Android-Verbreitung: Google verändert Zählsystem, Android 4.1 legt deutlich zu
Android 4.1 legt deutlich zu. (Bild: Google)

Android-Verbreitung Google verändert Zählsystem, Android 4.1 legt deutlich zu

Google hat aktuelle Zahlen zur Android-Verbreitung veröffentlicht. Dabei wurde das Zählsystem geändert. An der grundsätzlichen Verbreitung der relevanten Android-Versionen hat sich nicht viel geändert, aber im Detail machen sich vor allem bei älteren Android-Versionen auffällige Änderungen bemerkbar.

Anzeige

Google hatte bisher immer angegeben, dass bei der Zahlenerhebung zur aktuellen Android-Verbreitung die Zugriffe auf den Play Store gemessen werden. Nun stellt sich heraus, dass nur die Geräte gezählt wurden, die sich lediglich bei den Google-Servern angemeldet haben. Bisher wurde also nicht berücksichtigt, welche Geräte aktiv auf den Play Store zugreifen.

Mit den Zahlen vom März 2013 ändert sich dies und Google zählt nur noch die Android-Geräte, mit denen aktiv der Play Store genutzt wird. Damit sollen Entwickler einen besseren Überblick erhalten, welche Android-Plattformen aktiv verwendet werden. Offen ist, ob dabei auch Geräte gezählt werden, die automatisiert App-Updates aus dem Play Store einspielen, was bedeuten würde, dass der Gerätebesitzer also nicht von sich aus aktiv auf den Play Store zugreift.

Mit der neuen Zählung hat sich die grundsätzliche Verteilung der jeweiligen Android-Versionen nicht wesentlich geändert. Vor allem bei älteren Android-Versionen zeigt sich, dass diese Plattformen nicht mehr so stark verbreitet sind, wie bisher angenommen. Einen deutlichen Schub nach vorne hat die Jelly-Bean-Version Android 4.1 erfahren.

PlattformAPI-LevelAnteil
Android 1.6 Donut40,1 %
Android 2.1 Eclair71,7 %
Android 2.2 Froyo84,0 %
Android 2.3.0 - 2.3.2 Gingerbread90,1 %
Android 2.3.3 - 2.3.7 Gingerbread1039,7 %
Android 3.2 Honeycomb130,2 %
Android 4.0.3 - 4.0.4 Ice Cream Sandwich1529,3 %
Android 4.1.x Jelly Bean1623,0 %
Android 4.2.x Jelly Bean172,0 %
Android-Verbreitung - März 2013 (Quelle: Google)

Auch mit der neuen Zählung bleibt Android 2.3 alias Gingerbread die klar dominierende Plattform. 39,8 Prozent der verwendeten Android-Geräte läuft noch mit dieser Version. Im Vormonat lag der Anteil bei 44,1 Prozent und ging damit stärker zurück. Vor zwei Monaten lag der Gingerbread-Anteil bei 45,4 Prozent. Da Google keine Vergleichszahlen zur alten Zählung veröffentlicht hat, ist nicht klar, ob die Änderung mit der neuen Zählmethode zu erklären ist.

  • Chart zur Android-Verbreitung im März 2013 (Bild: Google)
Chart zur Android-Verbreitung im März 2013 (Bild: Google)

Mit einem Anteil von 29,3 Prozent liegt Android 4.0.x alias Ice Cream Sandwich auf dem zweiten Rang, was die aktuelle Verbreitung betrifft. Einen Monat zuvor lag der Anteil bei 28,6 Prozent. Einen deutlichen Schub nach vorne gab es für die Jelly-Bean-Version Android 4.1.x, die von 14,9 Prozent auf 23 Prozent zulegte. Seit der letzten Google-Erhebung hat Samsung in vielen Regionen das lang erwartete Update auf Android 4.1 für das Galaxy S2 verteilt. Das Smartphone hatte sich seinerzeit sehr gut verkauft und dürfte einen Großteil der Zuwächse erklären.

Der Anteil der neuen Jelly-Bean-Version Android 4.2.x stieg nur minimal von 1,6 Prozent auf 2 Prozent. Jenseits von Google hat bisher auch kaum ein Gerätehersteller Updates auf Android 4.2 veröffentlicht und bisher sind auch nur wenige Geräte mit Android 4.2 auf den Markt gekommen. Zusammengerechnet kommt die Android-4-Plattform auf einen Anteil von 54,3 Prozent. Im Vormonat lag der Anteil von Ice Cream Sandwich und Jelly Bean bei 45,1 Prozent.

