Abo
  • Services:
Anzeige
Angriff auf Vodafone-Server wurde Anfang September 2013 entdeckt.
Angriff auf Vodafone-Server wurde Anfang September 2013 entdeckt. (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images)

Angriff auf Vodafone-Server Angreifer kopiert zwei Millionen Kundendaten

Durch einen Angriff auf Vodafone-Server ist ein Unbefugter in den Besitz von zwei Millionen Kundendaten gelangt. Vodafone will alle betroffenen Kunden per Brief informieren. Ein Verdächtiger wurde bereits ermittelt, er soll den Angriff mit Insiderwissen begangen haben.

Anzeige

Zwei Millionen Kundendaten samt Bankverbindung hat ein Unbefugter von den Vodafone-Servern kopiert. Neben der Bankverbindung wurden Angaben zum Namen, zur Adresse, zum Geschlecht und zum Geburtsdatum entwendet. Die Besitzer der Daten könnten nun mit den Bankverbindungen Waren bestellen und so auf Kosten der Kunden einkaufen. Vodafone versichert, dass der Täter keinen Zugriff auf Kreditkartendaten, Verbindungsdaten oder bei Vodafone hinterlegte Kennwörter und PIN-Nummern erhalten hat.

Betroffene Kunden sollten in den kommenden Wochen und Monaten sehr genau ihre Kontoauszüge auf ungewöhnliche Abbuchungen hin prüfen und bei Auffälligkeiten ihre Bank kontaktieren, rät Vodafone. Dann können Abbuchungen zurücküberwiesen werden.

Angriff wurde Anfang September 2013 entdeckt

Zudem sollten sie besonders darauf achten, ob sie etwa per E-Mail nach Zugangsdaten oder Kreditkarten gefragt werden. Auch auf solche Anfragen per Telefon sollten die Kunden nicht reagieren. Denn üblicherweise fragen Banken solche Daten nicht ab.

Vodafone hat den Angriff nach Aussage des Unternehmens sofort gestoppt und zur Anzeige gebracht, nachdem er entdeckt worden war. Der Vorfall sei Anfang September 2013 entdeckt worden, sagte Vodafone Golem.de auf Nachfrage. Weitere Details wolle der Netzbetreiber aus ermittlungstaktischen Gründen der Behörden nicht nennen.

Hausdurchsuchung bei Tatverdächtigem vorgenommen

Die Ermittlungsbehörden hatten Vodafone gebeten, darüber keine Informationen an die Öffentlichkeit zu geben, damit der Täter ermittelt werden kann. Inzwischen wurde ein Verdächtiger identifiziert und eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Vodafone geht davon aus, dass der Serverangriff nur mit Insider-Wissen möglich gewesen ist.

In Abstimmung mit den Behörden werden nun die Betroffenen informiert und sollten unverzüglich einen Brief von Vodafone erhalten. Der Netzbetreiber will sie dabei unterstützen, mögliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Es wurden ausschließlich Nutzerdaten von Vodafone Deutschland kopiert. Andere Länder, in denen Vodafone tätig ist, sind nicht betroffen. Das Unternehmen bedaure den Vorfall sehr.

Wer nicht auf den Eingang des Briefes warten möchte, kann auf einer speziell eingerichteten Vodafone-Webseite erfragen, ob seine Daten unbefugt kopiert wurden.

Vodafone will nun alles unternehmen, damit sich ein solcher Servereinbruch nicht wiederholt. Dazu soll die Sicherheit der Systeme weiter verbessert werden. Alle Zugänge zu den Vodafone-Servern, die vom Täter verwendet wurden, seien sicher verschlossen worden, verspricht das Unternehmen.

Nachtrag vom 12. September 2013, 11:28 Uhr

Auf der eingerichteten Vodafone-Webseite müssen Kunden ausgerechnet die Kontonummer und Bankleitzahl eingeben, um herauszufinden, ob sie von dem Angriff betroffen sind. Es bleibt wohl das Geheimnis von Vodafone, warum hier so vertrauliche Daten statt nur der Name eingegeben werden müssen.

Nachtrag vom 12. September 2013, 14:36 Uhr

Leser von Golem.de berichten, dass auch Daten von Personen kopiert wurden, die bereits länger keine Vodafone-Kunden mehr sind.

