Android-Spielekonsole Ouya, die Zollprobleme und wie sie vermieden werden

Ein Teil der Ouya-Vorbesteller hat offenbar Probleme, die Android-Spielekonsole vom deutschen Zoll ausgehändigt zu bekommen. Dabei ist in der Verpackung eigentlich alles Nötige vorhanden.

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Nicht jeder in Deutschland lebende Vorbesteller bekommt seine Ouya problemlos vom Zoll ausgehändigt. Wenn etwa ein CE-Zeichen oder die Konformitätserklärung nicht gefunden werden, verweigern manche Zollämter die Herausgabe ganz, der Kunde kommt an seine bereits bezahlte Android-Spielekonsole nicht mehr heran und muss sich unter Umständen vom Hersteller das Geld zurückerstatten lassen.

Dabei sind eigentlich alle nötigen Dinge in der Ouya-Verpackung enthalten. So ist das Konformitätshandbuch für die in der EU geltenden Bestimmungen für elektronische Produkte ganz unten in der Verpackung zu finden, dort wo auch das Netzteil zu finden ist. Dazu muss die Plastikschale herausgenommen werden, in der die Ouya nebst Controller liegt. Etwa in der Mitte des ohne Seitennummerierung kommenden Heftchens stehen die nötigen Angaben.

  • Ouya - in der Verpackung
  • Ouya - in der rechten Batterieabdeckung steckt das CE-Zeichen des Controllers
  • Ouya - das CE-Zeichen des Controllers
  • Ouya -auf der Gehäuseunterseite findet sich das CE-Zeichen der Konsole
  • Ouya - Netzteil und Konformitätshandbuch stecken ganz unten in der Verpackung
  • Ouya - das Konformitätsheft
Ouya - in der Verpackung

Während das CE-Zeichen der Ouya gut sichtbar auf der Unterseite der Konsole platziert ist, sieht das beim Controller anders aus. Hier ist es auf der Unterseite der rechten Batteriefachabdeckung zu finden. Gut, dass das rechte Batteriefach nicht abgedeckt geliefert wird. Nur: Wer die Abdeckung achtlos zur Seite legt, findet am Controller selbst kein CE-Zeichen. Gar kein CE-Zeichen hatte übrigens das Ouya-Netzteil in der Lieferung an Golem.de.

Wer Probleme mit der Herausgabe durch den Zoll hat und sich um eine mögliche Zerstörung der Konsole sorgt, sollte sich mit dem Ouya-Support in Verbindung setzen. Bei Golem.de hat die Herausgabe vor ein paar Wochen anstandslos geklappt und auch andere Kunden haben eine problemlose Herausgabe gemeldet. Erfahrungsgemäß sind jedoch nicht alle Zollämter unproblematisch, wie sich in der Vergangenheit bei anderen Kickstarter-Hardwareprojekten gezeigt hat. Der unerfahrene Hersteller der Pebble-Smartwatch beispielsweise ist wegen des peniblen deutschen Zolls so verunsichert, dass er alle Lieferungen zurückhält, bis sämtliche Unklarheiten beseitigt sind. Das kann jedoch noch einige Wochen dauern, sehr zum Ärger der deutschen Kunden.

Mehr zur Konsole findet sich in unserem Test der Ouya hier bei Golem.de.

Nachtrag vom 24. Juni 2013, 15:57 Uhr

Ein Leser hat Golem.de berichtet, dass die Ouyas beim Zollamt in Hamburg zur weiteren Prüfung beschlagnahmt würden. Unabhängig von den CE-Kennzeichen sei vom Hersteller keine Zulassung für den europäischen Markt beantragt worden. Ob das Gerät danach ausgehändigt werde, sei noch unklar. Eine ähnliche Meldung - ebenfalls aus Hamburg - gab es aus unserem Bekanntenkreis.


flzr 27. Jun 2013

Bei mir steht im Tracking ebenfalls seit dem 11.06 Honkong. Allerdings bekam ich gerade...

derKlaus 26. Jun 2013

Na, Glückwunsch. Dann komsmt Du ja doch noch in den Genuss Deiner OUYA. Ich war gestern...

Nebukadneza 25. Jun 2013

Also wenn die Papierschnipsel dazu dienen sollen einen Arbeitsnachweis zu erbringen, wäre...

Trockenobst 25. Jun 2013

Der Zoll hat hier eigene Ermessensspielräume. Diese scheint er hier zu Nutzen: die...

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