Starke Einbrüche bei Froyo und Honeycomb

Bei den Android-Versionen Froyo und Honeycomb gab es wohl aufgrund der neuen Zählweise drastische Einbrüche. Sowohl Android 2.2 als auch Android 3.x zählen zum Bereich der veralteten Plattformen. Besitzer von Geräten mit diesen Android-Versionen können wohl nicht mehr darauf hoffen, dass sie Updates vom Hersteller erhalten und sind damit von der aktuellen Entwicklung abgeschnitten.

Der Anteil von Android 2.2 alias Froyo sackte von 7,5 Prozent auf 4 Prozent ab. Bei Honeycomb hat die Version 3.1 nun keinerlei Bedeutung mehr und wird gar nicht mehr aufgeführt. Und der Anteil von Android 3.2 verringert sich von 0,9 Prozent auf 0,2 Prozent. Bei den noch älteren Android-Versionen Eclair und Donut gab es keine drastischen Einbrüche mehr. Geräte mit Android 2.1 alias Eclair liegen nur noch bei einem Anteil von 1,7 Prozent, noch vor einem Monat waren es 1,9 Prozent. Bei Android 1.6 alias Donut verringerte sich der Anteil von 0,2 Prozent auf 0,1 Prozent.

Googles aktuelle Erhebung berücksichtigt neuerdings nur noch die Geräte, mit denen zwischen dem 19. März 2013 und dem 2. April 2013 aktiv auf den Play Store zugegriffen wurde. Google will Entwicklern damit zeigen, für welche Plattformen sie entwickeln sollten. Außerdem zeigt es den Grad der Fragmentierung der Android-Plattform. Der API-Level weist darauf hin, ab welcher Stufe eine Anwendung nicht mehr mit älteren Geräten kompatibel ist - mit künftigen Geräten soll sie es hingegen sein.


chrulri 04. Apr 2013

Ich weiss von keinem aktuellen. Aber nur weil es sie jetzt gerade nicht gibt oder keine...

Cohaagen 04. Apr 2013

Ich bin ja wahrlich kein MegaPixel-Fetischist und halte Auflösungen über 1280x800 bei...

jayrworthington 03. Apr 2013

Nein, eben genau nicht, ich mag Ginger Ale, der *geschmack* von Ingwer im Lebkuchen ist...

das_mav 03. Apr 2013

note1 mit stunner2 (4.2.2) absolut einwandfrei. (nova)

Versuchsperson 03. Apr 2013

Das war nicht das Thema!

Kommentieren


Confluence: Global Resources / 15. Apr 2013

Android wird aktueller, mehr als 50% der Nutzer auf 4.x



Anzeige

  1. SAP-System-Manager (m/w) SAP-Basis-Betreuung
    MBDA Deutschland, Schrobenhausen
  2. Software-Entwickler (m/w)
    CI Tech Components AG, Dornach bei München
  3. Webdesigner / Frontend Webentwickler (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier
  4. ORACLE Datenbank Experte (m/w)
    Siemens AG, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. EU-Angleichung

    Welche Onlineshops keine Gratis-Retouren mehr erlauben

  2. MIT Media Lab

    Bildschirm gleicht Sehfehler aus

  3. Leere Symbolik

    Greenwald lehnt aus Protest Aussage im NSA-Ausschuss ab

  4. Technisches Komitee

    Debian beharrt auf mehreren Init-Systemen

  5. Stellar

    Kostenlose Kryptowährung soll Kunden locken

  6. Brigadier

    Kyoceras Saphirglas-Smartphone kostet 400 US-Dollar

  7. ZeroVM

    Virtuelle Maschine für die Cloud

  8. CDN

    Apple aktiviert offenbar sein Content Delivery Network

  9. Test Sacred 3

    Schnetzeln im Team

  10. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Google: Youtube und der falsche Zeitstempel
Google
Youtube und der falsche Zeitstempel
  1. Spielevideos Google soll 1 Milliarde Dollar für Twitch.tv zahlen
  2. Videostreaming Youtube-Problem war ein Bug bei Google
  3. Videostreaming Telekom sieht Youtube-Problem erneut bei Google

Liebessimulation Love Plus: "Ich hoffe, du wirst für immer schön bleiben"
Liebessimulation Love Plus
"Ich hoffe, du wirst für immer schön bleiben"
  1. PES 2015 angespielt Neuer Ball auf frischem Rasen
  2. Metal Gear Solid - The Phantom Pain Krabbelnde Kisten und schwebende Schafe

LG 34UM95 im Test: Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
LG 34UM95 im Test
Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
  1. Free-Form Display Sharp zeigt LCD mit kurvigem Rahmen
  2. Eizo Foris FS2434 IPS-Display mit schmalem Rahmen für Spieler
  3. Philips 19DP6QJNS Klappmonitor mit zwei IPS-Displays

    •  / 
    Zum Artikel