Nachtrag vom 13. September 2013, 7:41 Uhr

Vodafone hat Golem.de erklärt, weshalb auf der Vodafone-Webseite Kontonummer und Bankleitzahl abgefragt werden: "Wir sind uns bewusst, dass die Abfrage mit Kontonummer und Bankleitzahl angesichts dieses Anlasses Fragen aufwerfen kann. Das ist jedoch in diesem Fall ein mit dem Datenschutzbeauftragten besprochenes und einzig mögliches Vorgehen zur vertraulichen Identifikation. Jede andere Kombination (z.B. mit Namen oder Adresse) wäre wesentlich unsicherer. Zudem möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass die eingegebenen Daten von Vodafone nicht gespeichert werden."


eye home zur Startseite
Valkyria1988 26. Sep 2013

Ich habe ein Problem mit Vodafone und bin völlig verzweifelt, mittelos und wehrlos und...

dampfbrot 15. Sep 2013

Ganz so kritisch wie divStar sehe ich das ganze nicht. Vodafone musste meines Erachtens...

mentos3 14. Sep 2013

Um den Blödsinn noch zu verfeinern: Das gehört auch dazu. Mit einfachen Zurückbuchen ist...

crazypsycho 12. Sep 2013

Weil das nicht wirklich etwas bringt. Es sind Kundendaten auf die sowieso jeder...

LibertaS 12. Sep 2013

Wenn die nur BWL buchstabieren könnten...


Telemedicus / 15. Sep 2013



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Robert Half Technology, Raum Hamburg
  2. über JobLeads GmbH, Wuppertal
  3. AreaDigital AG, Fürth
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Jurassic World, Die Unfassbaren, Creed, Interstellar, Mad Max Fury Road)
  2. (u. a. Gremlins 1+2 8,90€, Ace Ventura 1&2 8,90€, Kill the Boss 1+2 8,90€)
  3. 142,44€

Folgen Sie uns
       


  1. Videostreaming

    Twitch Premium wird Teil von Amazon Prime

  2. Dark Souls & Co.

    Tausende Tode vor Tausenden von Zuschauern

  3. Die Woche im Video

    Grüne Welle und grüne Männchen

  4. Systemd.conf 2016

    Pläne für portable Systemdienste und neue Kernel-IPC

  5. Smartphones und Tablets

    Bundestrojaner soll mehr können können

  6. Internetsicherheit

    Die CDU will Cybersouverän werden

  7. 3D-Flash-Speicher

    Micron stellt erweiterte Fab 10X fertig

  8. Occipital

    VR Dev Kit ermöglicht Roomscale-Tracking per iPhone

  9. XPG SX8000

    Adatas erste PCIe-NVMe-SSD nutzt bewährte Komponenten

  10. UBBF2016

    Telefónica will 2G-Netz in vielen Ländern abschalten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mi Notebook Air im Test: Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
Mi Notebook Air im Test
Xiaomis geglückte Notebook-Premiere
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  3. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone

DDoS: Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
DDoS
Das Internet of Things gefährdet das freie Netz
  1. Hilfe von Google Brian Krebs' Blog ist nach DDoS-Angriff wieder erreichbar
  2. Picobrew Pico angesehen Ein Bierchen in Ehren ...
  3. Peak Smarte Lampe soll Nutzer zum Erfolg quatschen

Fifa 17 im Test: Mehr Drama auf dem Fußballplatz
Fifa 17 im Test
Mehr Drama auf dem Fußballplatz
  1. Fifa 17 Was macht Dragon Age in meiner Fifa-Demo?
  2. Electronic Arts Millionenliga mit dem Ultimate Team
  3. Fifa 17 Sonderpartnerschaft mit den Bayern

  1. Re: endlich wird's den deutschen autobauern mal...

    Luke321 | 12:03

  2. Re: Ein Beispiel woraus man lernen könnte

    glasen77 | 11:52

  3. Re: Blaues Licht? - Wohl kaum.

    jhp | 11:48

  4. Re: 100 PS und 500 km Reichweite wären völlig...

    Neutrinoseuche | 11:37

  5. In Deutschland bald 250 MBit/s, in Bamberg jetzt...

    jouleian | 11:37


  1. 11:45

  2. 11:04

  3. 09:02

  4. 08:01

  5. 19:24

  6. 19:05

  7. 18:25

  8. 17:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel