Flügel heben kann.

Den Roboter stellten sie in einem Brutgebiet auf und spielten über einen Lautsprecher den Ruf des Sumpfammermännchens ein, um auf den vermeintlichen Eindringling aufmerksam zu machen. Zum Schutz hatten die Wissenschaftler den Roboter in einen Drahtkäfig gesteckt - zu Recht: Seine Provokationen weckten das Tier in den Ammermännchen. Sie stürzten sich auf ihn und attackierten ihn mit ihren Krallen.

Ausgestopfte Vögel

Dann machten sie die Gegenprobe mit zwei ausgestopften Vögeln: Der eine saß einfach nur da, und die Forscher spielten die Ammernrufe ein. Der andere konnte sich zudem noch nach rechts und links drehen. Zwar seien auch diese beiden angegriffen worden, jedoch deutlich weniger heftig als der Roboter, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Behavioral Ecology and Sociobiology.

Das Ergebnis sei zu erwarten gewesen, sagt Anderson. "Was ich nicht erwartet hatte, war, dass die Vögel gegenüber allen drei Eindringlingen auffallend ähnliche, aggressive Flügelsignale zeigten." Habe ein Vogel dem ausgestopften Versuchsvogel fünfmal mit dem Flügel gewinkt, so habe er das gleiche Verhalten auch beim Roboter gezeigt. Anderson war davon ausgegangen, dass die Reaktion des Revierverteidigers der des Eindringlings entsprechen würde, nicht aber, dass die Vögel individuelle, aber dabei konsistente Reaktionen zeigen würden. Das sei der erste Schritt, das Verhalten der Vögel zu verstehen und herauszubekommen, wie sie Töne und visuelle Signale zum Kommunizieren nutzten, sagt Anderson.


Rulf 04. Feb 2013

wenn dir der begriff "zeitgenössische musik" irgend was sagt, dann kannst du zu 100...

MADhase 03. Feb 2013

OMG hab ich mich grad kaputtgelacht... you made my day :))

kendon 01. Feb 2013

geht so. hier wird durch die bezeichnung "roboter" krampfhaft ein bezug zur it...

elgooG 01. Feb 2013

Wir sind Individuen! Wir sind einzigartig! Wir denken selbstständig! - Das Leben des...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg
  2. Senior System Architect (m/w)
    PAYBACK GmbH, Munich
  3. Mitarbeiter/-in Informationstechnologie, Produktdatenmanagement / Bill of Materials Support und Prozesse
    Daimler AG, Sindelfingen
  4. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  2. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  3. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  4. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  5. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  6. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  7. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  8. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  9. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  10. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

    •  / 
    Zum Artikel